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Wo Deutschlands freie Erfinder sitzen

Deutsches Patent- und Markenamt legt anlässlich der iENA regionale Auswertung vor – Umfangreiches Informationsangebot auf der Messe – Deutsche Schutzrechte weiter gefragt

Pressemitteilung vom 12. Oktober 2018

München/Nürnberg. Bayern ist das Bundesland mit den aktivsten freien Erfindern. Mit 764 Patentanmeldungen aus dieser Gruppe im Jahr 2017 führt der Freistaat die Bundesländerstatistik des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) in dieser Kategorie an. Es folgen Nordrhein-Westfalen mit 609 und Baden-Württemberg mit 573 angemeldeten Erfindungen. Auch bezogen auf die Bevölkerungszahl liegt Bayern mit 5,9 Anmeldungen pro 100 000 Einwohner an der Spitze. Baden-Württemberg liegt hier auf Platz zwei (5,2 Anmeldungen), den dritten Rang belegt Berlin (4,1 Anmeldungen).

Die Aufteilung dieser unabhängigen Erfindungen auf einzelne Bundesländer hat das DPMA zum 70-jährigen Jubiläum der Fachmesse iENA ("Ideen-Erfindungen-Neuheiten", vom 1. bis 4. November 2018 in Nürnberg) erstmals ausgewertet (hier finden Sie die pdf-Datei Auswertung als pdf-Dokument). Sie ergibt sich aus den Patentanmeldungen, deren Unterlagen dieselbe Person als Anmelder und Erfinder ausweisen. 2017 traf das nach derzeitigem Stand bei 3 096 Anmeldungen zu. Das sind 7,1 Prozent der Anmeldungen aus dem Inland, bei denen der Erfinder benannt ist. Der größte Teil der übrigen Anmeldungen stammt von Unternehmen oder Forschungsinstituten. "Unsere Auswertung verschafft uns einen besseren Überblick darüber, wo Deutschlands freie Erfinder sitzen", sagte DPMA-Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer. "Die freien Erfinder arbeiten oft in der eigenen Werkstatt und ohne große Entwicklungsabteilung im Hintergrund. Was sie leisten, ist deshalb besonders bemerkenswert."

Informationsangebot auf der iENA vom 1. bis 4. November 2018

Auch das Angebot des DPMA auf der iENA richtet sich insbesondere an freie Erfinder sowie kleine und mittlere Unternehmen. Das DPMA informiert auch in diesem Jahr wieder intensiv über die gewerblichen Schutzrechte Patent, Gebrauchsmuster, Marke und Design. An den vier Messetagen stehen jeweils sechs Fachleute am Stand (Halle 3 C, Stand D 01) für die Besucherinnen und Besucher bereit. Am Samstag und Sonntag stehen zudem zwei Patentanwälte für eine Erfindererstberatung zur Verfügung. Termine dafür kann man am DPMA-Stand vereinbaren. Um den Service für Besucher noch umfassender zu gestalten, hat das Amt darüber hinaus auch dieses Jahr wieder Experten anderer nationaler und internationaler Organisationen eingeladen. "Freie Erfinder und kleine und mittlere Unternehmen liegen uns besonders am Herzen", betont Cornelia Rudloff-Schäffer. "Auch deshalb ist gerade die iENA für uns jedes Jahr ein ganz wichtiger Termin."

Patent- und Markenanmeldungen weiter auf hohem Niveau

Derweil sind Schutzrechte aus Deutschland auch weiter international gefragt. Für das laufende Jahr geht das DPMA in seiner Hochrechnung davon aus, dass die Anmeldezahlen für Patente und Marken auf dem hohen Niveau der Vorjahre liegen dürften. Die Zahl der Patentanmeldungen hatte in den vergangenen beiden Jahren bei knapp 68 000 gelegen – die höchsten Werte der Nachkriegszeit. Die Zahl der Markenanmeldungen betrug im vergangenen Jahr gut 72 000. Während die Inlandsnachfrage in den ersten sieben Monaten bei beiden Schutzrechten leicht rückläufig war, ist die Nachfrage aus dem Ausland abermals deutlich gestiegen. „Dass die Zahlen wieder auf einem so hohen Niveau liegen, sehen wir als Vertrauensbeweis. Die Qualität unserer Arbeit wird ganz offensichtlich gerade im Ausland sehr geschätzt.“

Das Deutsche Patent- und Markenamt

Erfindergeist und Kreativität brauchen wirksamen Schutz. Das DPMA ist das deutsche Kompetenzzentrum für alle Schutzrechte des geistigen Eigentums – für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs. Als größtes nationales Patentamt in Europa und fünftgrößtes nationales Patentamt der Welt steht es für die Zukunft des Erfinderlandes Deutschland in einer globalisierten Wirtschaft. Seine mehr als 2 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten – München, Jena und Berlin – sind Dienstleister für Erfinder und Unternehmen. Sie setzen Innovationsstrategien des Bundes um und entwickeln die nationalen, europäischen und internationalen Schutzsysteme weiter.

Stand: 30.11.2018 

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