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Welttag des Buches und des Urheberrechts

Frau mit Buch am Strand

Lesen und lesen lassen

Der Welttag des Buches und des Urheberrechts feiert und fördert die Freude am Buch und am Lesen. Jedes Jahr am 23. April wird weltweit die magische Kraft des Buches zelebriert, die Vergangenheit und Zukunft verbindet und eine Brücke zwischen Generationen und Kulturen schlägt.

Warum gerade der 23. April? Nun, an diesem Datum starben mit Shakespeare und Cervantes zwei der größten Schriftsteller der Weltliteratur, außerdem noch der Chronist der Inka und der spanischen Eroberung Perus, Inca Garcilaso de la Veg. Geboren wurde an diesem Tag der isländische Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness. Also ein sehr passendes Datum.

Ein katalonischer Brauch wird weltweites Ereignis

Logo: Welttag des Buches

Außerdem starb am 23. April der katalanische Autors Josep Pla, was bedeutsam ist, da die Idee des Welttages auf eine alte Tradition in Katalonien zurückgeht: Jedes Jahr findet dort am Sankt Jordi-Tag auf den Straßen ein großes Volksfest rund um das Buch statt.

Diese regionale Tradition ist zu einem internationalen Ereignis geworden, seit die UNESCO 1995 den 23. April zum "Welttag des Buches" erklärte, den globalen Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Seit 1996 beteiligt sich auch Deutschland am weltweiten Feiertag für das Lesen, die Kulturtechnik Nummer Eins und Schlüssel zu jeglicher Bildung.

Außerdem küren die UNESCO und internationale Organisationen von Verlegern, Buchhändlern und Bibliotheken jedes Jahr eine Stadt zur Welthauptstadt des Buches. 2018 ist es Athen, die Mutterstadt des Theaters und der Philosophie.

Die Zukunft des Lesens

Im Zeitalter der Digitalisierung verändert sich das Lesen. Die Schutzrechtsanmeldungen, die in den letzten Jahren beim DPMA zu diesem Thema eingegangen sind, zeigen, wohin die Reise geht:
Längst gibt es digitale Bücher, die stetig weiterentwickelt werden (z.B. pdf-Datei DE000059814082C5.pdf). So werden digitale Bücher erfunden, bei denen die physischen Merkmale eines Buches wie Umschlag oder Inhalt erhalten bleiben, die Daten aber verschlüsselt gespeichert und aus der Cloud geladen werden und teil- und bearbeitbar sind (wie z.B. pdf-Datei DE112015002507T5.pdf).

Da das Lesen sich in Zukunft mehr und mehr ins Internet verlagern wird, entwickeln große US-Firmen wie der Suchmaschinen-(Quasi-)Monopolist Tools im Sinne ihres Geschäftsmodells, etwa zum „ pdf-Datei Automatischen Einkauf von digitalem Inhalt“: Wenn jemand beispielsweise die Probeversion eines E-Buches auf seinem Tablet liest, wird ein „Kaufpunkt“ festgelegt, ab dem der Client „die Handlung des Benutzers als die Absicht des Benutzers, die vollständige Fassung des Inhalts zu kaufen“, behandelt und den Einkauf automatisch tätigt.

Die gleiche Firma offenbarte in der Anmeldung „Verknüpfen von gerenderten Werbeanzeigen mit digitalen Inhalten“ ( pdf-Datei DE202010018557U1.pdf (0,99 MB)), wie sie Lesern ‚passende‘ Werbung zuführen (und damit sehr viel Geld verdienen) kann.

Ist das Buch ein Auslaufmodell?

Aber auch das klassische Papier-Buch wird immer noch weiterentwickelt, etwas als „ pdf-Datei Buch-in-Buch “ oder als „Mehrfunktionales Lehr-, Spiel-, Bastel- Geschichten- und Malbuch“ ( pdf-Datei DE102016005362A1.pdf).

Selbst „klassisches“ Zubehör wie Buch-Halter ( pdf-Datei DE102014115795A1.pdf) oder Lese-Ständer ( pdf-Datei DE202016005462U1.pdf) wird ständig weiterentwickelt.

Die vielen Schutzrechtsanmeldungen zum digitalen Lesen, die man in der DPMA-Datenbank DEPATISnet recherchieren kann, machen deutlich: Das klassische Buch aus Papier ist ein Auslaufmodell. Elektronische Lesegeräte werden immer populärer und können den Inhalt hunderter Bücher speichern oder herunterladen. Aber im Gegensatz zu Readern, Tablets & Co braucht ein „analoges“ Buch keine Stromquelle, ist frei von Werbung und lässt sich auch in hundert Jahren noch lesen, wenn heutige Speichermedien längst überholt und vergessen sind. Der (Retro-)Charme eines „echten“ Buches bleibt ohnehin unerreicht.

Aber welches Medium auch immer die Texte wiedergibt: Hauptsache, wir lesen sie! In diesem Sinne: Lasst uns loslesen! Schützen wir Autorinnen und Autoren, ihre Bücher – und ihre Rechte!

Bilder: iStock.com/jakkapan21, Welttag des Buches / Stiftung Lesen

Stand: 29.11.2018 

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