Das DPMA

Inhalt

Weltgesundheitstag 2018

Gesundheitsversorgung für alle

Über die Hälfte der Weltbevölkerung hat keinen umfassenden Zugang zu essenziellen Gesundheitsdienstleistungen und jedes Jahr werden viele Haushalte in die Armut getrieben, weil sie die Gesundheitsversorgung aus eigener Tasche bezahlen müssen. Das geht aus einem gemeinsamen Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Weltbank hervor. Zum Weltgesundheitstag am 7. April macht die WHO daher auf die Bedeutung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung (Universal Health Coverage, UHC) aufmerksam. Ihr Appell: Jeder Mensch sollte Gesundheitsdienstleistungen in Anspruch nehmen können - unabhängig von Ort und Zeit und ohne dabei in eine finanzielle Notlage zu geraten.

Derzeit geben 800 Millionen Menschen mindestens 10 Prozent ihres Haushaltsbudgets für Gesundheitsausgaben für sich selbst, ein krankes Kind oder ein anderes Familienmitglied aus. Für fast 100 Millionen Menschen sind diese Ausgaben hoch genug, um sie in extreme Armut zu treiben und sie zu zwingen, mit nur 1,90 Dollar oder weniger pro Tag zu überleben.

Motiv der "Universal Health Coverage" Kampagne der WHO zum Weltgesundheitstag 2018

"Universal Health Coverage" Kampagne der WHO zum Weltgesundheitstag 2018

Vor diesem Hintergrund stellt die WHO den Weltgesundheitstag 2018 unter das Motto "Universal Health Coverage" und macht damit auf die Notwendigkeit einer Gesundheitsversorgung für alle aufmerksam. UHC umfasst für die WHO das gesamte Spektrum der Gesundheitsdienstleistungen, von der Gesundheitsförderung über die Prävention und Behandlung bis hin zur Rehabilitation und Palliativmedizin.

Menschen müssen vor den finanziellen Folgen der Bezahlung von Gesundheitsleistungen aus der eigenen Tasche geschützt werden. So reduziert sich das Risiko, dass Menschen in die Armut gedrängt werden, weil unerwartete Krankheiten sie dazu zwingen, ihre Ersparnisse zu verbrauchen, Vermögenswerte zu verkaufen oder zu leihen - und damit ihre Zukunft und oft auch die ihrer Kinder zu zerstören.

Gute Gesundheit, so die WHO, ermöglicht Kindern zu lernen und Erwachsenen zu verdienen, hilft Menschen aus der Armut zu entkommen und bildet die Grundlage für eine langfristige wirtschaftliche Entwicklung. Der Weltgesundheitstag wird Jahr für Jahr auf der ganzen Welt am 7. April mit einem Gesundheitsthema von globaler Relevanz begangen.

Trend: Überwachung und Diagnose per Smartphone

Logo der WHO

An den Schutzrechtsanmeldungen beim DPMA lässt sich ein Trend im Gesundheitswesen ablesen: Immer mehr Erfindungen dienen der Prävention und der Überwachung des Gesundheitszustandes. Besonders Smartphones werden zunehmend als Frühwarn- oder Diagnostikinstrumente eingesetzt.

Ein Beispiel ist die „Multisensor-Plattform zum nichtinvasiven Monitoring von physiologischen Parametern und Blutinhaltsstoffen sowie Frühdiagnose der pathologischen Veränderungen und Gesundheits-Management“, die sich u.a. einer „intelligenten Smartphone-Hülle“ bedient ( pdf-Datei DE102016006196A1.pdf).
Ein weiteres Beispiel ist das „System zur Durchführung einer körperlichen Fernuntersuchung“, das drahtlos und selbständig von Patient zu Arzt kommuniziert ( pdf-Datei DE202016105331U1.pdf).

Ähnliches bezweckt die „Gesundheitsrisikoindikatorbestimmung“, ein Verfahren zur Verarbeitung von Herzfrequenzdaten, das auch Sauerstoffaufnahme und Aktivitäts-Daten misst ( pdf-Datei EP000002921105B1.pdf).

Noch näher ans Herz geht das „Gerät zur Generierung einer Risikometrik bei weicher Plaque in Gefäßen und maschinenlesbares Medium hierfür“ ( pdf-Datei DE102007056256B4.pdf).

Diese und viele weitere Erfindungen rund um das das Thema Gesundheit finden Sie in der Datenbank des DPMA, DEPATISnet .

Bilder: WHO

Stand: 29.11.2018 

Position

Sie befinden sich hier: