Inhalt
Für besseren Transfer: Deutsches Patent- und Markenamt und Technische Hochschule Ingolstadt kooperieren

Gemeinsam für geistiges Eigentum: Eva Schewior (3.v.r), Walter Schober (3.v.l.) und weitere Vertreterinnen und Vertreter von DPMA und THI
Forschungsergebnisse und Innovationen mit Hilfe von Patenten schneller wirtschaftlich wirksam machen – DPMA-Präsidentin: TH Ingolstadt mit Masterstudiengang Patentingenieurwesen als idealer Partner
Pressemitteilung vom 02. Juli 2026
München. Technologiebasierte Forschung und Entwicklung rascher in marktfähige Produkte und Geschäftsmodelle übersetzen; Durchbrüche in Bereichen wie Quantencomputing oder Künstlicher Intelligenz mit Patenten absichern und so zu Souveränität, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand Deutschlands beitragen: Eine neue Kooperationsvereinbarung des Deutschen Patent- und Markenamts und der Technischen Hochschule Ingolstadt (Metropolregion München) unterstreicht die strategische Relevanz geistiger Eigentumsrechte – und bringt diese näher zu den Unternehmen. Mit dem Masterstudiengang Patentingenieurwesen verfügt Ingolstadt über ein Alleinstellungsmerkmal im ganzen süddeutschen Raum.
„Um Forschung und Entwicklung wirtschaftlich wirksam zu machen, sind Schutzrechte des geistigen Eigentums ein unverzichtbares Instrument. Sie machen aus Forschungsergebnissen in Zukunftstechnologien Wirtschaftsgüter, die national und international handelbar sind“, sagt DPMA-Präsidentin Eva Schewior. „Das Masterstudium Patentingenieurwesen in Ingolstadt ist deutschlandweit bekannt und renommiert. Die Technische Hochschule Ingolstadt ist deshalb ein idealer Partner, um die strategische Relevanz von geistigen Eigentumsrechten noch stärker in den Unternehmen zu verankern.“
Professor Walter Schober, Präsident der Technischen Hochschule Ingolstadt, sagt: „Patente und geistiges Eigentum spielen eine wichtige Rolle, wenn Innovationen ihren Weg in die Praxis finden sollen. Die Zusammenarbeit mit dem DPMA bietet uns die Möglichkeit, Wissen in diesem Bereich noch stärker in Lehre, Weiterbildung und Transfer zu verankern.“

DPMA-Präsidentin Schewior und Professor Dr. Walter Schober unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung
Die Kooperation der Technischen Hochschule Ingolstadt und des Deutschen Patent- und Markenamts umfasst ein breites Spektrum an Themen. Expertinnen und Experten des DPMA wirken bei Veranstaltungen im Studiengang Patentingenieurwesen mit sowie beim Ingolstädter Patenttag, der in Fachkreisen bundesweit einschlägig bekannt ist. Referentinnen und Referenten des DPMA tragen zudem zu weiteren Fach- und Infoveranstaltungen an der Hochschule bei. Die TH Ingolstadt erhält erweiterte Recherchemöglichkeiten in der Datenbank DEPATIS, die umfangreiche Patentdokumente zur Verfügung stellt. Im Rahmen der Kooperation ist zudem geplant, dass die Hochschule das DPMA beim Vermitteln technischer Fachkenntnisse für die Weiterbildung seiner Beschäftigten unterstützt. Darüber hinaus bietet die TH Ingolstadt den Patentprüferinnen und Patentprüfern technisch-wissenschaftliche Fortbildungsmöglichkeiten durch den Besuch von ausgewählten Vorlesungen und Veranstaltungen. Die beiden Kooperationspartner entwickeln, identifizieren und nutzen gemeinsam weitere Plattformen, um Fachkreise und die breite Öffentlichkeit zu Themen der geistigen Eigentumsrechte zu informieren.
Entscheidend: Patentschutz für technologiebasierte Innovationen
Die Ergebnisse hochkarätiger Forschung rascher in Produkte und Dienstleistungen transferieren! Mehr Ausgründungen aus Hochschulen auf Basis geschützter Innovationen forcieren! Dies wird Deutschland immer wieder ins Pflichtenheft geschrieben, etwa von der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) oder durch Studien der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO). Wichtiger Schritt beim Transfer ist der Patentschutz für Innovationen. Mit der Hightech-Agenda der Bundesregierung, die der Förderung ausgewählter Schlüsseltechnologien dient, hat dies noch einmal mehr Relevanz bekommen. Technologiebasierte Innovationen rascher wirtschaftlich wirksam machen – darauf zielt die Kooperation des DPMA und der Technischen Hochschule Ingolstadt ab.
Patentingenieurinnen und Patentingenieure wirken an wichtigen Schnittstellen
Die Technische Hochschule Ingolstadt ist Teil der Metropolregion München – und neben Berlin einer von zwei Orten im Bundesgebiet, an denen man Patentingenieurwesen im Master studieren kann. Die Absolventinnen und Absolventen arbeiten beispielsweise in Unternehmen, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen eng mit Entwicklern, Erfindern und Entscheidern zusammen. Die Patentingenieurinnen und Patentingenieure wirken also an den wichtigen Schnittstellen zwischen Technik, dem Management geistigen Eigentums und Strategie. Ein neuralgischer Bereich, um Innovationen mit Hilfe von Patenten oder Gebrauchsmustern wirtschaftlich nutzbar zu machen – und zum Prosperieren der Volkswirtschaft beizutragen.
Patentingenieurinnen und Patentingenieure fördern und identifizieren in ihren Unternehmen und Organisationen Erfindungen, beraten zu Schutzrechten des geistigen Eigentums und zum wirtschaftlichen Potenzial von Innovationen. Sie kümmern sich um IP-Recherchen und einzelne Patentanmeldungen ebenso wie um eine Gesamtstrategie zu geistigen Eigentumsrechten.
Gemeinsam Gründer und Start-Ups für geistige Eigentumsrechte begeistern
Zielgruppe des Angebots der Technischen Hochschule zum geistigen Eigentum sind neben Studierenden, Doktoranden und Mitarbeitenden insbesondere auch Gründerinnen und Gründer, Start-ups und generell kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU). Mit der Zielsetzung, diese für den erforderlichen Schutz von Zukunftstechnologien zu sensibilisieren und zu qualifizieren.
Beispiel Quantentechnologie: Besondere Innovationskraft von kleinen und mittelgroßen Unternehmen
Aus Studien ist bekannt, dass europaweit nicht einmal zehn Prozent der kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) Schutzrechte des geistigen Eigentums nutzen. Dabei beschäftigen KMU rund 100 Millionen Menschen in Europa und erwirtschaften über die Hälfte des europäischen Bruttoinlandsprodukts. Statistische Auswertungen des Deutschen Patent- und Markenamts zeigten, dass sich beispielsweise mit Innovationen im Bereich der Quantentechnologie in Deutschland besonders häufig kleine und mittelgroße Unternehmen befassen.
Das Deutsche Patent- und Markenamt
Erfindergeist und Kreativität brauchen wirksamen Schutz. Das DPMA ist das deutsche Kompetenzzentrum für alle Schutzrechte des geistigen Eigentums - für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs. Als größtes nationales Patentamt in Europa und sechstgrößtes nationales Patentamt der Welt steht es für die Zukunft des Erfinderlandes Deutschland in einer globalisierten Wirtschaft. Seine rund 2.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten - München, Jena und Berlin - sind Dienstleister für Erfinder und Unternehmen. Sie setzen Innovationsstrategien des Bundes um und entwickeln die nationalen, europäischen und internationalen Schutzsysteme weiter.
Bilder: DPMA
Stand: 02.07.2026

Wir schützen nicht nur Innovationen.
Soziale Medien