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Freie Erfinderinnen und Erfinder

Wichtige Innovationsmotoren: Informationen für freie Erfinderinnen und Erfinder

Innovationen sind von entscheidender Bedeutung für die Wirtschaft. Neue Produkte und Dienstleistungen bringen den Markt voran. Die freien Erfinderinnen und Erfinder in Deutschland mit ihrem kreativen Potential leisten dazu einen wichtigen Beitrag.

Der größte Teil der Patentanmeldungen beim DPMA (68 Prozent) stammte 2020 von „großen Anmeldern“, also Unternehmen, die jährlich mehr als zehn Patente einreichen. Dagegen wurden 7,4 Prozent aller Patentanmeldungen von selbstständigen Erfinderinnen und Erfindern (oder von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit sogenannten "freigegebenen Erfindungen") eingereicht.

Aber die Bedeutung der freien Erfinderinnen und Erfindern geht weit über diese Zahlen hinaus. Für Innovation und technischen Fortschritt in Deutschland sind sie von großer Bedeutung. Sie stellen praktisch einen Stabilitätsanker in der deutschen Wirtschaft dar, denn auch in der Corona-Krise haben sie sich als ungebrochen kreativ erwiesen (etwa im Bereich Schutzkleidung). Viele wichtige Erfindungen wurden und werden von einzelnen Erfinderinnen und Erfindern gemacht. Ihr Anteil an den Gesamtanmeldungen steigt erstmals seit Jahren wieder an. Sie sind besonders im Maschinenbau aktiv: Der Anteil der Freien an den Patentanmeldungen in diesem Techniksektor lag 2020 bei 36,1 Prozent.

Frisch erfunden – und was nun?

Erfinderin mit elektronischem Gerät

Wertvolle Erfindungen sollen jedenfalls nicht in den Schubladen liegen bleiben, weil der Erfinder vielleicht nicht weiß, wie er aus einer Idee ein fertiges Produkt machen und auf den Markt bringen kann – und welche Rolle Schutzrechte hierbei spielen. Um nicht allein zu agieren, nutzen viele freie Erfinderinnen und Erfinder regional aufgestellte Erfinderklubs als Forum zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung.

Für die freien Erfinder ist die Vermarktung ein großes Thema und vielleicht sogar die größte Herausforderung. Das DPMA kann sie darin mangels Zuständigkeit leider nicht unterstützen oder beraten. Egal, ob Sie nun eine eigene Umsetzung planen oder ob Sie Ihr Patent verkaufen oder einen Lizenznehmer suchen möchten, ist die Erfindermesse iENA (internationale Fachmesse für Ideen, Erfindungen und Neuheiten) in Nürnberg eine gute Adresse, um Kontakte zu knüpfen. Auch verschiedene Schutzrechtsmakler oder -verwerter bringen Erfinder und Interessenten zusammen.

Aber das DPMA kann Erfinderinnen und Erfindern ein sicheres, hochwertiges Schutzrecht für ihre Innovationen, Marken oder Designs bieten. Und geistiges Eigentum lässt sich nur dann erfolgreich wirtschaftlich verwerten, wenn es gut geschützt ist. Gemeinsam mit anderen IP-Dienstleistern kann das DPMA zur Orientierung und Information über die Möglichkeiten und Kosten von Schutzrechtsanmeldungen beitragen.

Nützliche Informationen für freie Erfinderinnen und Erfinder auf DPMA.de

Wir haben hier eine Übersicht aller Hinweise und Informationen auf unseren Internetseiten zusammengestellt, die für freie Erfinderinnen und Erfinder hilfreich sein können:

  • Kennen Sie schon unsere KMU-Seiten? Wir haben hier Informationen rund um das Thema Schutzrechte speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zusammengestellt, die auch für freie Erfinderinnen und Erfinder wichtig sind.

  • Auf unseren Internetseiten bieten wir Ihnen zahlreiche Informationsbroschüren zu den Schutzrechten, zur Recherche, zu den Internetdiensten des DPMA und zur Recherche. Sie finden dort auch Videoanleitungen zur Gebrauchsmusteranmeldung oder zur erweiterten Recherche.

  • Unser Kundenservice steht Ihnen gerne telefonisch, per E-Mail oder persönlich vor Ort an unseren Standorten in München, Berlin und Jena für Fragen zur Verfügung.

  • Weiterbildungsangebot: Regelmäßig bietet das DPMA Seminare und Workshops zu verschiedenen Schutzrechtsthemen und zur Recherche an.

  • Erstberatung für Erfinderinnen und Erfinder: Regelmäßig werden in Deutschland kostenlose Erstberatungen zu allen Schutzrechten angeboten. Erfahrene Anwälte nehmen sich dabei für Ihre rechtlichen und strategischen Fragen bis zu 30 Minuten Zeit. (Achtung: Im DPMA und möglicherweise auch an weiteren Stellen sind diese Beratungen wegen der COVID-19-Pandemie ausgesetzt.)

  • Zu den wichtigsten Kooperationspartnern des DPMA zählen die Patentinformationszentren (PIZ). Sie sind die regionalen IP-Ansprechpartner für Erfinder, Unternehmen und Forschungsinstitutionen. An zwanzig Standorten in ganz Deutschland bieten sie umfassende Informationen zum gewerblichen Rechtsschutz, vor allem für KMU und Gründer. (Internetseite: externer Link www.piznet.de).

  • Anwaltliche Beratung und Vertretung: Es kann sinnvoll sein, bereits im Vorfeld einer Anmeldung einen Patentanwalt oder einen auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes erfahrenen Rechtsanwalt hinzuzuziehen. Adressen von externer Link Patentanwälten und externer Link Rechtsanwälten lassen sich im Internet recherchieren.

  • Eine Pressemitteilung enthält aufschlussreiche aktuelle Zahlen zu den Patentanmeldungen von freien Erfinderinnen und Erfindern 2020.

  • Aus der Geschichte lernen? In unserer Postergalerie finden Sie Beispiele für bedeutende "freie" Erfindungen wie den Spreizdübel, den Falkplan und die Auto-Waschstraße. Berühmte Erfinderinnen und Erfinder finden Sie in unserer Erfindergalerie und unter Patente Frauen sowie in unserer Rubrik Meilensteine.

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Bilder: iStock.com/DrAfter123, iStock.com/StefaNikolic

Stand: 03.11.2021