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DPMA-Jahresbericht 2018: Deutsche Autohersteller bei Verbrennungsmotoren und E-Antrieben innovativ

Deutsches Patent- und Markenamt informiert über Technologietrends, Anmeldeverfahren und seine digitalen Services

Jahresberichts-Cover

Der DPMA-Jahresbericht

Pressemitteilung vom 31. Mai 2019

München. Techniktrends, Hinweise zum Markenverfahren, aktuelle Statistiken: Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) hat heute seinen Jahresbericht 2018 im Internet veröffentlicht. Der Jahresbericht enthält unter anderem Anhaltspunkte zur Innovationskraft der Automobilindustrie, zum digitalen Wandel und zur Beteiligung von Frauen an der technischen Innovation in Deutschland. Außerdem gibt er nützliche Hinweise zu den Prüfungsverfahren im Markenbereich und Informationen zu den E-Government-Angeboten der Bundesbehörde. In gedruckter Form liegt der Bericht voraussichtlich Ende Juni vor.

Eine Auswertung, die das DPMA im Jahresbericht veröffentlicht, zeigt, dass deutsche Automobilhersteller die heimische Innovationslandschaft in Sachen Antriebstechnologie dominieren: Fast die Hälfte (47 Prozent) aller 2018 vom DPMA und vom Europäischen Patentamt veröffentlichten Patentanmeldungen für Verbrennungsmotoren mit Wirkung für Deutschland stammte auch von deutschen Unternehmen. Bei Elektroantrieben waren es 39 Prozent, bei Hybridantrieben immerhin 36 Prozent. Insgesamt veröffentlichten die beiden Ämter 2018 zum Verbrennungsmotor 4052 Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland. Für Hybridantriebe waren es 3168, für Elektroantriebe 459 Anmeldungen. "Die ungebrochen hohe Innovationskraft deutscher Hersteller bei den unterschiedlichen Antriebstechnologien ist sehr erfreulich. Damit setzt sich die Entwicklung der vergangenen Jahre fort", sagte DPMA-Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer.

Digitaler Wandel bei Patentanmeldungen: "Smart Home", "Smart Factory"

Der digitale Wandel verändert die Arbeit der Patentämter zunehmend. In den Technologiefeldern Kommunikationstechnik, Halbleiter, Datenverarbeitungsverfahren und audiovisuelle Technik veröffentlichten DPMA und EPA 2018 insgesamt 21 050 Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland. Die meisten (10 902) stammten dabei aus der digitalen Kommunikationstechnik. Immer bedeutender werden dabei Anwendungen zum sogenannten Internet der Dinge, in dem Maschinen und Geräte in Häusern und Wohnungen ("Smart Home") oder in der Industrie ("Smart Factory") miteinander kommunizieren. Bei den erst im vergangenen Jahr eingegangenen, noch unveröffentlichten Patentanmeldungen machten beim DPMA vor allem die Eingänge aus der Computertechnik einen kräftigen Sprung: In dem Technologiefeld, das auch einen großen Teil der Entwicklungen zur sogenannten Künstlichen Intelligenz umfasst, gingen fast ein Viertel mehr Anmeldungen ein als im Vorjahr. "Wie weit der digitale Wandel reicht, zeigt sich auch an der Vielfalt der Anmelder: Darunter sind große Konzerne, aber auch kleine und mittelständische Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen", sagte DPMA-Präsidentin Rudloff-Schäffer.

Neben aktuellen Technologietrends gibt es im DPMA-Jahresbericht 2018 interessante Geschichten und nützliche Hinweise zu Patenten, Gebrauchsmustern, Marken und Designs: Wussten Sie etwa, dass nur etwas mehr als 6 Prozent der Erfinder in Deutschland Frauen sind? Oder dass der "Lufthansa"-Kranich im vergangenen Jahr 100 Jahre alt wurde? In einem umfangreichen Statistikteil können Sie unter anderem nachlesen, welche Bundesländer in Deutschland bei Patent-, Gebrauchsmuster-, Marken- und Designanmeldungen vorne liegen und wer bei den Unternehmen die Top-Anmelder sind.

Das Deutsche Patent- und Markenamt

Erfindergeist und Kreativität brauchen wirksamen Schutz. Das DPMA ist das deutsche Kompetenzzentrum für alle Schutzrechte des geistigen Eigentums – für Patente, Gebrauchsmuster, Marken und Designs. Als größtes nationales Patentamt in Europa und fünftgrößtes nationales Patentamt der Welt steht es für die Zukunft des Erfinderlandes Deutschland in einer globalisierten Wirtschaft. Seine mehr als 2 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an drei Standorten – München, Jena und Berlin – sind Dienstleister für Erfinder und Unternehmen. Sie setzen Innovationsstrategien des Bundes um und entwickeln die nationalen, europäischen und internationalen Schutzsysteme weiter.

Bild: iStock.com/inrsquid

Stand: 27.11.2019 

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