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Plagiarius 2022

Negativ-Preis geht wieder an besonders dreiste Produktfälschungen

Bei einer virtuellen Pressekonferenz wurden die diesjährigen "Plagiarius"-Preise "verliehen". Bereits seit 1977 und damit zum 46. Mal vergibt die Aktion Plagiarius e.V. den Schmähpreis an Hersteller und Händler besonders dreister Plagiate und Fälschungen. Ausgestrahlt wurde die virtuelle Preisverleihung aus dem Patent- und Markenzentrum Baden-Württemberg in Stuttgart. In ihrer Rede betonte die diesjährige "Laudatorin", Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg, die herausragende Bedeutung von geistigem Eigentum für die Sicherung von Arbeitsplätzen, Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit.

Gefälschte Produkte und Online-Piraterie: Jugendbarometer 2022 zeigt deutlichen Anstieg beim Kauf von Fake-Produkten

Wie oft nutzen junge Europäer im Alter von 15 bis 24 Jahren legale oder illegale Online-Quellen und wie verhalten sie sich im Hinblick auf gefälschte Waren? Diesen Fragen geht das anlässlich des "Weltjahrestags gegen Fälschungen und Piraterie" erschienene "Jugendbarometer 2022" nach. Demnach haben 37 Prozent der jungen Menschen in den letzten 12 Monaten bewusst ein oder mehrere nachgeahmte Produkte gekauft. Dies stellt einen deutlichen Anstieg gegenüber den vorherigen Ergebnissen dar. Bei den gefälschten Produkten, die junge Menschen am häufigsten wissentlich kaufen, handelt es sich um Kleidung und Accessoires (17 Prozent), gefolgt von Schuhen (14 Prozent) elektronischen Geräten (13 Prozent) und Hygieneartikeln, Kosmetika, Körperpflegemitteln und Duftstoffen (12 Prozent).

Online-Piraterie
Vorsätzliche Produktpiraterie bleibt stabil: 21 Prozent der jungen Verbraucher (jeder Fünfte) geben zu, in den letzten 12 Monaten absichtlich auf raubkopierte Inhalte zugegriffen zu haben. Jedoch gewinnt unter den jüngeren Generationen der Zugriff aus legalen Quellen zunehmend an Bedeutung: 60 Prozent gaben an, im vergangenen Jahr keine Inhalte aus illegalen Quellen genutzt, gespielt, heruntergeladen oder gestreamt zu haben; 2019 waren es 50 Prozent und 2016 40 Prozent, was diesen Trend bestätigt.

Wichtigste Faktoren
Der Preis und die Verfügbarkeit sind nach wie vor die Hauptgründe für den vorsätzlichen Kauf gefälschter Produkte und Zugriff auf raubkopierte Inhalte. Soziale Einflüsse wie das Verhalten von Familienangehörigen, Freunden oder Bekannten gewinnen jedoch zunehmend an Bedeutung.

Was bringt junge Menschen dazu, zweimal nachzudenken?
Sowohl für Produkte als auch für digitale Inhalte nannten junge Menschen persönliche Risiken von Cyberbetrug und Cyberbedrohungen als wichtige Faktoren, die ihr Verhalten einschränken würden. Auch ein besseres Verständnis der negativen Auswirkungen auf die Umwelt oder auf die Gesellschaft wird nun von den befragten jungen Menschen häufiger erwähnt.

Bei dieser Studie handelt es sich um die dritte Ausgabe des Jugendbarometers, das das EUIPO erstmals im Jahr 2016 und dann erneut im Jahr 2019 herausgab. Mehr dazu auf der externer Link Internetseite des EUIPO.

Jedes Original steht für Fortschritt, Vielfalt, Zukunft – und für Mut

Die Aktion Plagiarius engagiert sich gegen dreisten Ideenklau und zugleich für mehr Wertschätzung von kreativen Leistungen. Denn von einer ersten Idee bis hin zum marktreifen Endprodukt ist es ein anspruchsvoller und kostenintensiver Prozess, bei dem die Entwicklerinnen und Entwickler und Markeninhaber regelmäßig finanziell in Vorleistung gehen. Design- und Ingenieursleistung erfordern nicht nur sehr komplexes Fachwissen, sondern auch ein Gespür für Märkte, Trends, nachhaltige Produktion und wirtschaftliche Machbarkeit. Ebenso spielen Qualitäts- und Sicherheitskontrollen, Zertifizierungen und Verpackungsdesign eine wichtige Rolle. Um weitere Produktentwicklungen und Arbeitsplätze sichern zu können, muss sich dieses unternehmerische Risiko lohnen. Nur dann können sich Wirtschaft und Wohlstand in Deutschland, Europa und der Welt entfalten und die Zukunft gestaltet werden.

Hohe Profite auf Kosten von Wirtschaft, Verbrauchern und Fabrikarbeitern

Das funktioniert aber nicht, wenn skrupellose Trittbrettfahrer erfolgreich am Markt etablierte Produkte 1:1 kopieren, zu einem vermeintlich günstigeren Preis anbieten und so unberechtigterweise Marktanteile und Gewinne des Originalherstellers abschöpfen. Zudem verwenden Nachahmer zur weiteren Profitmaximierung teilweise billigste Materialien und verzichten auf Qualitätskontrollen ebenso wie auf Sozialstandards in den Fälscherwerkstätten.

Viele Fälscher haben in der Pandemie blitzschnell ihre Geschäftsmodelle an die veränderte Nachfrage angepasst. Ob Lockdown oder Lieferengpässe - wie zum Beispiel bei Masken, eBikes, Halbleiterchips oder Wirkstoffen für Medikamente - Fälscher können vermeintlich jeden Bedarf bedienen, insbesondere online und über digitale Medien. Kathrin Körber, Referentin Telekommunikation und Internet bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen, berät Opfer sogenannter "Fake-Shops". Betreibende von Fake-Shops bieten besonders nachgefragte Produkte online an und kassieren dann ab, ohne je die Ware zu liefern. "Manche Websites werden auch nur betrieben, um Kundendaten abzugreifen und damit andere Kaufverträge zu schließen", so Kathrin Körber. Sie empfiehlt immer einen Blick ins Impressum und die AGB. „Typische Warnsignale bei Online-Shops sind ein fehlendes Impressum, erfundene Adressen,geklaute Handelsregisternummern, Zwang zur Vorkasse oder nicht zum Aussteller verlinkte Gütesiegel. Anbieter aus dem nicht-europäischen Ausland schließen das Widerrufrecht oft ganz aus, haben eigenwillige Rückgabebedingungen und reagieren seltener auf Nachfragen. Hinzu kommen hohe Kosten im Rückversand und Zollkosten.“ Betroffenen rät sie, schnellstmöglich zu versuchen, die Zahlung rückgängig zu machen, und Strafanzeige bei der örtlichen Polizei zu stellen. Um hohen Strafen zu entgehen und Verluste bei Entdeckung zu minimieren, verteilen Fälscher ihre Aktivitäten bewusst auf diverse kleine, scheinbar nicht zusammengehörige Onlineshops.

Zunahme gefährlicher Fälschungen offenbart Skrupellosigkeit der Fälscher

Im aktuellen Bericht externer Link "Dangerous Fake" warnen OECD und EUIPO, dass Kriminelle oftmals keinerlei gesetzliche Vorschriften und sicherheitsrelevante Parameter beachten und zunehmend gefälschte Waren vertreiben, die ernsthafte Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltrisiken bergen können. Am häufigsten betroffen sind Bekleidung, Parfüms, Kosmetika, Spielzeug, Autoersatzteile, Arzneimittel sowie medizinische und COVID-relevante Produkte wie Testkits oder Schutzausrüstung.

Im Bericht externer Link "Global Trade in Fakes" beziffern EUIPO und OECD den internationalen Handel mit Fälschungen allein für 2019 auf alarmierende 412 Milliarden Euro. Dies entspricht 2,5 Prozent des Welthandels. In Europa liegt der Anteil mit 5,8 Prozent aller EU-Einfuhren nochmal deutlich höher. Die Einfuhren gefälschter Produkte in die EU beliefen sich 2019 auf 119 Milliarden Euro. Die Studie externer Link PDF-Datei "Intellectual Property Crime Threat" von Europol und EUIPO zeigt, dass ein Großteil der Fälschungen in China hergestellt wird. Die zunehmende Einfuhr von gefälschten Verpackungsmaterialien und Halbfertigprodukten in die EU deutet aber auch auf illegale Produktionsstätten in der EU hin.

Fake bleibt fake: Kein Marken-Erlebnis, trotz schicker Hülle

Heutzutage sind nachgemachte Waren in allen Preis- und Qualitätsabstufungen erhältlich: Von gefährlichen Billigfälschungen bis zu qualitativ hochwertigen, dann aber auch hochpreisigen Plagiaten. Auch die Aktion Plagiarius rät Konsumenten eindringlich, nicht kritiklos jeder Empfehlung auf Social Media zu folgen oder vorschnell "Kaufen" anzuklicken. Nach wie vor zeigt sich: Plagiate und Fälschungen sind dem Original nur auf den ersten Blick täuschend ähnlich.

Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich nicht der Illusion hingeben, dass identisches Aussehen automatisch die gleiche Qualität, Leistungsfähigkeit und vor allem Sicherheit bedeutet. Hinzu kommt: Jede Fälschung kopiert lediglich die Produkthülle. Sie transportiert nicht die inneren Werte des Markenprodukts und schafft es niemals, das Markenerlebnis des Originals ganz nachzuahmen.

Fälschungen sind das Gegenteil von einem Statussymbol. Es liegt in der (Eigen-)Verantwortung jedes Verbrauchers, sich bewusst und mit Begeisterung für das Original zu entscheiden und so den Fälschern die Geschäftsgrundlage zu entziehen.

Die "Hauptpreisträger" des "Plagiarius 2022"

Die Jury traf sich am 14. und 15. Januar 2022 (coronakonform) und vergab drei Hauptpreise, eine Sonderauszeichnung und vier gleichrangige Auszeichnungen.

"Hauptpreis": Besteck-Set "KLIKK" (3-teilig) - verkauft im Rahmen einer Promotion-Aktion

Plastik-Besteckset

Besteck-Set "KLIKK" - oben Original/unten Plagiat

Original: koziol ideas for friends GmbH, Erbach, Deutschland
Fälschung: Vertrieb: Are Media Pty Ltd., Sydney NSW, Australien, Herstellung: VR China

Kompakt. Clever. Nachhaltig. Was auf den ersten Blick so einfach wirkt, ist in der Feinkonstruktion äußerst komplex. Das designprämierte Mehrweg-Besteck-Set KLIKK begeistert durch die intelligente Steckverbindung sowie einem nachhaltigen Material- und Fertigungskonzept. Australiens ‚leading premium‘ Verlagshaus für Frauenmagazine setzte ein sehr minderwertiges Plagiat des Bestecks im Rahmen einer Loyaltykampagne ein. So sehr man bei der Optik auf haargenaue Übereinstimmung achtete, so wenig wurde Wert auf Haltbarkeit gelegt. Das Plagiat ist aus ungeeignetem Kunststoff produziert, der sich nach kürzester Zeit verformt und damit das Besteck nach wenigen Einsätzen völlig unbrauchbar macht. Darüber kann auch der niedrige Preis - etwa ein Drittel des Originalpreises - nicht hinwegtrösten.

"2. Preis:" Druckmessgerät (Einsatz: in chemischen und verfahrenstechnischen Prozessen)

Druckmessgerät

links Original, rechts Plagiat

Original: WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG, Klingenberg, Deutschland
Fälschung: Vertrieb: Abdullah Corporation, Dhaka, Bangladesch

(Druck-)Messgeräte sind essentiell im Maschinenbau, in der Automatisierung, der Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie in chemischen und verfahrenstechnischen Prozessen. WIKA-Produkte stehen für Präzision, Qualität und Sicherheit; auch bei extremen Temperaturen oder in hochaggressiven Medien. Die minderwertigen Markenfälschungen aus Südostasien sind weder zuverlässig präzise, noch robust gegen Erschütterungen. Dieser Fälscher missbraucht nicht nur die weltweit geschützte Marke "WIKA", er täuscht zusätzlich die Käufer mit "Made in Germany" über die wahre Herkunft. CT-Untersuchungen offenbaren bei der Fälschung unter anderem eine zu kleine Messfeder und fehlende Feinjustierungsmöglichkeiten, so dass die deklarierte Messgenauigkeit - Klasse 1,0 nach EN837-1 - nicht erreicht werden kann. Das Gefahrenpotential bei falsch reguliertem Druck ist hoch, die Folgekosten ebenso. Deswegen geht WIKA stets entschieden gegen Fälschungen vor.

"3. Preis:" Zweireihiges "INA"-Axial-Schrägkugellager (Genauigkeitslager für Gewindetriebe)

Axial-Schrägkugellager

links Original, rechts Plagiat

Original: Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach, Deutschland
Fälschung: GIANT Bearing Co., Ltd., Jiangsu, VR China

GIANT kopiert und fälscht schamlos alles: Von Produkten, Verpackungen und den Markennamen renommierter Hersteller wie Schaeffler über Händlerzertifikate bis hin zu Data Matrix Codes und Bankbestätigungen. Alles, bis auf die Produktqualität. Dabei spielen Präzision und Zuverlässigkeit eine enorme Rolle bei Produkten, die unter anderem in Werkzeugmaschinen eingesetzt werden. Scans beweisen erhebliche Abweichungen in der Maßhaltigkeit und Fertigungsqualität des Plagiats, mit unvorhersehbaren Folgen je nach Einbausituation. Der Schaden liegt nicht nur bei Schaeffler, sondern auch bei Händlern, die für die minderwertige Qualität haften, und bei Kunden, die die Konsequenzen für Mensch und Maschine (er)tragen müssen. Schaeffler schützt und verteidigt sein geistiges Eigentum daher weltweit sehr konsequent.

Eine "Sonderauszeichnung" und vier gleichrangige "Auszeichnungen" wurden verliehen

Sonderauszeichnung "Hyänen-Preis": Schaltschrankschlüssel "KNIPEX TwinKey"

Schaltschrankschlüssel "KNIPEX TwinKey"

Original: KNIPEX-Werk C. Gustav Putsch KG, Wuppertal, Deutschland
Fälschung: Diverse Online-Händler, überwiegend aus der VR China (14 Beispiele von über 9 500), Verkauf unter anderem über: Amazon.de/ Amazon.fr /Amazon.com/USA; Alibaba.com; Taobao.com/China; 1688.com/China; banggood.com

9 500 rechtswidrige Angebote des TwinKey hat KNIPEX in den letzten drei Jahren auf Online-Plattformen löschen lassen. Das Besondere am Original: Die ausgeklügelte, patentgeschützte Lösung, bei der mittels eines Magneten zwei multifunktionale Schlüssel mit insgesamt zehn Profilen sehr kompakt und in sternförmiger Anordnung zusammengefasst werden, aber für den Einsatz einfach zu trennen sind. Diverse Gerichtsentscheidungen bestätigen die "wettbewerbliche Eigenart" des Originals, das heisst Nachahmer handeln unlauter und täuschen die Käufer über die Herkunft. Die extrem niedrigen Preise der Plagiate spiegeln sich in billigen Materialien und schlechter Verarbeitung wider, der Magnet funktioniert oft nicht oder löst sich aus der Befestigung.

"Auszeichnung": "GERMENS" Künstlerhemd "ALNUSO"

Männerhemd

links Original, rechts Plagiat

Original: GERMENS artfashion - Markeking GmbH, Chemnitz, Deutschland
Fälschung: Vertrieb: Gabano UG (haftungsbeschränkt), Melle, Deutschland, Hersteller: Gabano Fashion Design Agency / Gabano Group, Istanbul, Türkei

GERMENS-Hemden stehen für hochwertige Stoffe und ausgefallene, von Künstlern entworfene Designs. Beim gezeigten - und vielen weiteren Gabano-Plagiaten - wurden Farben und die den Gesamteindruck prägenden Kunst-Motive nahezu 1:1 übernommen, lediglich Anordnung und winzige Details wurden verändert oder die Ansicht gedreht. Die deutsche Website von Gabano ist englisch-sprachig und enthält kein Impressum. Auch die auf Facebook genannte Adresse ist nicht erreichbar. Trendige Schlagwort-Buttons wie "Design-Prozess" und "Nachhaltige Produktion" führen ins Leere. Ein deutscher Online-Händler bot das Plagiat für ein Siebtel des Originals an. Er hat eine Unterlassungserklärung unterschrieben.

"Auszeichnung": Besteck-Set "KLIKK POCKET" für unterwegs (3-teilig)

Plastik-Besteckset

links Original, rechts Plagiat

Original: koziol »ideas for friends GmbH, Erbach, Deutschland
Fälschung: Vertrieb über: "de.shein.com", Fastfashion Online-Shop, Betreiber SHEIN bei Entdeckung des Plagiats: ZoeTop Business Co., Ltd., Hong Kong

Das funktionale Mehrweg-Besteck KLIKK POCKET ist optimal für unterwegs und trifft den Zeitgeist: kompakt, robust und zu 100 Prozent recycle-bar. Für das designprämierte Besteck hat Koziol - wie für all seine Produkte - EU-weiten Designschutz eingetragen. Billiganbieter SHEIN wirbt Kunden über Google Ad-words und Social Media und bot das optisch identische, aber instabile Plagiat in vier Farben an - für weniger als ein Drittel des Originalpreises. Auf der Verpackung des Plagiats sind fünf Zertifikatslabel abgebildet, die die Nachhaltigkeit, Qualität und Sicherheit bezeugen sollen. Ob die Prüfstätten Material und Billigprodukt je getestet haben, ist fragwürdig.

"Auszeichnung": Volkswagen-Radzierblende mit "VW"-Logo

Radzierblende

links Original, rechts Plagiat

Original: Volkswagen AG, Wolfsburg, Deutschland
Fälschung: Hersteller: Murama S.r.l., Turin, Italien, Vertrieb: diverse Online-Händler (D/EU), über eBay.de und Amazon.de

"Kein Original-Produkt, aber austauschbar". Das ist ungeniert eingraviert in jede gefälschte "VW"-Radkappe. Wahlweise bietet Murama andere Auto-Marken an. Preis: 25 Prozent des Originals. Das spiegelt sich in billigen Materialen und mangelnder Stabilität wider. VW schützt sein geistiges Eigentum weltweit und setzt seine Rechte konsequent durch. Ein deutscher Online-Händler hat eine Unterlassungserklärung unterschrieben und sich unterworfen. Der italienische Hersteller verweigerte eine Unterlassungserklärung. Trotz offenkundiger Markenverletzung ist in Italien deshalb ein (langwieriges) Gerichtsverfahren gegen Murama anhängig.

"Auszeichnung": CanadianCat-Futterbar "Cat Diner", mit separater Katzengras-Schale

Katzenfutterbar

oben Original, unten Plagiat

Original: Wagner Pet Products Group, Geilenkirchen, Deutschland
Fälschung: Vertrieb: Deutscher Discounter und (s)ein deutscher Lieferant/Themen-Promoter

Das Original: Pfiffiges (geschütztes) Design, gut durchdachte Ergonomie, hochwertige Anmutung. Idee, Formen, Farben und Anordnung der Elemente wurden nahezu 1:1 übernommen. Der billige Preis, ein Fünftel des Originals, zeigt sich bei Materialien und Feinkonstruktion. Die Futterschalen sind beim Plagiat nicht aus form- und hitzebeständiger Keramik, sondern aus billigem Plastik. Die Schalen sitzen nicht stabil in der Aussparung, das heisst beim Fressen rutschen sie unkontrolliert und laut scheppernd hin und her. Aufgrund der eindeutigen Designverletzung und im Sinne einer schnellen, unbürokratischen Einigung war der Lieferant/Themen-Promotor des deutschen Discounters zu einer außergerichtlichen, gütlichen Beilegung des Falls bereit.

Mehr Informationen

Hintergrund-Informationen zum "Plagiarius 2022" finden Sie auf den Internetseiten der externer Link Aktion Plagiarius e.V.. Warum und wie gerade kleine und mittlere Unternehmen ihr geistiges Eigentum schützen können, können Sie auf unseren KMU-Informationsseiten nachlesen.

Quelle und Bilder: Aktion Plagiarius e.V.

Stand: 14.06.2022