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"Herausragende Gründer": DPMA-Präsidentin gratuliert Software-Unternehmen Celonis zum Deutschen Zukunftspreis

Münchner Start-up für „Process-Mining“-Technologie in Berlin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geehrt

Berlin. Die Präsidentin des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA), Cornelia Rudloff-Schäffer, hat den Gründern des Software-Start-ups Celonis zur Ehrung mit dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten gratuliert. "Alexander Rinke, Bastian Nominacher und Martin Klenk sind herausragende Gründer, wie wir sie in Deutschland dringend brauchen", sagte Rudloff-Schäffer. "Es ist beeindruckend, in welch kurzer Zeit Celonis auch internationale Top-Kunden von seinem Produkt überzeugen konnte – und das in einem Markt, der sonst vor allem von amerikanischen Unternehmen dominiert wird." Die Investorenbewertung von zuletzt 2,5 Milliarden Dollar und die damit verbundene Einstufung des Unternehmens als eines der wenigen "Einhörner" in Deutschland spreche für sich. "Das zeigt, dass sich deutsche Unternehmen mit einer herausragenden Technologie auch in der Digitalwirtschaft durchsetzen können", sagte die DPMA-Präsidentin.

Mit ihrer Software im sogenannten "Process Mining", mit dem sich die drei Gründer schon als Studenten an der Technischen Universität München beschäftigten, bietet Celonis eine Technologie für die digitale Transformation und die zukünftige Wertschöpfung in Unternehmen weltweit. Mit Process Mining lässt sich in Echtzeit analysieren, wie die in einem Unternehmen definierten Geschäftsprozesse tatsächlich gelebt werden. Wo gibt es Schwachstellen, Flaschenhälse, Ineffizienzen? Das lässt sich mit der Software von Celonis herausfinden – auch in Konzernen mit hochkomplexen Prozessketten. So bieten sich auch für kleine, mittlere und Großunternehmen neue Möglichkeiten, Effizienzpotenziale zu erkennen und Prozesse zu beschleunigen. So soll zum Beispiel letztlich in Verarbeitungsprozessen weniger Material verbraucht werden, im Verkehr sollen Züge und Flugzeuge pünktlicher ankommen und Patienten in Krankenhäusern weniger lang warten müssen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verlieh den mit 250 000 Euro dotierten Deutschen Zukunftspreis für Technik und Innovation im Tempodrom Berlin. Neben den Celonis-Gründern hatten zwei weitere nominierte Teams ihre Entwicklungen präsentiert:

Dr. Christoph Gürtler, Dr. Berit Stange (beide Covestro Deutschland AG, Leverkusen) sowie Prof. Dr. Walter Leitner (Lehrstuhl für Technische Chemie und Petrolchemie an der RWTH Aachen) stellten ihre Technologie vor, mit der man klimaschädliches Kohlendioxid als Baustein für hochwertige Kunststoffe zu nutzen kann.

Dr. Christina Triantafyllou (Siemens Healthcare, Erlangen), Prof. Dr. Mark E. Ladd (Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg) und Prof. Dr. Arnd Dörfler (Universitätsklinikum Erlangen) haben mit ihrem 7-Tesla-Magnetresonanztomographen (MRT) Magnetom Terra einen Durchbruch in der Präzisionsmedizin geschafft. Der MRT ermöglicht im Vergleich zu bisherigen Technologien eine wesentlich höhere Auflösung in der Bildgebung.

Das Deutsche Patent- und Markenamt

Erfindergeist und Kreativität brauchen wirksamen Schutz. Das DPMA ist das deutsche Kompetenzzentrum für alle Schutzrechte des geistigen Eigentums – für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs. Als größtes nationales Patentamt in Europa und fünftgrößtes nationales Patentamt der Welt steht es für die Zukunft des Erfinderlandes Deutschland in einer globalisierten Wirtschaft. Seine rund 2 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten – München, Jena und Berlin – sind Dienstleister für Erfinder und Unternehmen. Sie setzen Innovationsstrategien des Bundes um und entwickeln die nationalen, europäischen und internationalen Schutzsysteme weiter.

Stand: 28.11.2019 

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