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Motoren für München: BMW und Sixt

BMW - die Marke, die für "Freude am Fahren" steht

BMW-Logo

Erste Wort-Bildmarke der Bayerischen Motorenwerke AG (Registernummer: 221388, Anmeldetag: 05.10.1917)

Die Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft (BMW AG) ist die Muttergesellschaft der BMW Group, eines weltweit operierenden deutschen Automobil- und Motorradherstellers. Der bayerische Traditionsbetrieb präsentiert sich heute mit drei Premiummarken: BMW, MINI und Rolls Royce. Hervorgegangen ist das Unternehmen aus der 1913 durch Karl Rapp gegründeten Rapp Motorenwerke GmbH. 1917 gab sich die Rapp GmbH, anlässlich des Ausscheidens des Namensgebers, den Namen BMW GmbH und wurde 1918 zur AG umgebildet. Die noch heute weltweit bekannte Marke wurde am 10. Dezember 1917 beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin registriert (Anmeldetag: 05.10.1917).

Schriftzug "BMW"

Wort-Bildmarke der Bayerischen Motorenwerke AG (Registernummer:
410579, Anmeldetag: 23.02.1929, Marke
eingetragen)

Die wachsende Popularität von Flugzeugen zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkannte BMW und entwickelte bald Flugmotoren für das deutsche und österreichische Militär, darunter den neuen Höhen-Flugmotor BMW IIIa. Die Legende, wonach es sich bei dem BMW-Logo um einen drehenden Propeller vor blauem Himmel handelt, wurde vermutlich aus Marketinggründen Ende der 1920er verbreitet. Tatsächlich beziehen sich die Farben Blau und Weiß seit jeher auf die Bayerischen Landesfarben.

Nach dem Ersten Weltkrieg galt für Deutschland ein fünfjähriges Herstellungsverbot auf Flugmotoren. Daher verlegte sich BMW zunächst auf die Fertigung und Reparatur von Eisenbahnbremsen. Das Herz von BMW schlug jedoch für Motoren und so präsentierte die Firma im Jahre 1923 ihr erstes Motorrad, die BMW R 32, und nur zwei Jahre später bereits das Nachfolgemodell R 42.

BMW-Logo

Eingetragene Wort-Bildmarke 924748 im Design der 70er Jahre

Die Motorräder blieben in den 1920er und 1930er Jahren als technisch und qualitativ hochwertige Modelle ein Aushängeschild für das Unternehmen. Auch heute verfolgt BMW Motorrad eine Premiummarken-Strategie: führende Produkte in den Bereichen Technologie, Umweltschutz und Sicherheit.

Ab 1965 konzentrierte sich BMW voll auf die Produktion von Automobilen und Motorrädern. Der seit 1975 verwendete Slogan "Freude am Fahren" (Wortmarke DE 30094731) vermittelt was die Marke BMW verkörpert: sportliches und dynamisches Fahren, das mit einem hohen Anspruch an Innovation und Design einhergeht.

Die verbesserte wirtschaftliche Situation des Unternehmens Anfang der 1970er fand ihren Ausdruck in der Eröffnung der neuen Konzernzentrale und des BMW-Museums 1973, in direkter Nachbarschaft zum Olympiagelände. Das vom Wiener Architekten Karl Schwanzer (1918–1975) geplante Ensemble aus BMW-Museum und BMW-Hochhaus prägt seit seiner Errichtung das BMW-Quartier im Münchner Norden und ist zu einem Wahrzeichen für das Unternehmen und die Stadt München geworden ist.
Die BMW Group gehört mit 97,5 Milliarden Euro Umsatz und rund 135 000 Beschäftigten zu den größten Wirtschaftsunternehmen Deutschlands und zählt mit einer Jahresproduktion von 2,54 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2018 zu den 15 größten Autoherstellern der Welt.

Sixt - Nummer eins der Autovermietungen in Deutschland

Sixt-Logo

Älteste noch lebende Marke der Sixt SE (Registernummer 1104213, Anmeldetag: 16.07.1986, Marke eingetragen)

Die Sixt SE ist eine europäische Aktiengesellschaft mit Sitz in Pullach im Isartal bei München und Muttergesellschaft des Sixt-Konzerns. Das Unternehmen ist international in den Geschäftsbereichen
Autovermietung, Carsharing und Fahrdienstvermittlung tätig. Die SIXT Leasing SE arbeitet international in den Geschäftsbereichen Flottenmanagement und -leasing für Privat- und Geschäftskunden.

Im Jahr 1912 gründete Martin Sixt mit einigen wenigen Fahrzeugen die Sixt Autofahrten und Selbstfahrer, nach eigenen Angaben die erste Autovermietung Deutschlands. Speziell der englische Adel und wohlhabende Amerikaner konnten Luxusfahrzeuge für Tagesreisen oder Sonderfahrten mieten. 1927 übernahm der Neffe von Martin Sixt, Hans Sixt, das Unternehmen. Während des Ersten und auch Zweiten Weltkrieges wurde die Fahrzeugflotte und die Fahrer konfisziert und dem Militär unterstellt. Einzig ein siebensitziger Mercedes 230 Landaulet überstand den Krieg versteckt in einer oberbayerischen Scheune. 1946 startet Sixt wieder die Geschäftstätigkeit und eröffnet in München ein Taxigeschäft mit den ersten Funktaxis.

Sixt-Logo

Das aktuelle Logo der Sixt SE wurde am 24.09.1999 als Unionsmarke (Registernummer: 001321884) angemeldet und am 05.10.2000 eingetragen

Die Gründung von Auto Sixt im Jahre 1951 erlebte Martin Sixt nicht mehr, er verstarb 1945. In den 1960er und 1970er Jahren eröffnete das Unternehmen an allen bedeutenden Flughäfen Deutschlands Filialen. In dritter Generation trat 1969 Erich Sixt in das Unternehmen ein und nahm LKWs in die Flotte auf. 1976 erschloss Regine Sixt das Geschäft mit großen Airlines und Hotel und 1986 wurde das Unternehmen in eine deutsche Aktiengesellschaft umgewandelt.

In den 1990er Jahren wurde Sixt zur Nummer eins der Autovermietungen in Deutschland. Strategische Kooperationen mit Airlines und Hotels unterstützen hierbei den nationalen und internationalen Erfolg. Bereits 1998 hatte Sixt mit seinen Franchisepartnern über 1 000 Stationen in Europa. Eine internationale Vergrößerung sollte in den nächsten Jahren folgen.

2013 wurde die Sixt AG in die Rechtsform einer europäischen Gesellschaft umgewandelt. Die Familie Sixt kontrolliert auch heute noch, inzwischen in vierter Generation, alle Sixt-Unternehmen wirtschaftlich.

Bilder: DPMA aus DPMAregister

Stand: 02.12.2019