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Welttag des geistigen Eigentums: Fairplay statt Fakes

viele Fußballtrikots am Himmel auf mehreren Leinen

DPMA-Präsidentin Eva Schewior ruft Verbraucherinnen und Verbraucher zum Welttag des geistigen Eigentums zu Vorsicht bei Einkäufen auf – Neue Informationsseiten des DPMA zu Produkt- und Markenfälschungen auf dpma.de – Welttags-Motto „Geistiges Eigentum und Sport“: DPMA-Informationsstand im Münchner Werksviertel, weitere Veranstaltungen in ganz Deutschland – Schutz geistigen Eigentums fördert Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen, stärkt Wettbewerbsfähigkeit und unterstützt Wohlstand

Pressemitteilung vom 22. April 2026

München. Das nächste Vereinstrikot für die große Sammlung, endlich ein Shirt vom Lieblingsfußballer für die Autogrammstunde, Torwarttraining ab sofort nur noch im Dress des internationalen Idols: Sporttrikots sind beliebt, ein Milliardengeschäft – und auch ein Spielfeld für Produkt- und Markenfälscher. Wer Fakes von Vereinstrikots kauft, den vermeintlichen Schnäppchenpreisen für gefälschte Markensportschuhe erliegt oder Sportveranstaltungen illegal streamt, beteiligt sich an einem Foulspiel mit gravierenden Folgen. An diesem Sonntag (26. April) findet der Welttag des geistigen Eigentums statt. Die Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts, Eva Schewior, ruft anlässlich dessen zum Fairplay auf.

„Wer Fälschungen von Trikots oder anderen Sportartikeln kauft, schadet damit dem Lieblingsteam, unterstützt sogar organisierte Kriminalität und gefährdet unter Umständen die eigene Gesundheit“, sagt Eva Schewior. „Produktpiraterie verursacht in Deutschland jährlich Schäden in Milliardenhöhe und schwächt so nicht nur viele innovative Unternehmen, sondern kostet auch tausende Arbeitsplätze und schmälert den Wohlstand für uns alle.“

Um für die Bedeutung von geistigem Eigentum zu sensibilisieren und zu allen Fragen rund um Produkt- und Markenpiraterie umfassend aufzuklären und zu informieren, hat das Deutsche Patent- und Markenamt anlässlich des Welttags Sonderseiten zu den Themen veröffentlicht. Auffallend intensiver Textilglanz beim Trikot des Lieblingsfußballvereins, ein unglaublich günstiges Blitzangebot, ein überall ausverkaufter Sneaker ist plötzlich zu haben: Auf den Sonderseiten zeigt das DPMA, wie sich Fälschungen erkennen lassen. Um das Phänomen Fake-Fluencer – also Influencer, die gefälschte Waren bewerben – geht es ebenso wie um die vielfältigen Folgen von Produkt- und Markenpiraterie. Handel mit illegalen Produkten ist ein Milliardengeschäft.

Eine externer Link aktuelle Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen der organisierten Produktion von Fakes und der Ausbeutung von Arbeitskräften gibt – bis hin zu Kinderarbeit.

Parasport: Geistiges Eigentum in Aktion

Ein Kampagnenmotiv der WIPO zum diesjährigen Welttag des geistigen Eigentums.

„IP and sports“: Unter diesem Motto weisen die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) und Patent- und Markenämter weltweit auf die Bedeutung von Schutzrechten hin.
Dass und wie Sport zum Startblock für Innovationen wird, zeigt ein Beitrag auf unseren Internetseiten. Technische Entwicklungen spielen eine besonders große Rolle beim (Para-) Sport. Menschen, die durch Unfälle, Krankheiten oder körperliche Einschränkungen beeinträchtigt sind, helfen technische Erfindungen wie Prothesen, Rollstühle oder Signalgeber dabei, Leistungssport auf Spitzenniveau zu betreiben. Noch vor wenigen Jahrzehnten trugen Paralympioniken bei Wettkämpfen ihre Alltagsprothesen. Erst seit den 1980er Jahren gibt es spezielle Sportprothesen, deren Entwicklung seither stetig vorangetrieben wird. High-Tech-Sportprothesen, Rollstühle, Exo-Gelenke, Trainingsgeräte oder Orthesen – in unserem Beitrag finden Sie exemplarische Beispiele.

Innovationstrend: Viele Erfindungen für Geräte zum Krafttraining

Das Neu- und Weiterentwickeln von Sport- und Trainingsgeräten ist auch allgemein ein wichtiges und konstantes Tätigkeitsfeld für Erfinderinnen und Erfinder. In den beiden einschlägigsten Patentklassen (A63B und A63C) gingen im vergangenen Jahr 479 Erfindungen beim DPMA ein. Das sind fast exakt so viele wie vor zehn Jahren (480). Knapp ein Fünftel davon stammt von deutschen Anmelderinnen und Anmeldern. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf Geräten zum Krafttraining, wie sie in Fitnessstudios verwendet werden. Der entsprechenden Hauptgruppe (A63B/21) wurden 93 Erfindungen zugeordnet – ungefähr eine Verdoppelung innerhalb der vergangenen 20 Jahre.

Das DPMA im Münchner Werksviertel: Basketball, Jazz und geistiges Eigentum

Am Ball bleiben für den Schutz geistigen Eigentums: Das Deutsche Patent- und Markenamt informiert am Donnerstag, 23. April, von 11 bis 15 Uhr am Knödelplatz im Münchner Werksviertel unter anderem über den Nutzen von Patenten, Marken, Gebrauchsmustern und Designs und zum Urheberrecht. „Der Schutz geistigen Eigentums ist ein wichtiges strategisches Instrument für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes: Er fördert Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und unterstützt Wachstum und Wohlstand“, betont DPMA-Präsidentin Eva Schewior.
Musik macht am Stand die DPMA Jazz Combo. Und alle Passantinnen und Passanten haben die Möglichkeit, im Rhythmus der Musik auch ihr Glück beim Körbewerfen im Basketball zu versuchen. Am Rande des Münchner Werksviertels befindet sich auch das neue Dienstgebäude des Deutschen Patent- und Markenamts, in dem sich die Patentprüferinnen und Patentprüfer auch mit den neuesten technischen Erfindungen zum Profi- und Breitensport auseinandersetzen.

Eine Übersicht der Aktivitäten von Patentinformationszentren und weiteren Kooperationspartnern anlässlich des Welttags des geistigen Eigentums finden Sie hier.

Das Deutsche Patent- und Markenamt

Erfindergeist und Kreativität brauchen wirksamen Schutz. Das DPMA ist das deutsche Kompetenzzentrum für alle Schutzrechte des geistigen Eigentums - für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs. Als größtes nationales Patentamt in Europa und sechstgrößtes nationales Patentamt der Welt steht es für die Zukunft des Erfinderlandes Deutschland in einer globalisierten Wirtschaft. Seine rund 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten - München, Jena und Berlin - sind Dienstleister für Erfinder und Unternehmen. Sie setzen Innovationsstrategien des Bundes um und entwickeln die nationalen, europäischen und internationalen Schutzsysteme weiter.

Bilder: gettyimages/Edwin Leung, WIPO

Stand: 22.04.2026