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Medikament, Antriebssystem, erneuerbare Energien – drei innovative Entwicklungen für Deutschen Zukunftspreis nominiert

Pressemitteilung vom 12. September 2018

Nominierte und Organisatoren des Zukunftspreises

Nominierte und Organisatoren des Zukunftspreises

München. Ein neuer Wirkstoff gegen lebensbedrohliche Erkrankungen, die radikale Neukonzeption eines Antriebssystems und ein innovatives Prinzip, um erneuerbare Energien besser nutzen zu können: Die drei nominierten Teams für den Zukunftspreis des Bundespräsidenten 2018 und ihre Erfindungen sind heute in München vorgestellt worden. „Die Jury hat eindrucksvolle Persönlichkeiten für den Preis nominiert. Ihre Erfindungen decken ein großes Spektrum ab und zeigen, wie breit der Innovationsstandort Deutschland selbst in der absoluten Spitze aufgestellt ist“, sagte die Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts, Cornelia Rudloff-Schäffer. „Ganz besonders freut mich, dass im Gegensatz zum vergangenen Jahr auch wieder eine Frau unter den Nominierten ist.“

Die drei verbliebenen Kandidatinnen und Kandidaten wurden bei einer Pressekonferenz im Deutschen Museum vorgestellt:

Prof. Helga Rübsamen-Schaeff und Dr. Holger Zimmermann haben mit Letermovir einen innovativen Wirkstoff entwickelt. Er verhindert Infektionen mit dem gefährlichen Cytomegalie-Virus (CMV) bei Knochenmarkstransplantationen. Damit werden solche Transplantationen wesentlich sicherer, Behandlungen vielversprechender, das Leben der Patienten wird in solchen Fällen somit besser geschützt.

Dr.-Ing. E.h. Manfred Wittenstein und Dipl.-Ing. Thomas Bayer haben mit den „Galaxie“-Antriebssytemen eine neue Getriebegattung für effiziente und präzise Antriebe im Hochleistungsmaschinenbau entwickelt. Durch eine neuartige Verzahnung entsteht eine im Vergleich zu herkömmlichen Getrieben sechs Mal höhere Fläche zur Kraftübertragung. So können deutlich höhere Drehmomente erreicht werden als bisher.

Prof. Peter Wasserscheid, Prof. Wolfgang Arlt und Dr. Daniel Teichmann haben ein neues Prinzip entwickelt, um Wasserstoff als Energielieferant nutzbar zu machen: die Liquid-Organic-Hydrogen-Carrier-Technologie (LOHC). Das flüssige, organische Trägermaterial garantiert die Transportsicherheit des Wasserstoffs. Durch die Verbrennung von Wasserstoff können Motoren, etwa in Autos, umweltfreundlich betrieben werden.

Aus den drei nominierten Teams wählt die Jury am 28. November in Berlin die Gewinner aus, die dann vom Bundespräsidenten geehrt werden.

Das Deutsche Patent- und Markenamt

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DPMA

Stand: 13.09.2018 

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