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Massive Investitionen in Forschung, Software und geistiges Eigentum

Futuristische Weltkugel über einer Hand schwebend

Studie der Weltorganisation für geistiges Eigentum: Öffentliche und private Ausgaben für immaterielle Vermögenswerte nehmen auch in Deutschland immer stärker zu – DPMA-Präsidentin: Know-how und geistiges Eigentum entscheidend für Wohlstand – Gutes Zeichen, dass wir zu führenden Nationen gehören

Pressemitteilung vom 8. Juli 2026

Genf/München. Investitionen in immaterielle Vermögenswerte wie Forschung und Entwicklung, Software und Schutzrechte des geistigen Eigentums haben für die deutsche Volkswirtschaft eine immer wichtigere Bedeutung. Laut einer aktuellen Studie der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) betrug der Anteil solcher Investitionen am Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im vergangenen Jahr 11,7 Prozent und übersteigt damit immer deutlicher den Anteil, der auf klassische Investitionen in materielles Vermögen wie Gebäude, Maschinen und physische Infrastruktur entfällt (2025: 10,4 Prozent). Im internationalen Vergleich gehört Deutschland in dieser Hinsicht zu den führenden Volkswirtschaften: Private und öffentliche Akteure investierten 2025 hierzulande insgesamt 727,9 Milliarden US-Dollar (rund 640 Milliarden Euro) in immaterielle Vermögenswerte. Unter den in der Studie betrachteten Volkswirtschaften war diese Summe nur in den Vereinigten Staaten und in Japan höher. China ist mangels verfügbarer Daten nicht in der Auswertung vertreten.

„Die Studie zeigt eindrucksvoll, welche immense Bedeutung immaterielle Vermögenswerte in den erfolgreichsten Volkswirtschaften haben“, kommentiert die Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts, Eva Schewior, die aktuellen Zahlen der internationalen Partnerorganisation. „Know-how und Schutzrechte des geistigen Eigentums sind immer entscheidendere Faktoren für die internationale Wettbewerbsfähigkeit und die globale Entwicklung des Wohlstands. Dass Deutschland bei den Investitionen in immaterielles Vermögen zu den führenden Nationen gehört, ist ein gutes Zeichen. Investitionen in materielle Vermögenswerte haben aber weiter eine zentrale Bedeutung.“

Unter dem Titel externer Link "World Intangible Investment Highlights 2026 – Better Data for Better Business and Policy“ untersuchte die WIPO mit der italienischen Luiss Business School 29 Volkswirtschaften mit gehobenen oder mittleren Einkommen, die zusammen mehr als die Hälfte des weltweiten Bruttosozialprodukts auf sich vereinen. Nach den Daten sind die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte seit 2008 mehr als dreimal so schnell gewachsen wie Investitionen in materielle Vermögenswerte. Im vergangenen Jahr erreichten sie global ein Volumen von mehr als 10 Billionen US-Dollar (rund 8,8 Billionen Euro). Die Zahlen deuten laut der Studie auf einen nachhaltigen strukturellen Wandel in der Zusammensetzung der Investitionen hin: Immaterielle Vermögenswerte spielten gegenüber materiellen eine zunehmend bedeutende Rolle für die Wertschöpfung. Das geringe Wachstum bei Investitionen in materielles Vermögen werde derzeit einzig von Investitionen in KI-bezogene physische Infrastruktur befeuert – insbesondere für Rechenzentren, Halbleiter und die erforderlichen Energiesysteme.

In Deutschland stiegen die immateriellen Investitionen laut der Studie seit 2015 durchschnittlich real um 4 Prozent pro Jahr, die materiellen Investitionen lediglich um 0,1 Prozent. Das stärkste Wachstum verzeichnet das Land (unter sieben betrachteten Kategorien) bei Ausgaben für Designs, gefolgt von Marken und Investitionen in Software und Datenbanken. Absolut gesehen investiert Deutschland besonders stark in Forschung und Entwicklung. Mit einem Anteil von 30,8 Prozent der nationalen Gesamtinvestitionen liegt das Land in dieser Kategorie deutlich über dem internationalen Durchschnitt (20,6 Prozent). Unterdurchschnittlich fielen mit 8,2 Prozent am Gesamtanteil dagegen die deutschen Investitionen in Software und Datenbanken aus (International: 17,6 Prozent).

Das Deutsche Patent- und Markenamt

Erfindergeist und Kreativität brauchen wirksamen Schutz. Das DPMA ist das deutsche Kompetenzzentrum für alle Schutzrechte des geistigen Eigentums - für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs. Als größtes nationales Patentamt in Europa und sechstgrößtes nationales Patentamt der Welt steht es für die Zukunft des Erfinderlandes Deutschland in einer globalisierten Wirtschaft. Seine rund 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten - München, Jena und Berlin - sind Dienstleister für Erfinder und Unternehmen. Sie setzen Innovationsstrategien des Bundes um und entwickeln die nationalen, europäischen und internationalen Schutzsysteme weiter.

Bild: iStock.com/metamorworks

Stand: 08.07.2026