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Im Gespräch: DPMA-Präsidentin Eva Schewior „Deutsche Schutzrechte sind hoch attraktiv“

Souveränität, Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand: DPMA-Präsidentin Eva Schewior über die Bedeutung von Schutzrechten geistigen Eigentums für die deutsche Volkswirtschaft, die Vorteile des nationalen IP-Systems für Start-ups und mittelständische Unternehmen – und zur Frage, wie das DPMA in Zukunft noch nutzerfreundlicher werden möchte.

Porträt Eva Schewior, Foto: barbara gandenheimer fotografie
DPMA-Präsidentin Eva Schewior

Die Anmeldezahlen für deutsche Schutzrechte sind 2025 deutlich gestiegen. Was bedeutet das aus Ihrer Sicht für den Innovationsstandort Deutschland?

Ganz grundsätzlich ist das aus meiner Sicht ein positives Zeichen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Die steigenden Zahlen zeigen, dass die Unternehmen weiter auf den Schutz ihres geistigen Eigentums setzen und dass sie ihn als ganz wesentliches Instrument nutzen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft zu behaupten und zu stärken. Der konsequente Schutz geistigen Eigentums ist auf mehreren Ebenen ein wichtiges strategisches Instrument für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes: Er stärkt unsere technologische Souveränität, fördert technische Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen und unterstützt Wachstum und Wohlstand für uns alle. Die steigenden Anmeldezahlen zeigen zudem, dass Deutschland als größte Volkswirtschaft in Europa und drittgrößte der Welt in den strategischen Überlegungen inländischer und ausländischer Unternehmen weiter eine zentrale Bedeutung hat.

Besonders stark ist die Zahl der Markenanmeldungen gestiegen. Was sind die Gründe?

Der Anstieg ist in der Tat enorm. Mit mehr als 96.000 Markenanmeldungen waren wir 2025 auf dem Niveau unseres Allzeithochs. Noch ein wenig mehr Anmeldungen hatten wir nur zur Jahrtausendwende. Damals war der Ansturm vor allem durch die Gründung vieler neuer Internetunternehmen begründet. Den aktuellen Zuwachs führen wir zum Teil auf die Notwendigkeit für Anbieter zurück, auf großen Online-Handelsplattformen über eine Marke zu verfügen. Die zweite wichtige Ursache ist die sprunghaft gewachsene Nachfrage aus China und den Vereinigten Staaten: Die Anmeldungen aus China sind um fast 200 Prozent gestiegen, die aus den USA um rund 100 Prozent. Das spricht für eine deutliche Zunahme an Wirtschaftstätigkeit aus beiden Ländern auf dem deutschen Markt.

Im Patentbereich hat vor allem die Zahl der Anmeldungen deutscher Unternehmen deutlich zugenommen.

Das stimmt – und auch das freut uns natürlich. Während der Corona-Pandemie waren die Patentanmeldungen ja deutlich zurückgegangen. Ich sage aber bewusst „während“ und nicht „wegen“. Denn die Auswirkungen der Pandemie waren sicher nur einer von mehreren Gründen. Ein weiterer Grund ist nach unserer Beobachtung ein struktureller Wandel in der Innovationstätigkeit. In vielen Technologiebereichen, in denen Deutschland traditionell hoch innovativ ist – etwa beim Verbrennungsmotor und im klassischen Maschinenbau – stagnierten die Anmeldezahlen in den vergangenen Jahren oder waren sogar rückläufig. Dagegen boomen Bereiche, in denen andere Länder sehr aktiv sind: Digitaltechnologien oder Batterietechnik. Der Sektor Elektrotechnik macht einen immer größeren Anteil am Anmeldeaufkommen aus. Unsere Zahlen zeigen nun, dass auch deutsche Unternehmen in den wachenden Technologiebereichen immer aktiver sind. Im Technologiefeld Computertechnik, dem ein großer Teil von Erfindungen zur Künstlichen Intelligenz zugeordnet wird, hat Deutschland zuletzt sogar etwas aufgeholt – zumindest was die Zahl der Patentanmeldungen betrifft. Das ist sicher ein Grund dafür, dass die Anmeldezahlen aus Deutschland nun wieder steigen. Wir dürfen bei der Förderung von Zukunftstechnologien keinesfalls nachlassen. Das hat die Bundesregierung mit der Hightech-Agenda ja auch unterstrichen.

Eva Schewior spricht auf einer Veranstaltung, Foto: DPMA
Präsidentin Eva Schewior beim DPMAnutzerforum

Vor zwei Jahren vollzog sich im Patentsystem mit der Einführung des europäischen Einheitspatents die wichtigste Weichenstellung der vergangenen Jahrzehnte. Was ist ihre bisherige Bilanz?

Es freut mich, dass das europäische Einheitspatent und das Einheitliche Europäische Patentgericht (EPG) so gut angelaufen sind. Die neuen Regelungen sind für viele Patentanmelder ein echter Gewinn. Aus meiner Sicht ist es gut, dass das neue Gericht wichtige Elemente des erfolgreichen deutschen Systems übernommen hat – allen voran den Fokus auf eine hohe technische Expertise. Das fördert das Vertrauen in das EPG und wird seiner Akzeptanz förderlich sein. Erfreulich ist aus unserer Sicht auch, dass die Attraktivität des deutschen Patentsystems im Zuge des Einheitspatents keineswegs geringer geworden ist. Das gilt für die Industrie, wie unsere Zahlen zeigen. Und es gilt insbesondere auch für innovative Start-ups und Mittelständler, vor allem wegen der geringeren Hürden bei der Durchsetzung im deutschen System. Es bleibt dabei: Europäisches und nationales System bestehen ergänzend nebeneinander und bieten Unternehmen eine Fülle attraktiver Optionen für eine erfolgreiche Schutzrechtstrategie.

Wie will das DPMA sicherstellen, dass das Amt im Patentbereich attraktiv und schlagkräftig bleibt?

Unsere Mission ist klar: Wir wollen Schutzrechte von höchster Qualität bieten – und das möglichst effizient. Vor diesem Hintergrund haben wir die Nutzerinteressen analysiert und wollen unsere Leistungen an diesen ausrichten. Konkrete Maßnahmen arbeiten wir derzeit aus.

Wie bleibt das Amt im IT-Bereich attraktiv?

Wir wollen weiter eine Vorreiterrolle in der deutschen Behördenlandschaft einnehmen. Die vielfältigen Herausforderungen bei der Aufstellung des Bundeshaushalts sehen wir natürlich, wir haben aber klare Vorstellungen. Was zum Beispiel die Nutzung Künstlicher Intelligenz angeht, haben wir uns organisatorisch entsprechend aufgestellt. Wir nutzen ja schon mehrere KI-basierte Einzelanwendungen innerhalb des DPMA. Daneben gibt es eine Vielzahl an Ideen, wo uns KI noch helfen kann, Herausforderungen besser zu bewältigen. Ein Team, das wir „Innovation Lab“ nennen, wird mögliche KI-Anwendungen künftig systematisch erproben. Eine eigens eingerichtete multidisziplinäre Task Force wird neben technischen auch juristische Anforderungen prüfen, damit wir nicht nur effizient sondern auch rechtssicher arbeiten können.

Ein weiteres wichtiges Projekt ist unser webbasiertes Nutzerportal. Das Portal wird den elektronischen Zugang zum DPMA und die Verwaltung der eigenen Schutzrechte erheblich erleichtern und daneben eine Vielzahl neuer Funktionen ermöglichen. Das Projekt haben wir bereits gestartet, und ich freue mich sehr, dass wir unseren Kundinnen und Kunden damit in Zukunft noch besseren digitalen Service bieten können.

Eine wichtige Weichenstellung war vor vier Jahren auch die Einführung des § 26a PatG und damit die Zuständigkeit, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen für den Schutz geistigen Eigentums zu sensibilisieren. Wie wichtig ist Ihnen diese Aufgabe?

Diese Aufgabe ist enorm wichtig, und wir nehmen sie mit viel Herzblut wahr. Rund 100 Millionen Menschen in Europa sind in kleinen und mittleren Unternehmen beschäftigt, insofern kann man diese wirklich als Rückgrat unserer Volkswirtschaft bezeichnen. Bei einer ganzen Reihe KMU handelt es sich zudem um hochinnovative technologiegetriebene Start-ups, die für unser Innovationsökosystem immense Bedeutung haben. Diese Unternehmen sind auf valide Schutzrechte des geistigen Eigentums dringend angewiesen. Da sehen wir uns in einer großen Verantwortung. Deshalb haben wir den Umgang von Start-ups mit Schutzrechten in einer Studie untersucht.

Mit welchem Ergebnis?

Die Studie wurde von der Weltorganisation für geistiges Eigentum unterstützt, durchgeführt hat sie die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, die über große IP-Kompetenz verfügt. Die OTH hat Datensätze von fast 13.000 Start-ups aus forschungsintensiven Branchen ausgewertet und 30 Tiefeninterviews geführt. Für mich sind zwei grundlegende Erkenntnisse besonders wichtig: technologiegetriebene Start-ups profitieren stark von Schutzrechten des geistigen Eigentums und sehen selbst auch große Vorteile darin. Gleichzeitig besteht noch ein hoher Informationsbedarf, und es gibt viele Stellschrauben, mit denen man den Zugang dieser Unternehmen zum Schutzrechtssystem noch verbessern kann. Die Ergebnisse bewerten wir derzeit – und dann werden wir unsere Schlüsse ziehen und Maßnahmen konzipieren.

Eine weitere Maßnahme steht kurz vor dem Start. Sie wollen mit einem neuen Veranstaltungsformat in die Regionen gehen.

Ja, noch in diesem Jahr starten wir eine Roadshow, um KMU, Start-ups und Existenzgründerinnen und -gründer für Schutzrechte zu begeistern. Insgesamt 16 Veranstaltungen in allen Regionen Deutschlands haben wir für dieses und nächstes Jahr geplant. Wir gehen also dorthin, wo viele kleine und mittlere Unternehmen sitzen. Dabei arbeiten wir mit den Patentinformationszentren in den Bundesländern, mit regionalen Industrie- und Handelskammern und mit der Vereinigung von Fachleuten für den gewerblichen Rechtsschutz VPP zusammen. Wir wollen Wissen zu Schutzrechten des geistigen Eigentums vermitteln. Und Unternehmen, die schon Schutzrechte nutzen, werden von ihren Erfahrungen berichten. Unternehmen können sich so vernetzen und im Idealfall voneinander lernen.

Damit das DPMA seine strategischen Ziele verfolgen kann, ist es auf gute Leute angewiesen. Wie attraktiv ist das DPMA als Arbeitgeber?

Unsere Aufgaben sind von zentraler Bedeutung für Wirtschaft und Industrie. Mit dem Schutz geistigen Eigentums, mit dem Schutz von Innovationen, tragen wir aber ganz unmittelbar auch dazu bei, gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen, Wohlstand zu fördern und unser Land damit fit für die Zukunft zu machen. Daran mitzuwirken, macht einfach große Freude. Und gerade unsere hochqualifizierten Fachleute in der Patentprüfung arbeiten ja wirklich am Puls der Innovation. Was gibt es Reizvolleres für einen technisch interessierten Menschen? Aber wir können auch viele ganz handfeste Vorzüge bieten: Wir ermöglichen unseren Kolleginnen und Kollegen eine hohe Flexibilität bei der Erfüllung ihrer Aufgaben. Sie können mit der Möglichkeit zu Home Office und Teilzeit ihr Arbeitsmodell in Bezug auf Ort und Zeit gestalten – und so ihren Beruf mit ihren privaten Lebensumständen bestmöglich vereinbaren. Zudem bieten wir als Arbeitgeber im öffentlichen Dienst eine faire Vergütung und natürlich ein hohes Maß an Sicherheit, was in wirtschaftlich unsicheren Zeiten vielen Menschen verständlicherweise besonders wichtig ist. Kurzum: es gab wahrscheinlich nie so viele Gründe, sich beim DPMA zu bewerben. Probieren Sie es aus!

Karriere beim DPMA

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Dann haben wir Ihnen als Bundesbehörde viel zu bieten – sowohl als zentraler Dienstleister des gewerblichen Rechtsschutzes als auch als familienfreundlicher Arbeitgeber mit flexiblen Arbeitszeiten.

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Einblick: DPMAimpuls – Unser Veranstaltungsformat mit der Wirtschaft Dialog fördern, Innovationen stärken

Hinweis auf die Veranstaltung DPMAimpuls, Bild: DPMA

Wie lassen sich Schutzrechte des geistigen Eigentums strategisch noch besser nutzbar machen, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken? Und was brauchen Unternehmen ganz konkret, um das Schutzrechtssystem optimal nutzen zu können? Diese Fragen gewinnen im immer stärker von technischen Innovationen getriebenen globalen Wettbewerb stetig an Bedeutung. Mit „DPMAimpuls“ wurde ein Forum etabliert, das zentrale Akteure zusammenbringt, um die Rolle geistigen Eigentums gezielt weiterzudenken.

Mit dem Format „DPMAimpuls“ schafft das Deutsche Patent- und Markenamt einen strukturierten Raum für den offenen Austausch zwischen Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und weiteren Akteuren des Innovationssystems. IP-Kompetenz im Innovationsnetz Deutschland: Mit dieser Klammer sammelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der dritten Ausgabe von „DPMAimpuls“ im November 2025 konkrete Ansätze, damit aus Innovationen schneller Wirtschaftswachstum werden kann. Mehr Reallabore für Zukunftstechnologien und mehr Wagniskapital seien ebenso vonnöten wie intensiverer Transfer aus der Wissenschaft in die Wirtschaft. Dekarbonisierung als Chance für Unternehmen über alle Regionen hinweg kam ebenso zur Sprache wie das deutschlandweite Netz der Innovationsberater der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Zudem wurde IP als Dreh- und Angelpunkt von Kollaborationen zwischen industriellen und akademischen Partnern ausgemacht. Eigentums- und Nutzungsrechte, Entwicklungs- und Vermarktungslizenzen, das Recht über die Innovation zu publizieren: Bei „DPMAimpuls“ wurde ein breites Spektrum diskutiert.

Im Mittelpunkt des Dialogformats steht das Zusammenführen unterschiedlicher Sichtweisen. Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Verbänden, Forschungseinrichtungen und der Rechtspraxis bringen ihre Erfahrungen ein und diskutieren aktuelle Herausforderungen – von Innovationsdynamik und Technologietransfer bis hin zu Fragen der Wettbewerbsfähigkeit und Regulierung. Wer hat welche Aufgaben in Grundlagen-, Anwendungsforschung und Transfer in die Wirtschaft? Dazu gab es beim jüngsten „DPMAimpuls“ eine konstruktive Kontroverse.

Ein wesentliches Merkmal von „DPMAimpuls“ ist die Kombination aus fachlichen Impulsen und intensivem Austausch. Inhaltliche Beiträge setzen gezielte Denkanstöße, während ausreichend Raum für Diskussionen im Plenum sowie für vertiefende Gespräche zu speziellen fachlichen Aspekten in kleineren Gruppen besteht. So tauschten sich Patentprüferinnen und Patentprüfer mit Unternehmen in einem Workshop zu computerimplementierten – also auf Software basierenden – Erfindungen aus. Dabei stand insbesondere das Kriterium der Technizität für die Patentfähigkeit im Fokus. An den jüngsten „DPMAimpuls“ schloss ein Workshop an, der sich speziell mit den Bedürfnissen aus der Pharma- und Biotechnologie-Branche auseinandersetzte.

Für das Deutsche Patent- und Markenamt bietet das Format die Möglichkeit, direkt mit Nutzerinnen und Nutzern in den Austausch zu gehen und deren Erwartungen noch besser zu verstehen. Rückmeldungen aus der Praxis fließen in die Weiterentwicklung von Informationsangeboten und Verfahrensabläufen ein.

Auf diese Weise unterstützt „DPMAimpuls“ eine konsequent kundenorientierte Ausrichtung der Behörde. Gleichzeitig leistet das Format einen Beitrag zur Stärkung der IP-Kompetenz in Deutschland. „DPMAimpuls“ steht damit exemplarisch für eine moderne, dialogorientierte Verwaltung: offen für Feedback, vernetzt mit zentralen Akteuren und ausgerichtet auf die Anforderungen eines sich wandelnden Innovationssystems.

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Der DPMAnutzerbeirat Neue Mitglieder, neue Perspektiven

Der DPMAnutzerbeirat stärkt den direkten Austausch zwischen dem DPMA und seinen zentralen Nutzergruppen. In seiner dritten Berufungsperiode bündelt das Gremium Expertise aus Industrie, Mittelstand, Wissenschaft und Innovationsförderung. Mit klaren Impulsen begleitet es die strategische Weiterentwicklung des gewerblichen Rechtsschutzes und fördert eine konsequente Nutzerorientierung.

Gruppenfoto der Mitglieder des DPMA-Nutzerbeirats, Foto: DPMA
Gemeinsam Impulse setzen – das Expertengremium im Austausch mit DPMA-Präsidentin Eva Schewior (6. v.li.) und Vertreterinnen und Vertretern des DPMA.

Der DPMAnutzerbeirat Patente und Gebrauchsmuster ist längst zum lebendigen Herzstück des erfolgreichen Austauschs mit unseren Nutzerinnen und Nutzern geworden.

Im Frühjahr 2025 startete mit der konstituierenden Sitzung bereits die dritte Berufungsperiode dieses fachkundig besetzten Beratungsgremiums, das bereits seit 2019 existiert. Es setzt sich aus 15 Mitgliedern zusammen, die stellvertretend die wichtigsten Nutzergruppendes DPMA repräsentieren: Dazu zählen Schutzrechtsexpertinnen und -experten aus der Großindustrie, Vertreterinnen und Vertreter von KMU, der Patentanwaltschaft sowie von Hochschulen - ergänzt durch weitere relevante Institutionen und Akteure des Schutzrechtssystems. Fortan gehören dazu auch neu berufene Mitglieder der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIN-D) und des Bundesverbands Deutsche Startups. Damit unterstreichen wir die immense Bedeutung technologieorientierter Startups für ein zukunftsgerichtetes Innovationsökosystem und binden Expertise aus dem Bereich der Innovationsförderung ein.

DPMAnutzerbeirat als Impulsgeber

Die Arbeitsweise des Gremiums ist dialogorientiert und lösungsfokussiert: In den Sitzungen analysieren die Mitglieder aktuelle Entwicklungen im gewerblichen Rechtsschutz und identifizieren Handlungsfelder. Zwischen den Sitzungen fließen Impulse der Beiräte in die Arbeit unserer Fachbereiche ein. Dadurch agiert der DPMAnutzerbeirat nicht nur punktuell, sondern fortlaufend als Feedbackgeber für den Bedarf unserer Nutzerinnen und Nutzer. Der interdisziplinäre Austausch im DPMAnutzerbeirat ermöglicht einen Perspektivwechsel und trägt dazu bei, dass die Bedürfnisse unserer Nutzerinnen und Nutzer für uns frühzeitig sichtbar und nachvollziehbar werden.

In seiner Funktion als strategisches Beratungsgremium begleitet der DPMAnutzerbeirat zentrale Vorhaben des DPMA und bringt praxisnahe Einschätzungen in bestehende und künftige Maßnahmen und strategische Ziele ein. Insbesondere zur Patentqualität, zur Stärkung des Patentbewusstseins sowie zur nutzerorientierten Weiterentwicklung unserer Verfahren hat das Gremium schon viele wertvolle Anregungen gegeben.

Im Berichtsjahr setzte sich der DPMAnutzerbeirat schwerpunktmäßig mit der Frage auseinander, wie das Bewusstsein für IP weiter ausgebaut werden kann. Das Gremium diskutierte Aktivitäten, die neben den bereits laufenden Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung noch angestoßen werden könnten. Insbesondere die Vermittlung des Nutzens von Schutzrechten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stand dabei im Fokus.

Die Wünsche der Anmelderschaft zur Modernisierung der Formerfordernisse für Patent- und Gebrauchsmusteranmeldungen waren ein weiteres Schwerpunktthema in 2025.

Der Mehrwert des DPMAnutzerbeirats zeigt sich in vielerlei Hinsicht. Durch den Dialog mit unseren zentralen Anspruchsgruppen erhalten wir belastbare Rückmeldungen, die zu fundierten Entscheidungen beitragen. Gleichzeitig fördert das Gremium das gegenseitige Verständnis, beschleunigt Verbesserungsprozesse und unterstützt uns dabei, unsere Rolle im dynamischen Innovationsumfeld proaktiv weiterzuentwickeln.

Wir danken allen Mitgliedern für den engagierten Austausch und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Weitere Informationen zum DPMAnutzerbeirat und eine Liste der aktuellen Mitglieder finden Sie auf unseren Internetseiten.

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Auf einen BlickPersonal und Finanzen

2.803 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatte das DPMA Ende 2025 ( 1,2 % weniger als 2024).

1.310 Mitarbeiterinnen und 1.493 Mitarbeiter: davon 298 in Jena, 56 in Berlin und 2.449 in München einschließlich Hauzenberg

Im Jahr 2025 haben wir 74 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen können.

8 Patentprüfer und Patentprüferinnen, 13 Auszubildende und 53 in anderen Bereichen

Altersstruktur 2025

Ring-Diagramm: Alterstruktur der Beschäftigten im DPMA 2025

AlterAnzahl der Beschäftigten
61+ 420
56-60 607
51-55 405
45-50 352
41-45 377
36-40 311
31-35 142
16-30 189
Symbol Gleichstellung

Im Jahr 2025 waren im DPMA 38,53 % der Führungspositionen mit Frauen besetzt.

Symbol Teilzeitarbeit

Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten in Führungspositionen betrug 14,45 %.

Symbol Nationen

22 Nationen

Symbol Disability

242 Menschen mit Behinderung

Symbol Fachinformatiker

Fachinformatiker / Fachinformatikerin

Symbol Fachangestellter

Fachangestellter / Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste

Symbol Kauffrau

Kauffrau / Kaufmann für Büromanagement

Symbol Tischler/Tischlerin

Tischler / Tischlerin

Symbol Verwaltungsfachangestellter

Verwaltungsfachangestellter / Verwaltungsfachangestellte

Insgesamt wurden in München 37 Auszubildende in fünf Berufen ausgebildet. Zum Stichtag 31.12.2025 befanden sich in Jena zwei Auszubildende der Fachrichtung "Fachinformatiker/in" in Ausbildung.

Fortbildung

2,57 Schulungstage wurden 2025 im Durchschnitt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur persönlichen Weiterbildung genutzt.

Einnahmen und Ausgaben in Mio. €

Einnahmen und Ausgaben 2024 und 2025 im Vergleich

Kostenart 2024 2025
Einnahmen 494,5 Mio €531,9 Mio €
Personal-Ausgaben196,3 Mio €207,3 Mio €
Weitere Ausgaben69,8 Mio €92,0 Mio €

Aufteilung der Einnahmen auf Schutzrechte

Patente 86,7 %, Marken 11,8 %, Gebrauchsmuster 1,2 %, Design 0,3 %

Gesamtausgaben DPMA 2025 299,3 Mio. €

Entgelte Tarifbeschäftigte: 52,6 Mio €, Besoldung Beamte: 154,6 Mio €, Personalnebenkosten: 0,1 Mio €, IT: 36,3 Mio €, weitere Sachkosten: 55,7 Mio €