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"Innovativste Köpfe unseres Kontinents": DPMA-Vizepräsidentin gratuliert Gewinnern des Europäischen Erfinderpreises 2018

Pressemitteilung vom 7. Juni 2018

Professor Jens Frahm mit DPMA-Vizepräsidentin Christine Moosbauer

Professor Jens Frahm mit DPMA-Vizepräsidentin Christine Moosbauer

Die Vizepräsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA), Christine Moosbauer, hat dem Physikochemiker Professor Jens Frahm in Paris persönlich zur Auszeichnung mit dem Europäischen Erfinderpreis 2018 gratuliert. „Ich beglückwünsche Professor Jens Frahm zur hochrangigen Ehrung und freue mich sehr für diesen herausragenden Forscher“, sagte Christine Moosbauer am Rande der Preisverleihung in Frankreichs Hauptstadt am Donnerstag (7. Juni). „Jens Frahm zeigt eindrucksvoll, wie aus wissenschaftlicher Forschung marktreife Produkte entstehen können, die nicht nur Umsatz und Arbeitsplätze schaffen, sondern auch das Leben von Menschen verbessern.“ Professor Frahm erhielt den Europäischen Erfinderpreis in der Kategorie „Forschung“.

MRT: Blitzaufnahmen aus dem Körper

Professor Jens Frahm ist Leiter der Biomedizinischen NMR Forschungs GmbH am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen. Der 67 Jahre alte Forscher revolutionierte die Magnetresonanztomografie (MRT) mit seiner FLASH-Methode (englisch: Fast Low Angle SHot). Zuvor hatte die Herstellung von MRT-Bildern mehrere Stunden gedauert – für die medizinische Diagnostik viel zu lang. Mit FLASH ging dies 100 Mal so schnell. 1985 hatte Professor Frahm mit anderen Forschern beim DPMA sein erstes Patent darauf angemeldet. 2010 optimierte er die Methode mit FLASH 2 abermals. „Mit seinen Erfindungen hat Professor Frahm die Behandlungsmöglichkeiten für Millionen Menschen weltweit verbessert. Wir freuen uns, dass mit ihm auch eine Entwicklung ausgezeichnet wurde, deren patentrechtliche Grundlagen in unserem Amt gelegt wurden.“

Die DPMA-Vizepräsidentin gratulierte auch den anderen Preisträgern zu ihrer Auszeichnung. „Beim Europäischen Erfinderpreis kommen einige der innovativsten Köpfe unseres Kontinents und darüber hinaus zusammen. Die vorgeschlagenen Entwicklungen, aber auch die Menschen dahinter faszinieren immer wieder aufs Neue.“ Bei dem Preis, der jährlich vom Europäischen Patentamt (EPA) vergeben wird, werden Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Forschung und Entwicklung in fünf Kategorien ausgezeichnet. In diesem Jahr waren 15 Erfinderinnen und Erfinder aus 13 Ländern nominiert.

Das Deutsche Patent- und Markenamt

Erfindergeist und Kreativität brauchen wirksamen Schutz. Das DPMA ist das deutsche Kompetenzzentrum für alle Schutzrechte des geistigen Eigentums – für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs. Als größtes nationales Patentamt in Europa und fünftgrößtes nationales Patentamt der Welt steht es für die Zukunft des Erfinderlandes Deutschland in einer globalisierten Wirtschaft. Seine mehr als 2 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten – München, Jena und Berlin – sind Dienstleister für Erfinder und Unternehmen. Sie setzen Innovationsstrategien des Bundes um und entwickeln die nationalen, europäischen und internationalen Schutzsysteme weiter.

Bild rechts: Dr. Volker Rüger / DPMA, Bild links: Frank Vinken / MPG

Stand: 13.06.2018 

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