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PATINFO 2026

Das PATINFO-Team mit DPMA-Präsidentin Eva Schewior (vorne Mitte)
Schutzrechte strategisch nutzen für Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand
DPMA-Präsidentin Eva Schewior hat auf der
PATINFO 2026 in Ilmenau die strategische Bedeutung geistiger Eigentumsrechte für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland hervorgehoben. Die zuletzt gestiegenen Anmeldezahlen bei Patenten, Marken und Designs wertete sie als wichtiges Signal für die Innovationskraft deutscher Unternehmen.
Positive Signale für den Innovationsstandort
Unter dem Titel "Souveränität, Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand: Schutzrechte des geistigen Eigentums strategisch nutzen" betonte Schewior, dass Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weiter auf den Schutz ihrer Innovationen setzen. "Die steigenden Zahlen belegen, dass Unternehmen den Schutz ihres geistigen Eigentums als wesentliches Instrument nutzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft zu behaupten und zu stärken", sagte die DPMA-Präsidentin. Zugleich unterstrich sie die Bedeutung von Schutzrechten für die wirtschaftliche Verwertung von Innovationen. Gerade in Zeiten tiefgreifender technologischer Veränderungen ermöglichten Patente, Marken und Designs, Ideen erfolgreich in den Markt zu bringen.
Thüringen als starker Innovationsstandort
Schewior hob auch die Innovationskraft Thüringens hervor. Mit mit 24 Patentanmeldungen pro 100.000 Einwohner nimmt das Bundesland bei den Patentanmeldungen einen festen Platz im oberen Mittelfeld der deutschen Länder ein. Besonders die Technische Universität Ilmenau zählt zu den patentstärksten Hochschulen Deutschlands. So haben, laut einer
aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Ilmenau im Fünfjahresdurchschnitt die zweitmeisten Patente unter den deutschen Hochschulen eingereicht.
Eine wichtige Rolle spielt dabei das
Landespatentzentrum Thüringen PATON auf dem Campus der TU Ilmenau. Das DPMA arbeitet seit vielen Jahren eng mit dem Patentinformationszentrum zusammen und unterstützt gemeinsam mit seinen Partnern Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Erfinderinnen und Erfinder beim Schutz ihrer Innovationen.
Zukunftstechnologien im Blick
Mit Blick auf die technologische Entwicklung verwies Schewior auf die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und Quantentechnologien. Deutsche Unternehmen engagieren sich in diesen Zukunftsfeldern zunehmend. Gleichzeitig müsse Deutschland seine Stärken in Forschung und Technologie noch konsequenter in marktfähige Produkte und erfolgreiche Geschäftsmodelle umsetzen.
Besondere Bedeutung maß die DPMA-Präsidentin den kleinen und mittleren Unternehmen bei. Sie bilden das Rückgrat der europäischen Wirtschaft, nutzen Schutzrechte bislang jedoch noch vergleichsweise selten. Nach Angaben der Europäischen Union schützen erst rund zehn Prozent der KMU ihr geistiges Eigentum durch gewerbliche Schutzrechte. Dabei hob Schewior auch die Bedeutung einer stärkeren Sensibilisierung kleiner und mittlerer Unternehmen für den Schutz geistigen Eigentums hervor.
Mit KI zum Innovationsschub?
Josef Ostermeier vertrat das Deutsche Patent- und Markenamt bei der anschließenden Podiumsdiskussion "Mit KI zum Innovationsschub?". Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden diskutierte er über die Chancen und Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz für Innovation und geistiges Eigentum.
Im Mittelpunkt standen Fragen der Wettbewerbsfähigkeit, des Technologietransfers und der Rolle von Schutzrechten in einer zunehmend KI-geprägten Wirtschaft. Zudem erörterten die Teilnehmenden, welche Rahmenbedingungen Innovationen beschleunigen und die wirtschaftliche Nutzung neuer Technologien fördern können.
Bilder: DPMA
Stand: 12.06.2026



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