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Welttag der Kreativität und Innovation

Reihe bunter Piinsel

Ideen gesucht

Der Welttag der Kreativität und der Innovation soll Menschen ermutigen, ihren Ideen freien Lauf zu lassen, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen und ihren Platz darin zu verbessern.
2001 gegründet als World Creativity and Innovation Day in Kanada, wird der 21. April bereits seit Jahren in über 50 Ländern gefeiert. Aber erst seit 2018 gehört der WCID zu den „offiziellen“ weltweiten Thementagen, nachdem ihn die UN-Vollversammlung per Resolution (Nr. 71/284 vom 27. April 2017) anerkannt hat.

KMU im Fokus

Die Vereinten Nationen erwähnen in ihrer Begründung explizit die „Notwendigkeit, sich auf die Bedeutung von Kleinst-, Klein- und Mittelbetrieben zu konzentrieren“ und diesen zu helfen, die UN-Nachhaltigkeitsziele, insbesondere in den Bereichen Förderung von Innovation, Kreativität und menschenwürdiger Arbeit für alle, zu erreichen. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) machen in Deutschland 99,6 % aller umsatzsteuerpflichtigen Firmen aus und sind der Motor für Innovation und Wirtschaftskraft.

Der UN-Welttag der Kreativität soll die Menschen in der Arbeit und im Alltag dazu ermuntern, Probleme auf neue Art und Weise zu lösen. Kreativ sein heißt, sich etwas Neues auszudenken, und das bedeutet Bewegung und Fortschritt. Denn „der Geist, der sich für eine neue Idee öffnet,“ – so soll Albert Einstein gesagt haben – „schrumpft nie wieder auf seine ursprüngliche Größe zurück“.

Die Vereinen Nationen wollen mit dem WCID darauf aufmerksam machen, dass Innovation für die Nutzung des wirtschaftlichen Potenzials von Nationen unerlässlich ist. Innovation, Kreativität und Unternehmergeist können dem Wirtschaftswachstum neuen Schwung verleihen, Arbeitsplätze schaffen und im Kampf gegen Hunger und Armut helfen, so die UN.

Global Innovation Index als Gradmesser?

Bunte Stifte in weißem Behälter vor weißem Hintergrund

Aber wie lassen sich Kreativität und Innovation erfassen oder gar bemessen? Die Anmeldung von Schutzrechten kann ein Indiz sein. In Deutschland ist die Zahl der Patent- und Markenanmeldungen ungebrochen sehr hoch, wie die aktuelle Jahresbilanz des DPMA beweist.

Betrachtet man allerdings den jährlichen "Global Innovation Index" von WIPO, Cornell University und INSEAD, dann hat Deutschland noch etwas Luft nach oben: Die Schweiz ist wieder das weltweit innovativste Land, gefolgt von Schweden, den USA, den Niederlanden und Großbritannien. Die BRD liegt unverändert auf Platz neun. Der GII 2019 ist ein Ranking von 129 Ländern basierend auf 80 Indikatoren.

Die globale Landschaft von Wissenschaft, Innovation und Technologie hat in den letzten Jahrzehnten wichtige Veränderungen erfahren, so die Herausgeber des Berichts. Volkswirtschaften mit mittlerem Einkommen, insbesondere in Asien, tragen über das Internationale Patentsystem der WIPO zunehmend zur globalen Forschung und Entwicklung und zur Anzahl von internationalen Patentierungen bei.

Der GII 2019 zeige aber auch, dass die öffentlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung langsam oder gar nicht steigen. Sorgen bereitet den Herausgeber auch ein zunehmender Protektionismus: "Wenn er nicht eingeschränkt wird, wird dies zu einer Verlangsamung des Wachstums der Produktivität von Innovation und deren weltweiten Verbreitung führen".

Lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf - und schützen Sie diese!

„Der Global Innovation Index (GII) zeigt uns, dass Länder, die Innovationen in ihrer Politik Priorität einräumen, in ihrem Ranking deutlich aufgestiegen sind", so Francis Gurry, Generaldirektor der WIPO, bei der Vorstellung des Global Innovation Index. „Der Aufstieg von Wirtschaftsmächten wie China und Indien im GII hat die Geographie der Innovationen verändert, was bewusste politische Maßnahmen zur Innovationsförderung widerspiegelt".

In diesem Sinne: Feiern Sie den Welttag der Kreativität und der Innovation! Lassen Sie Ihre Ideen sprudeln (und vergessen Sie nicht, diese beim DPMA schützen zu lassen)!

Bilder: iStock.com/Chamille white, iStock.com/xixinxing

Stand: 20.05.2020 

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