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Tag der Offenen Tür der Bundesregierung 2026

Blick in den Innenhof des BMJV

Erfindungen, Enthüllungen und jede Menge Fragen

Mit der Ausstellung „Patente made in Germany“ und jeder Menge Infotainment zum Thema hat das Deutsche Patent- und Markenamt den Gästen beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung die Welt des gewerblichen Rechtsschutzes nähergebracht. Die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV), Dr. Stefanie Hubig, nutze die Gelegenheit, am Stand des DMPA eine weitere Erfindung für die Poster-Ausstellung zu enthüllen.

Von genialen Alltagserfindungen bis hin zu Ergebnissen hochkomplexer Forschung: Die DPMA-Postergalerie „Patente made in Germany“ stellt ausgewählte Erfindungen vor, die seit 1877 beim Deutschen Patent- und Markenamt und seinen Vorgängerbehörden angemeldet wurden. Am vergangenen Wochenende kam zu den bislang 41 Erfindungen eine weitere dazu: die Thermosflasche. Als „Gefäß mit doppelten, einen luftleeren Hohlraum einschließenden Wandungen“ beim damaligen Kaiserlichen Patentamt in Berlin angemeldet, erhielt der Glastechniker Reinhold Burger im Jahr 1903 für seine Innovation ein Patent.

Bundesministerin Dr. Stefanie Hubig am Stand mit DPMA-Mitarbeiterin Carmen Weiss

Bundesministerin Dr. Stefanie Hubig am Stand mit DPMA-Mitarbeiterin Carmen Weiss

Die Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV), Dr. Stefanie Hubig enthüllte das neue Poster am DPMA-Stand im Ministerium beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung (20./21. Juni): „Die Thermosflasche ist wie viele Erfindungen in der DPMA-Postergalerie aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Ausstellung des DPMA zeigt eindrucksvoll, dass gewerbliche Schutzrechte wie Patente und Marken allgegenwärtig sind und macht ihre zentrale Bedeutung greifbar“, sagte die Ministerin. „Innovationen zu schützen – egal wie groß oder klein sie sind – ist für deren Vermarktung essenziell. Patente, Marken, Gebrauchsmuster und eingetragene Designs schützen nicht nur vor unerwünschter Nachahmung, sondern tragen ganz erheblich zum Wohlstand eines Landes bei.“

DPMA-Poster mit Person

Für die meisten Besucherinnen und Besuchern des DPMA-Stands, die aus dem gesamten Bundesgebiet kamen, war das Thema Patente und gewerbliche Schutzrechte im Allgemeinen Neuland. Doch die spannenden Geschichten und Anekdoten hinter den patentierten Erfindungen weckte das Interesse der Gäste, die mit viel Freude an den verschiedenen Quiz- und Ratespielen teilnahmen. Dabei erfuhren sie beispielsweise, dass der Flugpionier Otto Lilienthal mit seinem 1893 patentierten Gleitflugzeug bereits Flugweiten von bis zu 250 Metern erreichte oder dass die Beiersdorf-Mitarbeiterin Elsa Tesmer den berühmten Markennamen TESA für den transparenten Klebefilm aus ihrem Namen kreierte. Für Staunen bei den Besucherinnen und Besuchern sorgte auch, dass bahnbrechende Erfindungen wie etwa die Chipkarte, die bereits 1969 patentiert wurde, oder das Echtzeit-MRT (1985 patentiert) aus Deutschland stammen. Auch die kleinen Gäste waren eifrig bei der Sache und freuten sich, wenn sie beispielsweise beim „Blinde-Kuh-Spiel“ Erfindungen wie die Playmobilfigur oder den Teebeutel errieten.

DPMA-Stand und Personen

DPMA-Patentprüfer Ansgar Ungering erklärt den Gästen seine Arbeit

Alle 300 Quiz- und Ratespielteilnehmerinnen und -teilnehmer konnten sich über Gewinne freuen und erhielten die Poster-Ausstellung als Notizblock sowie je nach Interesse nützliche Multitools, Stofftaschen oder inspirierende Knobelspiele.

Viele Besucherinnen und Besuchern hatten auch konkrete Anliegen: So klärte das Standpersonal über Karrierechancen beim DPMA auf und beantwortete fachliche Fragen zu den technischen und nichttechnischen Schutzrechten.

Frauen mit Poster

Der jüngste Zugang in der DPMA-Galerie der Erfindungen

Insgesamt konnte das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz dieses Jahr im Zuge des Tages der offenen Tür der Bundesregierung 1.550 Besucherinnen und Besucher in seinen Räumlichkeiten in Berlin begrüßen. Die Gäste erwartete neben den Ständen der 27 Aussteller aus dem Geschäfts- und Zuständigkeitsbereich des BMJV auch ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm mit Live-Musik und Special Guests wie der Fernseh-Richterin Barbara Salesch oder dem Lehrer-Influencer „Herr Reff“. Außerdem konnte das Publikum der Ministerin während des Bühnentalks direkt Fragen stellen und an Hausführungen teilnehmen, um Einblick in das BMJV und seine Geschichte zu erhalten.

Bilder: Sabine Ginster/DPMA

Stand: 22.06.2026