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Fragen rund um die Patentanwaltsausbildung

Hände mit Laptop und Kaffeetasse

Hier finden Sie eine Auswahl häufig gestellter Fragen zur Patentanwaltsausbildung

  • Meine Unterlagen zum Antrag auf Zulassung zur Patentanwaltsausbildung habe ich Ihnen vor Kurzem zugeschickt. Jetzt möchte ich wissen, wann ich mit einem Bescheid rechnen kann.

    Wir erhalten weiterhin sehr viele Zulassungsanträge zur Patentanwaltsausbildung. Daher bitten wir um Verständnis, dass Sie mit der Bearbeitung Ihres Antrages ggf. (erst) innerhalb von zwei bis drei Monaten rechnen können.

  • Ich habe Wirtschaftsingenieurwesen studiert und möchte wissen, ob ich damit zur Patentanwaltsausbildung zugelassen werden kann.

    Um zur Patentanwaltsausbildung zugelassen werden zu können, müssen Sie ein naturwissenschaftliches oder technisches Universitätsstudium absolviert haben (zum Beispiel Physik, Chemie, Biologie oder Maschinenbau, Elektrotechnik). Bei Bachelor-/Masterstudiengängen reicht ein Bachelorabschluss nicht, Sie müssen zusätzlich einen Universitäts-Master vorweisen können.

    Bei Studiengängen mit nichttechnischen Anteilen, zum Beispiel beim Wirtschaftsingenieurwesen, sind Gewichtung und Verteilung der technischen/naturwissenschaftlichen Anteile gegenüber den nichttechnischen Anteilen der Kombination maßgeblich; die technischen/naturwissenschaftlichen Anteile müssen deutlich überwiegen. Als Kriterien hierfür ziehen wir zum Beispiel die Semesterwochenstunden und das Thema der Abschlussarbeit heran.

    Vorab-Anfragen, ob Sie zur Patentanwaltsausbildung zugelassen werden könnten, können wir beantworten, wenn Sie
    1. das Studium bereits abgeschlossen haben
    2. ein Jahr praktischer technischer Tätigkeit abgeleistet haben
    3. bereits in Kontakt mit Patentanwälten oder Unternehmen, die Sie ausbilden würden, stehen.
    Allerdings ist hier nur eine überschlägige Prüfung möglich.

    Ihre Anfrage schicken Sie uns bitte ausschließlich per Post mit dem Betreff "Referat 4.3.5 Patentanwalts- und Vertreterwesen - Anfrage zum Studienabschluss". Hierfür benötigen wir außerdem Ihren Lebenslauf sowie aussagekräftige Kopien von Zeugnissen, Urkunden, dem „Transcript of Records“ und sonstigen Bescheinigungen, mit deren Hilfe wir Ihren Studienabschluss richtig einordnen können. Oder stellen Sie am besten gleich einen Zulassungsantrag zur Ausbildung.

  • Ist mein Bachelorabschluss in Biologie, mit anschließendem Masterabschluss in Umweltwissenschaften, als Qualifikation zur Ausbildung zulässig?

    Eine Bachelor-Master-Kombination muss durchgehend überwiegend technisch/naturwissenschaftlich absolviert werden. Masterstudiengänge, die auch Absolventen nichttechnischer/nichtnaturwissenschaftlicher Bachelorstudiengänge offen stehen, genügen keinesfalls den Anforderungen des § 6 Abs. 1 PAO. (Beispiel: Master Umweltwissenschaften der FernUniversität Hagen). Außerdem können Masterstudiengänge an einer inländischen Fachhochschule nicht als Abschlüsse einer wissenschaftlichen Hochschule im Sinne von § 6 Absatz 1 Satz 1 PAO anerkannt werden. Zwar würde im konkreten Fall der Bachelorabschluss in Biologie den Anforderungen genügen, der Masterabschluss in Umweltwissenschaften jedoch nicht. Somit könnten wir Sie nicht zur Ausbildung zulassen.

  • Was erkennt das DPMA als praktische technische Tätigkeit an?

    Zukünftige Patentanwaltskandidatinnen/Patentanwaltskandidaten müssen zusätzlich zum Studium insgesamt ein Jahr praktisch auf technischem Gebiet gearbeitet haben. Dazu zählt zum Beispiel eine technische Berufsausbildung oder eine Tätigkeit als Werksstudentin/als Werksstudent neben dem Studium. Praktika, die Teil des Studiums sind, können dabei nicht berücksichtigt werden. So wird das Industriepraktikum, das für den Studiengang Maschinenbau erforderlich ist, nicht anerkannt.

  • Wird meine Doktorarbeit als praktische technische Tätigkeit berücksichtigt?

    Anerkannt werden (vorbehaltlich einer Einzelfallprüfung) technische oder naturwissenschaftliche Tätigkeiten auch im Zusammenhang mit einer experimentellen Promotion. Hierfür benötigen wir eine Bescheinigung Ihrer Promotionsbetreuerin/Ihres Promotionsbetreuers im Original, die Folgendes enthält: eine Tätigkeitsbeschreibung, den Beschäftigungszeitraum und die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit.

  • Wird mein Praktikum, das ich im Zusammenhang mit meiner Masterarbeit absolviert habe, als praktische Tätigkeit anerkannt?

    Nein. Es wird keine Tätigkeit anerkannt, die notwendig war, um das Studium beginnen, absolvieren oder abschließen zu können. Wenn es sich bei dem Praktikum um einen Teil der Masterarbeit handelte, wird diese Tätigkeit nicht als praktische Tätigkeit anerkannt.

  • Wird auch die Mitarbeit an einem naturwissenschaftlichen Lehrstuhl anerkannt?

    Die Mitarbeit an einem naturwissenschaftlichen Lehrstuhl wird als naturwissenschaftliche Berufstätigkeit anerkannt, wenn es sich um experimentelle Tätigkeiten gehandelt hat. Reine Lehrtätigkeiten können nicht anerkannt werden.

  • Kann eine Anstellung als studentische Hilfskraft während des Studiums ebenfalls angerechnet werden?

    Ja, wenn die Tätigkeit manuell oder experimentell ist und der zeitliche Umfang mindestens 15 Wochenstunden beträgt und es sich hierbei nicht um eine vom Studium vorgeschriebenen Tätigkeit handelt. So können experimentelle Tätigkeiten für eine vorgeschriebene Studienarbeit nicht berücksichtigt werden.

  • Ist eine Tätigkeit im (technischen) Vertrieb als Assistent der Geschäftsleitung nach dem Studium als praktische Tätigkeit zulässig?

    Eine Anstellung im Vertrieb oder als Assistent der Geschäftsleitung ist kaufmännisch und nicht praktisch-technisch und kann daher nicht anerkannt werden.

  • Wie wird das Jahr berechnet? Reicht ein Arbeitsvertrag über ein Jahr oder muss eine bestimmte Stundenzahl innerhalb des Jahres geleistet werden?

    Bei der Berechnung legen wir die branchenübliche Arbeitszeit (in der Regel eine 40-Stunden-Woche) zugrunde.
    Sollten Sie zum Beispiel acht Wochen 20 Stunden pro Woche praktisch-technisch gearbeitet haben, würden wir bei einer 40-Stunden-Woche vier Wochen anerkennen.

  • Muss das praktische Jahr ohne Unterbrechung abgeleistet worden sein?

    Das praktische technische Jahr kann aus verschiedenen Anstellungen bestehen. Diese sollten jeweils mindestens über einen Zeitraum von zwei Monaten gehen.

  • Reicht der Arbeitsvertrag als Nachweis aus?

    Der Arbeitsvertrag ist nicht ausreichend. Bitte reichen Sie Arbeitszeugnisse oder Bescheinigungen des Arbeitgebers im Original oder in amtlich beglaubigter Kopie ein. Daraus müssen die Dauer der Anstellung, die wöchentliche Arbeitszeit sowie eine Beschreibung der Tätigkeit ersichtlich sein.
    Bei fremdsprachigen Bescheinigungen (auch englisch oder französisch) ist außerdem eine deutsche Übersetzung beizufügen oder nachzureichen.

  • Vermittelt das DPMA eine praktische Tätigkeit nach dem Studium?

    Das DPMA vermittelt keine praktischen Tätigkeiten nach dem Studium.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Gerne können Sie sich telefonisch an unseren Zentralen Kundenservice (089 2195-1000) wenden oder eine E-Mail an info@dpma.de schreiben.

Bild: iStock.com/triloks

Stand: 01.10.2018 

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