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Das DPMA

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30 Jahre nach der Wiedervereinigung

Herz-Logo in Schwarz-Rot-Gold mit Spruch: Deutschland ist eins: vieles

Das Deutsche Patent- und Markenamt in München, Jena und Berlin

In diesem Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum: 30 Jahre Deutsche Einheit. Die Wiedervereinigung der zwei deutschen Staaten ist jetzt eine ganze Generation her und vielen trotzdem noch sehr präsent. Auch die beiden Patentämter in Ost und West wurden am 3. Oktober 1990 "wiedervereinigt". Zusätzlich zu den DPMA-Standorten in München und Berlin wurde am 1. September 1998 die Dienststelle Jena in Thüringen eröffnet. Im dritten und letzten Teil unserer Serie zu "30 Jahren Deutsche Einheit" berichten erfahrene und auch jüngere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DPMA über ihre ganz persönlichen Erfahrungen, die sie mit dem Wechsel von "Ost nach West" oder auch von "West nach Ost" gemacht haben.

Regina Chmiel: "In Jene lebt sichs bene"

Die Münchnerin Regina Chmiel ist ehemalige Markenprüferin und Spezialistin für die internationale Registrierung von Marken. Als für den Aufbau der neuen DPMA-Dienststelle Leute gesucht wurden, zögerte sie nicht lange und ging nach Jena. Eine Erfahrung, die ihr Leben bereichert hat und die sie niemals missen möchte, wie sie heute sagt: "Im Juli 1991 war ich von der Bundeswehrverwaltung zum DPMA (damals noch DPA) versetzt worden und kam in die Markenabteilung. Hier arbeitete ich im Bereich für nationale Markenverfahren und ab 1997 im Bereich 'Internationale Verfahren (IR-Bereich Ausland-Inland)'.

Porträtfoto

Regina Chmiel

Meine Familie hatte keine Verwandtschaft in Ostdeutschland und deshalb waren mir dieses Land und auch dessen Bewohner völlig fremd. Kontakte zu ostdeutschen Kollegen*innen hatte ich erstmals, als einige aus Berlin zu uns nach München kamen, um sich mit 'unserem' Markenverfahren vertraut zu machen. Bei diesen Besuchen haben wir Kenntnisse und Erfahrungen ausgetauscht. Aber wir haben auch viel gelacht, weil es trotz der gemeinsamen Sprache auch manches Missverständnis gab. So erinnere ich mich an eine Kollegin, die erzählte, auf welchen Strecken sie schon gearbeitet hatte und ich zunächst dachte, sie wäre früher bei der Bahn gewesen! Natürlich meinte sie die Arbeitsbereiche, in denen sie schon tätig war. Gut in Erinnerung blieb mir eine Dienstreise nach Berlin zur Aufarbeitung von Altfällen aus dem dortigen IR-Bereich. Ich erfuhr dort eine 'Rundum-Betreuung' inklusive Besuch eines Kabaretts!

Für die neue Dienststelle in Jena, die im September 1998 eröffnet werden sollte, wurden Mitarbeiter*innen gesucht. Da ich offen für Neues bin, haben meine Tochter und ich ganz spontan ein langes Wochenende Anfang Juni in Jena verbracht. Wir erlebten eine Stadt, die immer noch in Aufbruchsstimmung war, mit vielen jungen Leuten (Jena ist Universitätsstadt), urigen Kneipen, kulturellen Angeboten und vor allem mit Leuten, die uns willkommen hießen - kurz ein Ort, in dem man sich wohlfühlen konnte.

Nach meiner Bewerbung für Jena erhielt ich die Zusage. Der 1. September, der Tag der Eröffnung der neuen Dienststelle in Jena, war zugleich Anreisetag für meine Tochter (15) und mich. Am 2. September suchten wir die passende Schule im neuen Bundesland aus, denn am 3. September war Schulstart in Thüringen! Dank der angebotenen unbürokratischen Hilfe, insbesondere von ehemaligen Mitarbeiter*innen aus Berlin, die nach Jena gewechselt hatten, verlief unser Start ohne Probleme.

DPMA-Gebäude in Jena

Dienstgebäude Jena

In kurzer Zeit habe ich mich in Jena eingelebt und mitgeholfen, die neuen Kollegen*innen in das Markenrecht einzuarbeiten. Dabei empfand ich als angenehm, dass organisatorische Strukturen in der neuen Dienststelle deutlich erkennbar waren, aber hierarchisches Gebahren eher unbekannt war.

Die Belegschaft der Dienststelle Jena war zu Beginn eine bunt zusammen gewürfelte Truppe, überwiegend rekrutiert aus Bewohnern der neuen Bundesländer (vorwiegend aus Thüringern) und Ostberlinern aus dem ehemaligen AfEP, dazu einige Westberliner und eine Handvoll 'Exoten' aus dem Rest der Republik. Die neu eingestellten Mitarbeiter*innen waren darüber glücklich, einen Arbeitsplatz gefunden zu haben - viele hatten sogar dafür ihre Ansprüche herunter gefahren und arbeiteten unter ihren Möglichkeiten und Qualifikationen. Schließlich waren nach der Wende viele Stellen weggefallen durch das 'Gesund-Schrumpfen' vieler Betriebe, so auch der Zeiss-Werke in Jena. Flexibilität war gefragt in dieser Zeit und der Mut für einen Neuanfang - oftmals weit weg von der gewohnten Komfortzone. Eine gewisse Konkurrenz zu den Münchener Markenabteilungen war natürlich spürbar, denn man wollte sich gut präsentieren hier in Jena - und das ist uns mit Sicherheit gelungen, denn die Zahlen sprachen für sich.

Natürlich wurde ich danach gefragt, wie ich 'im Westen' gelebt hatte, was ich für Reisen ins Ausland gemacht hatte, Fragen nach Kindererziehung, Fragen nach dem Leben im Allgemeinen. Ich erlebte, dass die Frau in Ostdeutschland innerhalb der Gesellschaft eine andere Stellung innehatte und ein anderes Selbstverständnis - das waren sehr positive Erfahrungen für mich, die ich bis dato in dieser Form nicht kannte. Auch das Schulsystem konnte man nur loben, denn so gut motivierte Lehrer musste man in München/Bayern oftmals suchen. Auch die sprachlichen Begriffe sind mir nunmehr vertraut - zum Beispiel ist für mich der Begriff 'Broiler' keine falsch geschriebene Bezeichnung für ein Warmwasserzubereitungsgerät!

Die Zeit in Jena möchte ich keinesfalls missen. Die Kontakte dorthin pflege ich bis heute. Gerne erinnere ich mich auch an einen Kollegen, der mir ein großes Kompliment gemacht hat mit den Worten: 'Also eines muss ich Ihnen schon mal sagen - Ihnen sieht man den Wessi überhaupt nicht an!' Wenn ich ein Resümee ziehen soll für meine Zeit in Jena, dann schließe ich mich einem Zitat von Goethe an, welches lautet: 'In Jene lebt sichs bene.'

DPMA-Gebäude in Jena

Dienstgebäude in München-Fasangarten

Als 2007 der IR-Bereich in München zentralisiert wurde, bin ich aus dienstlichen Gründen wieder zurückgegangen, aber nicht nur - das wäre gelogen. Ich habe und hatte dort immer einen Teil meiner Familie. Auch meine Tochter war nach dem Abitur 2002 von Jena nach Bayern zurückgegangen, weil sie ihre berufliche Zukunft dort sah und auch weil sie dort ihr privates Glück gefunden hatte.

Von Januar 2008 bis zu meinem (Un-)Ruhestand ab April 2016 war ich dann tätig im 'IR-Bereich Ausland-Inland' in der Dienststelle im Fasangarten. Nach einer Abwesenheit von fast 10 Jahren bedeutete dies ein erneutes Kennenlernen von neuen aber auch ehemaligen Kollegen*innen - denn jede Zeit bringt Veränderungen mit sich. Manchmal habe ich mich dann sogar in München als Exote gefühlt - also 'dahoam'."

Maximilian Schütze: Mit dem DPMA von Bayern nach Berlin-Brandenburg

Maximilian Schütze kommt ursprünglich aus Bayern, hat vor rund zehn Jahren seine Ausbildung im DPMA absolviert und schätzt es sehr, dass er innerhalb des DPMA an die Dienststelle in Berlin und damit in eine aufregende, facettenreiche, tolerante und lebhafte Metropole wechseln konnte: "Seit Oktober 2016 arbeite ich im Kundenserviceteam des DPMA in Berlin. Von 2011 bis 2014 habe ich die Ausbildung als Kaufmann für Bürokommunikation in München absolviert. Danach war ich bis Oktober 2016 in der Neuanmeldungsbearbeitung in der Markenabteilung in der Cincinnatistraße in München tätig.

Maximilian Schütze

Im August 2016 habe ich im Urlaub die Zusage für die Stelle im Kundenserviceteam in Berlin bekommen. Ab Mitte August fing ich damit an, verschiedene Wohnungen zu besichtigen. Mein Alltag bestand somit daraus, von Montag bis Freitag in München zu arbeiten und von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag in Berlin Wohnungen besichtigen (Wohnungsnot). Als ich Ende September 2016 die Zusage für die Wohnung bekommen hatte, war meine Freude natürlich sehr groß. Leider stellte sich kurz nach Einzug heraus, dass die Wohnung versteckten Schimmel hatte. Aber durch den Tipp einer Arbeitskollegin kam ich zum Mieterschutzbund und konnte hiermit das Problem lösen. Die darauffolgende Wohnung in Friedrichshain war wunderbar und seit April 2020 wohne ich mit meiner Verlobten in Eichwalde/Brandenburg.

Warum Berlin? Berlin ist ganz anders als alle anderen deutsche Städte. Aufregend, facettenreich, tolerant und lebhaft. Berlin schläft nie und hat irgendwie alles zu bieten. Selbst nach zig Jahren wird es immer wieder etwas Neues zu entdecken geben. Hinzu kommen die unzähligen Freizeitangebote, das große Angebot für Kunst- und Kulturliebhaber. So riesig die Stadt auch sein mag, wirkt sie trotzdem provinziell mit all ihren Stadtteilen. Man spürt nur selten, dass hier knapp 3,8 Millionen Menschen leben. Berlin hat sehr viele Seen und Wälder, sodass man sich ganz einfach in die Natur verziehen kann und den Trubel der Großstadt hinter sich lassen kann."

Sandra Chaouki: ins kalte Wasser geworfen werden und sich freischwimmen

Die gebürtige Berlinerin hat sich - nachdem sie zwei Jahre ausbildungssuchend war - im Jahr 2004 beim DPMA beworben und bekam prompt eine Einladung nach München und erhielt dort einen Ausbildungplatz. Damit hätte sie nie gerechnet. So zog sie innerhalb von drei Wochen im Herbst 2004 von Berlin nach München. Ein Schritt, der ihr nicht leichtfiel, den sie letztlich aber keinesfalls bereut: "Eine bezahlbare Wohnung in München zu finden war das größte Problem. Doch beim Einstellungsgespräch hatte ich eine zukünftige Kollegin kennengelernt. Mit ihr zusammen bekam ich einen Wohnheimplatz in einem Mädchenwohnheim für Pflegedienstauszubildende, ohne diesen jemals vorhergesehen zu haben. So ging am 30. September 2004 meine Reise nach München los und ich trat meine Ausbildung als Fachangestellte für Bürokommunikation an, die ich im Jahr 2007 erfolgreich abschloss. Danach wurde ich zunächst befristet für ein Jahr in der Patentregistratur übernommen. Nach einem halben Jahr erhielt ein Großteil der Azubis die feste Übernahme in der Registratur, bis dann der Testbetrieb der elektronischen Schutzrechtsakte startete. Dort war ich bei der Aufbereitung, Scannen, Qualitätssicherung für Patente und Gebrauchsmuster eingesetzt. Später kam ich ins Digitalisierungszentrum für Markenposteingänge und arbeitete dort bis 2017. Danach bewarb ich mich erfolgreich für den Kundenservice Berlin und konnte in die alte Heimat umziehen.

Ich wusste von Anfang an, dass ich irgendwann nach Berlin zurückwill. In München hatte ich anfänglich schon mit Vorbehalten zu kämpfen, weil ich aus dem Osten stammte. So musste ich mir blöde Witze und Sprüche von älteren "Urbayern" anhören. Ich habe mich nicht gewehrt, weil sie eigentlich freundlich zu mir waren. Aber oft war ich den ganzen Tag traurig wegen dieser Verhaltensweisen, ich litt unter der Einsamkeit und konnte zum Teil nicht essen. Die Ausbildungsleiterin half mir, wo sie nur konnte. Als ich 2008 meinen späteren Partner (auch kein "Einheimischer") kennenlernte und mit ihm zusammen kam, fühlte ich mich endlich angekommen. Heute haben 13 Jahre München im Abstand nichts Negatives mehr. Auf die Sticheleien hätte ich verzichten können, aber auch gute Freundschaften sind damals entstanden und haben bis heute Bestand. Jetzt komme ich immer noch gerne nach München, weil ich die Stadt auch lieben gelernt habe.

Als ich wieder nach Berlin zurückkam, war das für mich auf einmal eine riesengroße Stadt. Den Prenzlauer Berg erkannte ich fast nicht wieder und die Berliner Herzlichkeit hat auch eine Kehrseite: Da wird man schnell mal angeschnauzt. Aber man kommt in Berlin viel schneller ins Gespräch, die Leute haben mehr Zeit. Ich fühle mich in Berlin nie allein, obwohl die Stadt unwahrscheinlich gewachsen ist. Die neuen "Hipster-Viertel" (Friedrichshain) faszinieren mich, Berlin ist total lebendig.

Was ich in der Rückschau auf meine Zeit in München gut finde: ins kalte Wasser geworfen zu werden und sich freizuschwimmen. Nur so habe ich gelernt, selbstbestimmt und selbstständig erwachsen zu werden - sich von zuhause abzunabeln war zwar schmerzhaft, aber sehr erfolgreich."

Ina Dressel: Es war nicht alles einfach, aber es hat sich definitiv gelohnt

Für die gebürtige Jenenserin war es nach der Ausbildung beim DPMA nicht einfach, eine unbefristete Anstellung zu finden. Dafür ging sie auch nach München und hat in dieser Zeit gute Netzwerke schätzen gelernt. Aus privaten Gründen wollte sie aber möglichst wieder zurück in die Heimat: "Ich entschloss mich nach dem Abitur und einem freiwilligen sozialen Jahr zur einer Ausbildung im Büro. Viele meiner Mitschüler*innen gingen damals zur Ausbildung oder zum Studium in den Westen. Über das Arbeitsamt kam ich zur DPMA-Dienststelle Jena und absolvierte eine dreijährige Ausbildung zur FaMI Bürokommunikation.

Ina Dressel

Im Anschluss wurde ich zunächst befristet für ein Jahr als Elternzeitvertretung in der Markenverwaltung in Jena übernommen. Danach war ich drei Monate arbeitslos. Bereits während des Anschlussjahres hatte ich mich auch auf Stellen in München beworben. Die DPMA-Personalabteilung rief nach circa einem Monat Arbeitslosigkeit an und fragte mich, ob meinerseits noch Interesse bestünde. So bekam ich zum 1. Dezember 2004 eine Stelle in der Patentverwaltung/Registratur in München (für ein Jahr). Da mein späterer Ehemann aber in Jena arbeitete, bewarb ich mich wieder für eine Elternzeitvertretung Bereich "Haushalt/innerer Dienst" in Jena. Auch diese Stelle war zunächst für ein Jahr befristet. Schließlich wurden in Jena mehrere - wieder befristete - Stellen in der Markenabteilung und im Geschmacksmusterreferat ausgeschrieben, auch hier bewarb ich mich erfolgreich. Im Jahr 2009 - endlich - erhielt ich einen unbefristeten Vertrag. Seither arbeitete ich durchgängig im Bereich "Design" und seit September 2019 bin ich im Kundenservice Jena.

So ganz einfach war meine Zeit in München im Rückblick nicht, insbesondere, was die Wohnungssuche betraf. Und doch hatte ich Glück: Im ersten Monat habe ich bei einer Klassenkameradin gewohnt. Danach habe ich eine Sachbearbeiterin aus dem Patentbereich kennengelernt und dort WG-Zimmer bekommen. Nach meiner Rückkehr nach Jena ging dieses Zimmer an eine Jenenser Kollegin, die sich in München weitergebildet hat. Jedes Wochenende pendelte ich nach Jena – dank Kernzeitverschiebung konnte ich von Freitagabend bis Montagmorgen zuhause sein. Die Zeit in München habe ich dank Netzwerken und Kontaktfreude gut überstanden. Aber in meinem Jahr in München hatte ich überwiegend Kontakt zu Menschen, die aus dem Osten stammen – Sprachprobleme gab es da nicht ;-) Ich kann sagen, dass nicht alles einfach war, aber es sich definitiv gelohnt hat. Diese positive Einstellung und Erfahrung habe ich mir bis heute bewahrt."

Mathias Bethke: Von der Uckermark ins DPMA München

Mathias Bethke arbeitet im DPMA München im Kundenservice. Er kümmert sich hier jeden Tag um Anfragen rund um den Schutz des geistigen Eigentums. Ein Beruf, der ihm viel Spaß macht. Ursprünglich kommt er aus der Uckermark in Brandenburg. Hier erzählt er, was ihn zum Thema "30 Jahre Wiedervereinigung" bewegt und was wohl wäre, wenn es die Wiedervereinigung nicht gegeben hätte:

Porträtfoto

Mathias Bethke

"In der Zeit rund um den Mauerfall und um die Wiedervereinigung war ich noch ein Kleinkind. Viele Erinnerungen an diese Zeit habe ich demzufolge nicht. Vielleicht ist das auch ein Grund, warum viele in meiner Generation und insbesondere später Geborene, nur noch wenig Bezug zur Deutschen Einheit haben und keinen Unterschied zwischen 'Ost' und 'West' sehen. Die Tatsache, dass Deutschland von der Ostsee bis zu den Alpen ein Land ist, gehört quasi seit Geburt zur Normalität. Schon in Kinderjahren ist es für uns normal gewesen, in ganz Deutschland Urlaub zu machen oder Verwandtschaft in den alten Bundesländern zu besuchen.

Normal war und ist es für viele auch, sich deutschlandweit auf einen Ausbildungsplatz zu bewerben. So bin ich dann auch ins DPMA nach München gekommen und habe 2004 eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten begonnen.

Wenn ich heute – 30 Jahre nach der Deutschen Einheit - zu meinen Verwandten in die Uckermark fahre, fällt es auch an der Strecke kaum noch auf, dass dieses Land mal getrennt war. Nur bei genauerem Hinsehen lassen sich noch die alten Grenztürme erspähen. An dieser Stelle kommt mir dann gelegentlich das folgende Gedankenspiel: 'Wäre es damals anders gelaufen, könnte ich heute nicht mit dem Auto hier vorbeifahren, hätte nicht meinen jetzigen Arbeitsplatz, hätte dadurch auch meine Freundin und vieler meiner nun besten Freunde nie kennengelernt und auch freies Reisen wäre nicht in dem Umfang zu realisieren gewesen.'"

Bild 1: Geschäftsstelle "30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit", weitere Bilder: DPMA

Stand: 04.01.2021 

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