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Deutschlands Stärken und Schwächen: WIPO-Chefökonom präsentiert Innovationstrends beim DPMAnutzerforum

Pressemitteilung vom 8. März 2018

Hochkarätiger Gast: WIPO-Chefökonom Dr. Carsten Fink

München. Globale Innovationstrends, Patente zum autonomen Fahren, die bevorstehende Markenrechtsreform mit Gewährleistungsmarke: Beim DPMAnutzerforum 2018 hat das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) wieder über die wichtigsten Entwicklungen zu Innovation und geistigem Eigentum informiert. "Wir wollen für unsere Kunden immer am Puls der Zeit sein", sagte DPMA-Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer. "Das große Interesse zeigt uns, dass wir mit der Themenauswahl richtig lagen." Das diesjährige Nutzerforum zog 150 Personen aus Patent- und Markenabteilungen, Kanzleien und Institutionen aus ganz Deutschland an.

Das Highlight dieses Jahr: Der Chefökonom der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), Dr. Carsten Fink, präsentierte den "Global Innovation Index", den die Organisation einmal im Jahr herausgibt. Demnach hat Deutschland sich im globalen Innovationswettbewerb leicht verbessert, in einigen Bereichen aber noch deutlichen Entwicklungsbedarf. Die Dichte neuer Unternehmen ist in anderen Industriestaaten höher, zudem ist es dort leichter, Unternehmen zu gründen. Auch die Zahl erwerbstätiger Frauen mit höheren Bildungsabschlüssen lässt laut dem Innovationsindex im internationalen Vergleich noch zu wünschen übrig. Stärken hat Deutschland in der für den Handel wichtigen Logistik, bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung und bei Patentanmeldungen. Insgesamt belegt unser Land im globalen Index den 9. Rang unter 127 untersuchten Volkswirtschaften.

Holen Autos ihre Eigentümer bald selbstständig vom Flughafen ab? Kann man sich als Fahrer künftig auf der Autobahn mit einem guten Buch entspannen? Im Fokus stand beim Nutzerforum 2018 neben den grundlegenden Innovationstrends auch die Zukunftstechnologie autonomes Fahren. DPMA-Vizepräsident Günther Schmitz wog Chancen und Risiken ab und skizzierte die rasante technische Entwicklung. Im vergangenen Jahr gingen beim DPMA 2 633 Patentanmeldungen zum autonomen Fahren ein – 14 Prozent mehr als 2016 und doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. DPMA-Vizepräsidentin Christine Moosbauer präsentierte einen Überblick über das Strategiekonzept des Amtes.

Ein wesentlicher Fokus der DPMA-Strategie liegt auf der Digitalisierung. Mit der flächendeckenden Einführung des neuen Digitalservice DPMAdirektPro, der die rechtssichere elektronische Zustellung von Dokumenten ermöglicht, ist das Amt dabei zuletzt entscheidend vorangekommen. Alles Wichtige zum neuen Angebot erfuhren die Kunden und Kundinnen in zwei Workshops. Zudem gab es beim Nutzerforum wieder neue Informationen aus den vier DPMA-Hauptabteilungen und einen Bericht zu aktuellen nationalen und europäischen Rechtsfragen aus dem Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Weitere Informationen und Unterlagen zu den Vorträgen finden Sie auf unserer Seite zum DPMAnutzerforum 2018.

Das Deutsche Patent- und Markenamt

Erfindergeist und Kreativität brauchen wirksamen Schutz. Das DPMA ist das deutsche Kompetenzzentrum für alle Schutzrechte des geistigen Eigentums – für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs. Als größtes nationales Patentamt in Europa und fünftgrößtes nationales Patentamt der Welt steht es für die Zukunft des Erfinderlandes Deutschland in einer globalisierten Wirtschaft. Seine rund 2600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten – München, Jena und Berlin – sind Dienstleister für Erfinder und Unternehmen. Sie setzen Innovationsstrategien des Bundes um und entwickeln die nationalen, europäischen und internationalen Schutzsysteme weiter.

Stand: 06.09.2018 

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