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Mary Jackson

Mary Jackkson

Die erste schwarze Ingenieurin der NASA

Mary W. Jacksons (1921-2005) Weg zur Raumfahrt war verschlungen. Sie war in verschiedenen Feldern tätig - auch als Mathematiklehrerin - , bevor sie 1951 in der "West Area Computing Unit" des Langley Memorial Aeronautical Laboratory landete.

Dort war Dorothy Vaughan ihre Vorgesetzte. Beide wurden gemeinsam mit Katherine Johnson in jüngster Zeit einer breiteren Öffentlichkeit bekannt: Der Spielfilm „Hidden Figures“, basierend auf dem gleichnamigen Buch von Margot Lee Shetterly, setzte den schwarzen Mitarbeiterinnen im „West Area Computing Unit“ in Langley ein Denkmal.

Alle drei mussten bei ihrem Arbeitgeber, dem "National Advisory Committee for Aeronautics" (Vorläufer-Institution der NASA), getrennt von ihren weißen Kolleginnen arbeiten, eine separate Kantine benutzen und sehr weit entfernt gelegene Sanitärräume aufsuchen, da sie die Toiletten ihrer weißen Kolleginnen nicht benutzen durften.

Aufstieg gegen alle Widerstände

Fußabdruck auf dem Mond

Mary Jackson half dabei, diese Fußspur möglich zu machen

Wenn es für Frauen hier sehr schwer war, beruflich aufzusteigen, war es für schwarze Mitarbeiterinnen fast unmöglich. Einige schafften es trotzdem.

Nach zwei Jahren im Rechenzentrum bot ein Ingenieur Mary Jackson an, in seinem Windkanal-Projekt mitzuarbeiten. Er ermutigte sie zu Fortbildungen, um von der Rechnerin zur Ingenieurin aufzusteigen. Die Kurse fanden in der Hampton High School statt, wo ebenfalls Rassentrennung herrschte. Jackson brauchte eine Ausnahmegenehmigung der Stadt, um mit den Weißen das Klassenzimmer zu teilen.

Sie absolvierte die Kurse mit Bravour, bekam die Beförderung und wurde 1958 die erste schwarze Ingenieurin der NASA. In den nächsten zwei Jahrzehnten verfolgte sie eine erfolgreiche Ingenieurslaufbahn und war als Autorin an wichtigen Forschungsberichten beteiligt, die sich meistens mit Problemen der Luftströmung an Flugzeugen befassten.

In ihrer Heimatstadt Hampton engagierte sie sich auch stark für Jugendliche und half ihnen, einen eigenen Windkanal zum Experimentieren aufzubauen. "Wir müssen etwas tun, um sie für die Wissenschaft zu begeistern", sagte sie. "Manchmal wissen sie gar nicht, wie viele schwarze Wissenschaftler es gibt und erfahren nichts über Karrieremöglichkeiten, bis es zu spät ist."

Nach 34 Jahren am NASA Langley Research Center ging Mary Jackson 1985 in den Ruhestand. An die "Hidden Figures" Jackson, Dorothy Vaughan, Katherine Johnson und andere schwarze Wissenschaftlerinnen erinnert seit Juni 2019 ein Straßenname am NASA-Hauptquartier in Washington, DC.

Bilder: NASA

Stand: 27.02.2020 

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