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Vorstellung branchenbezogener Handbücher mit einem begleitenden Seminar auf der Konsumgütermesse "Ambiente" am 13. Februar 2010 in Frankfurt

Handbücher

Das DPMA stellte auf der Ambiente 2010 vier neue Handbücher zu geistigen Eigentumsrechten vor, die sich vorrangig an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der besonders von Produktpiraterie betroffenen Branchen Textil und Bekleidung, Möbel, Schuhe und Lederwaren wenden und für diese kostenlos sind. Das Handbuch ist in Zusammenarbeit mit verschiedenen nationalen Patentämtern, Branchenverbänden und internationalen Experten unter dem Dach des Projektes "IPeuropAware" entstanden und zeigt so das länderübergreifende gemeinsame Handeln der beteiligten Partner auf dem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes gegen Produkt- und Markenpiraterie.
Mit diesen Handbüchern stehen erstmalig branchenbezogene Übersichten der nationalen, europäischen und internationalen Schutzverfahren und Möglichkeiten zur Pirateriebekämpfung zur Verfügung, die Unternehmen ermutigen und dabei begleiten, den Schutz geistigen Eigentums konsequent in die eigene Geschäftsstrategie zu integrieren.

Handbücher zum Download

Handbücher
Titel  Branche  Download  
Geistiges Eigentum - ein Unternehmerleitfaden für KMUs  Ein Leitfaden für die Textil- und Bekleidungsindustrie  PDF  
Geistiges Eigentum - ein Unternehmerleitfaden für KMUs  Ein Leitfaden für die Möbelindustrie  PDF  
Geistiges Eigentum - ein Unternehmerleitfaden für KMUs  Ein Leitfaden für die Schuhindustrie  PDF  
Geistiges Eigentum - ein Unternehmerleitfaden für KMUs  Ein Leitfaden für die lederverarbeitende Industrie  PDF  

Das Problem der Marken- und Produktpiraterie ist allgegenwärtig und trifft kleine und mittlere Unternehmen besonders hart, denn sie gelangen wegen ihrer eingeschränkten personellen und finanziellen Ressourcen schneller an ihre Grenzen. Daraus darf aber nicht resultieren, dass die KMU aufgeben und auf die Registrierung von Schutzrechten teilweise oder gar völlig verzichten. Der verantwortungsvolle und professionelle Umgang mit geistigen Eigentumsrechten - d. h. auch die Durchsetzung von Schutzrechten - ist unabdingbar, um sich als Unternehmen im Wettbewerb einer globalisierten Welt nachhaltig zu positionieren. Hierfür ist eine umfassende Prävention und Aufklärung notwendig. Messen als Präsentationsplattformen für Innovationen und Trends und als Branchentreffpunkte kommt hierbei eine besondere Rolle zu.

Im Rahmen der Initiative "Messe Frankfurt against Copying" als Service der Messe Frankfurt GmbH gemeinsam mit dem Enterprise Europe Network Hessen wurden die Handbücher in einem "Awareness Seminar" präsentiert.

Vortragssaal mit Teilnehmern

Den über 90 Teilnehmern - nicht nur aus Deutschland, sondern aus allen Teilen der Welt - bot die Veranstaltung einen praxisrelevanten Überblick über die Schutzmöglichkeiten vor Produkt- und Markenpiraterie und insbesondere einen Rahmen für anregenden Austausch, lebhafte Diskussionen, und direkten Kontakt zu ausgewiesenen Experten. Eindrucksvoller Auftakt war die Schilderung des Ausmaßes, der Schäden und Gefahren von Produkt- und Markenpiraterie aus Sicht der Aktion "Plagiarius". Mit vielen Beispielen aus der Praxis informierten erfahrene nationale und internationale Referenten, wie man Schutz erlangt (z.B. beim Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt), welche Recherchemöglichkeiten bestehen und wie gewerbliche Schutzrechte wirksam durchgesetzt werden können. Außerdem erfuhren die Teilnehmer, welche Unterstützung Branchenverbände wie der Verband der Heimtextilienindustrie oder der Gesamtverband Textil und Mode bieten, was der Zoll tun kann und worauf beim Schutz geistigen Eigentums in Asien zu achten ist. Ein wichtiges Thema war der Schutz geistigen Eigentums ganz konkret auf Messen, u.a. mit Beiträgen der Initiative "Messe Frankfurt against Copying", der Vorstellung eines europäisch-chinesischen Kooperationsprojekts "IPR2" sowie wertvolle Hinweise für Aussteller vor, während und nach einer Messe aus rechtsanwaltlicher und patentanwaltlicher Sicht. Die Patentinformationszentren in Deutschland stellten zudem ihre Dienstleistungsangebote in den Regionen vor.

Das Seminar bot insgesamt eine hervorragende Gelegenheit für KMU, die eigene Schutzrechtstrategie zu überdenken und so auszurichten, dass sie sich künftig noch besser gegen Nachahmer und Fälscher zur Wehr setzen können.

Vorträge zum Download

Vorträge
Referenten  Thema  Download  
Barbara Weizsäcker (Messe Frankfurt GmbH)
Christina Deyl (Enterprise Europe Network Hessen) 
Begrüßung  PDF
PDF  
Christine Lacroix (Aktion Plagiarus)  Produkt- und Markenpiraterie: Ausmaß, Schäden und Gefahren  PDF  
Dr. Roya Ghafele (Dozentin Universität Oxford)
Kerstin Piratzky (Deutsches Patent- und Markenamt) 
Vorstellung des EU-Projektes "IPeuropAware" und des branchenbezogenen IP-Handbuches 

PDF  
Bernardo Viana (Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt)  Datenbankrecherchen und Schutzrechte beim Amt der Europäischen Union für Marken und Design   
Martin Auerbach (Verband der deutschen Heimtextilienindustrie e.V.)  Schutzrechtsverletzungen in der Heimtextilien-Branche  PDF  
Rudolf Nickels (Patentinformationszentrum Darmstadt)  Patentinformationszentren - regionale Kompetenzzentren rund um den gewerblichen Rechtsschutz  PDF  
Yvonne Hendrych (Gesamtverband der Deutschen Textil- und Modeindustrie e.V.)  Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie im Kampf gegen Produkt ? und Markenpiraterie: Strategien, Aktivitäten und Kooperationen  PDF  
Claudia Mayr (Bundesfinanzdirektion Südost, Zentralstelle Gewerblicher Rechtsschutz)  Die Zollbehörden als Partner im Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie z.B. bei der Messe Frankfurt  Infoblatt Antragsvoraussetzungen, Infoblatt Verfahrensablauf  
Elliot Papageorgiu (China IPR SME Helpdesk)  Vorstellung des EU-Projektes "China IPR SME Helpdesk" - Schutz des geistigen Eigentums in China  PDF  
Dr. Norbert Schönberger (Rechtsanwaltskanzlei Schönberger u. Dielmann)
Dr. Tim Meyer-Dulheuer (Patentanwälte Dr. Meyer-Dulheuer & Partner) 
Produktpiraterie: Schutz des Ausstellers vor, während und nach der Messe - Fallbeispiele  PDF

PDF  
Marianna Moglia (IPR2-Projekt Europäisches Patentamt)  Vorstellung des EU-Projektes "IPR2" - Schutz des geistigen Eigentums auf Messen  PDF  

Diese Konferenz wurde von der Europäischen Union im Rahmen des RAHMENPROGRAMMS FÜR WETTBEWERBSFÄHIGKEIT UND INNOVATION (CIP) gefördert.

© 2016 Deutsches Patent- und Markenamt | 29.02.2016