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Girls`Day 2019 im DPMA

Die Leiterin der Internen Kommunikation, begrüßt die Schülerinnen zum Girls´ Day im DPMA

Die Leiterin der Internen Kommunikation begrüßt die Schülerinnen zum Girls´ Day im DPMA

Die Patentprüferinnen der Zukunft zu Besuch?

Bei Marken macht den Mädels keiner was vor. Die richtigen Antworten auf ein kleines Quiz rufen praktisch alle im Chor: Welche Farbe hat die Nivea-Dose? Blau! Wieviel Töne hat der Telekom-Jingle? Fünf! Ist der erste Buchstabe des Nutella-Schriftzugs schwarz oder rot? Schwarz natürlich! Kein Problem für die jungen Besucherinnen des DPMA. Sogar dass Spotify seinen Sitz in Schweden hat, wissen viele von ihnen.

Der Girls’ Day ist ein bundesweites Projekt zur Berufs- und Studienwahl. Schülerinnen ab der 5. Klasse lernen Ausbildungsberufe und Studiengänge in IT, Handwerk, Naturwissenschaften und Technik kennen, in denen der Frauenanteil derzeit noch unter 40 Prozent liegt.

Unternehmen, Ämter, Betriebe und Hochschulen in ganz Deutschland öffnen am Girls' Day, der seit 2001 stattfindet, ihre Türen für Schülerinnen. Beim diesjährigen Mädchenzukunftstag am 28. März gab es bundesweit 10.428 gemeldete Angebote mit 99.814 Plätzen. Das DPMA war selbstverständlich wie 2018 und in den Vorjahren wieder mit dabei.

Videospiele und VR-Brille: Patente können Spaß machen

Für die 27 Mädchen aus den 8. und 9. Klassen beim Girls' Day im DPMA geht es natürlich nicht nur um Marken: Die Schülerinnen lernen die Ausbildungsmöglichkeiten im Amt kennen und erfahren mehr über die Berufslaufbahnen, die sie hier beginnen können. Außerdem stellt eine Patentprüferin ihren Arbeitsplatz vor.

Was Patente mit Spaß und mit der Lebenswelt der Jugendlichen zu tun haben können, demonstriert Prüfer Dr. Axel Born: Warum zum Beispiel konnte man kürzlich bestimmte Modelle des iPhones zeitweise nicht mehr kaufen? Weil Chip-Hersteller Qualcomm Apple wegen Patentverletzungen verklagte! Welche Patente stecken hinter der Wii und wie gelang es Nintendo durch diese Patente, seine Mitbewerber Sony und Microsoft zu neuen Entwicklungen zu zwingen? Und wer hätte gedacht, dass das erste Patent für eine Spielkonsole bereits 1968 erteilt wurde?

Prüfer Dr. Axel Born erklärt die Bedeutung von Patenten anhand von VR-Brillen und Videospielen

Prüfer Dr. Axel Born erklärt die Bedeutung von Patenten anhand von VR-Brillen und Videospielen

Born hat Beispiele älterer und aktueller Spielkonsolen dabei, auch einen VR-Helm, der begeistert ausprobiert wird. Aufgabe an die Schülerinnen: Smartphone zücken, ein bestimmtes Spiel herunterladen und das Gerät dann in die zuvor verteilten (selbstverständlich patentgeschützten) Pappgestelle stecken – fertig ist die günstige VR-Brille! Das erste Patent für eine VR-Brille gab es übrigens – man möchte es kaum glauben – bereits 1957, also quasi in der „digitalen Steinzeit“.

Trotz der oft besseren Schulabschlüsse entscheiden sich Mädchen bei ihrer Ausbildungs- und Studienwahl noch immer überproportional häufig gegen Berufsfelder oder Studienfächer im MINT-Bereich. Aber Initiativen wie der Girls´ Day zeigen Wirkung: Der Anteil weiblicher Auszubildender in technischen Berufen in Industrie und Handwerk nimmt ständig zu. So ist z. B. der Anteil der auszubildenden Elektronikerinnen zwischen 2007 und 2017 um 92 Prozent gestiegen. Auch bei den Fachinformatikerinnen gab es 2017 im Vergleich zu 2007 eine Steigerung von 86 Prozent. Gut, dass der Girls’ Day und ähnliche Aktionen heute in über 20 Ländern stattfinden!

Bilder: DPMA

Stand: 05.07.2019 

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