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Weltwassertag 2018

Reisterrassen in Timor

Reisterrassen in Timor

Trinkwasser für alle!

Trinkwasser ist der kostbarste Rohstoff der Erde. Fast die Hälfte der Menschheit ist von Wassermangel bedroht. Diese erschütternde Zahl nennt der Weltwasserbericht 2018 der Vereinten Nationen. Demnach leben 3,6 Milliarden Menschen in Gebieten, in denen mindestens einen Monat pro Jahr Wassermangel droht. 2050 werden es Prognosen zufolge bis zu 5,7 Milliarden sein. Jedes Jahr sterben Millionen Menschen, vor allem Kinder, an Wassermangel oder verunreinigtem Wasser. Höchste Zeit, etwas zu unternehmen! Der jährliche Weltwassertag am 22. März erinnert daran, dass Trinkwasser ein Menschenrecht, aber leider keine Selbstverständlichkeit ist.

„Naturbasierte Lösungen“ (so der Titel des Weltwasserberichts 2018) sind ein viel versprechender, bisher zu wenig genutzter Ansatz: Wiederaufforstung, Förderung von Feuchtgebieten oder gezielte Grundwasseranreicherung können eine wichtige Rolle bei der Verbesserung von Wasserversorgung und -qualität spielen. Natürliche und naturähnliche Prozesse müssen in Zeiten von Klimawandel, Bevölkerungswachstum und steigendem Konsum wesentlich mehr genutzt werden als bisher, um eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung zu erreichen.

Logo World Water Day

Zu solchen naturbasierten Lösungen zählen etwa der Erhalt und die Renaturierung von Ökosystemen, bewachsene Wände und Dachgärten oder Wasserrückhaltebecken zur Grundwasseranreicherung sowie der Schutz von Wassereinzugsgebieten für eine effiziente Wasserversorgung von Städten.

Dem Schutz von Feuchtgebieten kommt laut Weltwasserbericht besondere Bedeutung zu. Sie filtern zum Beispiel Giftstoffe und verbessern damit die Wasserqualität. Außerdem können Feuchtgebiete Überschwemmungen bremsen, indem sie Regenwasser speichern, als natürliche Barrieren wirken und die Bodenerosion mindern. Seit 1900 sind 64 bis 71 Prozent der natürlichen Feuchtgebiete weltweit durch das Wirken des Menschen verloren gegangen. Teils mit verheerenden Folgen: Die Trockenlegung von Feuchtgebieten im Mississippi-Delta erhöhte beispielsweise 2005 die Zerstörungskraft von Hurrikan „Katrina“. Weltweit sind derzeit 1,2 Milliarden Menschen von Überschwemmungen bedroht.

Erfindungen für eine bessere Wasserversorgung

Bei der Bekämpfung des Wassermangels spielen auch neue Techniken eine wichtige Rolle. Die Vielzahl der in den letzten Jahren beim DPMA eingegangenen Anmeldungen von Gebrauchsmustern und Patenten rund um die Wasserwirtschaft spiegelt die verschiedenen Ansätze zur Bekämpfung der Trinkwasserknappheit in ariden, also sehr trockenen Gebieten.

Ein paar Beispiele:

  • So werden etwa immer wieder neue Verfahren zur pdf-Datei Entsalzung von Meerwasser entwickelt, die auch die umweltfreundliche Entsorgung und möglichst störungsunempfindliche Verarbeitung der Komponenten berücksichtigen.
  • pdf-Datei Solarbetriebene Brunnenpumpen oder pdf-Datei Destillationsgeräte eröffnen Wege, der Wasserknappheit in heißen, trockenen Gebieten entgegen zu treten.
  • Immer weiter entwickelte pdf-Datei Filtersysteme helfen dabei, Wasser aufzubereiten und trinkbar zu machen.
  • pdf-Datei Schnelltests , mit denen sich in kurzer Zeit die Wasserqualität bestimmen lässt, zeigen, welches Wasser gefahrlos getrunken werden kann.
  • pdf-Datei Aufbereitungsanlagen helfen, Wasservorräte optimal auszunutzen.

Der Weltwasserbericht der Vereinten Nationen wird jährlich für UN-Water durch die UNESCO und deren World Water Assessment Programme (WWAP) erstellt. Dazu arbeiten 31 UN-Organisationen mit der UNESCO zusammen. Seit 2014 wird er jährlich mit einem Themenschwerpunkt herausgegeben.

UN Photo Martine Perret

Stand: 29.11.2018 

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