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Global Innovation Index 2020

Statistik-Säulen vor Globus; Symbolbild

Innovation in den Zeiten von Corona: An der Spitze bleibt alles beim Alten

Die Schweiz ist weiterhin das innovativste Land der Welt. Zu diesem Ergebnis kommt der am 2. September vorgestellte Global Innovation Index (GII 2020). Auf Platz zwei folgt wieder Schweden, Dritter bleiben die Vereinigten Staaten von Amerika (USA). Dahinter tauschen Großbritannien und die Niederlande die Plätze. Deutschland verharrt wie in den Jahren zuvor auf dem neunten Platz. Neu in den Top Ten ist die Republik Korea auf Platz zehn.

Der Index zeigt also auch im Pandemie-Jahr Stabilität an der Spitze, aber es ist eine allmähliche Verlagerung der Innovationsstandorte nach Osten zu beobachten, so der Bericht: Eine Gruppe asiatischer Volkswirtschaften - insbesondere China, Indien, die Philippinen und Vietnam – ist im Laufe der Jahre im Innovationsranking deutlich vorgeprescht.

Pandemie bremst und beschleunigt Innovationen

Die COVID-19-Pandemie nimmt starken Einfluss auf den langjährigen Anstieg von weltweiten Innovationen und hemmt laut dem GII 2020 wahrscheinlich einige innovative Aktivitäten, während sie gleichzeitig die Erfindungsanstrengungen in anderen Bereichen beschleunigt, insbesondere im Gesundheitssektor, aber auch in den Bereichen Bildung, Tourismus und Einzelhandel.

Positive Anzeichen für eine stärkere internationale Zusammenarbeit gibt es im Bereich der Wissenschaft, so der GII 2020. Dennoch wird durchaus befürchtet, dass wichtige Forschungsprojekte abgebrochen werden und das Streben nach Innovation international abreißen könnte.

Eine Schlüsselfrage ist, wie sich die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Krise auf Neugründungen, Risikokapital und andere traditionelle Quellen von Innovationsfinanzierung auswirken werden. Viele Regierungen schnüren Nothilfepakete, um die Auswirkungen des Lockdowns abzufedern und der drohenden Rezession zu begegnen. Der GII 2020 legt jedoch nahe, dass weitere staatliche Unterstützungsrunden die Förderung von Innovationen priorisieren und dann erweitern müssen, insbesondere für kleinere Unternehmen und Neugründungen.

Deutschland führend bei Patenten

Sechzehn der GII-Innovationsführer unter den Top 25 sind europäische Länder, sieben davon rangieren unter den Top 10. Laut GII 2020 gehört Deutschland zu den Ländern mit den höchsten Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Bemerkenswert sei das Niveau der Interaktionen innerhalb des deutschen Innovations-Ökosystems, wobei das Land bei den Hochschul-/Industriekooperationen auf Platz 8 und bei der Cluster-Entwicklung auf Platz 3 rangiert. Deutschland ist laut GII Standort von 10 der 100 weltweit führenden Wissenschafts- und Technologiecluster, mit Köln (Platz 19) und München (Platz 23) unter den ersten 25.

Das Niveau und die Qualität der von Deutschland hervorgebrachten Innovationen bewertet der GII 2020 als außergewöhnlich. Als Herkunftsland gilt Deutschland als weltweit führend bei Patenten und rangiert unter den Top 10 bei PCT-Patenten, High-Tech-Fertigung, Designs, IKT- und Organisationsmodellerstellung sowie Ländercode-Top-Level-Domains. Im neuen GII-Indikator "Globaler Markenwert" liegt Deutschland auf Platz 11 und kann auf 149 der 5.000 weltweit führenden Marken verweisen.

Verbesserungspotential hat Deutschland laut GII weiterhin beispielsweise bei Unternehmensgründungen und bei neuen Geschäftsmodellen.

Mehr zum Global Innovation Index

Der jährlich von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) in Zusammenarbeit mit der französischen Business School INSEAD und der Cornell University in New York publizierte Global Innovation Index zur weltweiten Innovationskraft basiert auf 80 Indikatoren. Diese reichen von traditionellen Kriterien wie Ausgaben für Forschung und Entwicklung, internationalen Patent- und Markenanmeldungen bis hin zu neueren Indikatoren wie der Entwicklung von Apps für Mobiltelefone und Exporten von Hightech-Produkten. Der GII wurde zum 13. Mal erhoben.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf den Internetseiten des Global Innovation Index 2020. Dort können Sie u.a. den kompletten GII 2020 oder die zusammenfassende Auswertung für Deutschland ( auf Englisch) als pdf-Dokument lesen oder herunterladen.
Außerdem sehen Sie dort ein Video der Grußbotschaft von Christine Lambrecht, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, zum Erscheinen des GII 2020.

Bild: iStock.com/monsitj

Stand: 15.09.2020 

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