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Jubiläum der Max-Planck-Gesellschaft

Glückwunsch zu 70 Jahren internationaler Spitzenforschung!

70 Jahre Max-Planck-Gesellschaft: Am 26. Februar 1948 gründete sich „Deutschlands erfolgreichste Forschungsorganisation“ (Selbstbeschreibung) in Göttingen neu. Mit 18 Nobelpreisträgern in 70 Jahren, jährlich rund 15.000 Publikationen und insgesamt 84 Instituten und Einrichtungen ist die Gesellschaft in der Tat Deutschlands wohl einflussreichste Institution für Spitzenforschung.

Eine Neugründung war es 1948 insofern, als die Max-Planck-Gesellschaft in der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft wurzelte, die 1911 in Berlin gegründet worden war. Dieser Vorläufer war seinerzeit eine in Deutschland völlig neue Einrichtung, die sich – von Wirtschaft und Staat gemeinsam finanziert - der Grundlagenforschung widmete. Hier konnten Spitzenwissenschaftler sich frei von jeder Lehrverpflichtung ganz auf ihre Forschungsinteressen konzentrieren. Diesem Prinzip folgt auch die MPG bis heute.

Bild der Gründung der Max-Planck-Gesellschaft 1948. Rechts: Otto Hahn.

Gründung der Max-Planck-Gesellschaft 1948. Stehend in der Mitte: Adolf Grimme und Otto Hahn.

Allein zwischen 1918 und 1932 wurden sieben Wissenschaftler der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Aber während des Nationalsozialismus kooperierte die Gesellschaft allzu bereitwillig mit dem NS-Regime. Deshalb drangen die West-Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg auf ihre Auflösung.

Zwei der bedeutendsten deutschen Forscher spielten die Hauptrolle beim Neubeginn: Max Planck, der seinen Namen zur Verfügung stellte, und Otto Hahn, der ihm als Präsident nachfolgte. Die beiden Nobelpreisträger, vor allem der „während der bösen Jahre aufrecht gebliebene“ Hahn (so Albert Einstein), konnten durch ihr Wirken und ihre weltweit geachtete Persönlichkeit das frühere Ansehen der Gesellschaft zurückgewinnen. Nach der Gründung der Bundesrepublik konnten die einzelnen Institute in den verschiedenen Besatzungszonen wieder unter dem Dach der Gesellschaft vereinigt werden.

Internationale Kooperation im Fokus

Logo der Max-Planck-Gesellschaft

Logo der Max-Planck-Gesellschaft

Die MPG sieht sich heute auf Augenhöhe mit den weltweit besten und angesehensten Forschungsinstitutionen und setzt auf internationale Kooperation: So arbeiten jährlich mehr als 6.000 ausländische Gast- und Nachwuchsforscher an den verschiedenen Max-Planck-Instituten. Ein Drittel der Max-Planck-Direktoren sowie die Hälfte der Doktoranden haben einen ausländischen Pass; bei den Postdoktoranden sind es sogar 80 Prozent. Nach Angaben der Gesellschaft finden sich in über hundert Ländern der Erde mehr als 4.500 Kooperationsprojekte ihrer Institute mit etwa 5.400 Partnern.

Zu den zahlreichen Forschungsgebieten der MPG gehört auch das geistige Eigentum, dem sich das Institut für Innovation und Wettbewerb widmet. Vorsitzende des Kuratoriums ist übrigens DPMA-Präsidentin Cornelia Rudloff-Schäffer.

Die enorme Forschungsleistung der Max-Planck-Gesellschaft verdeutlicht eine kurze Recherche in der Patentdatenbank des DPMA, DEPATISnet: Sucht man hier nach Patentanmeldungen der Gesellschaft, so erhält man 11.169 Treffer!

Bild: Archiv der Max-Planck-Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft

Stand: 18.01.2019 

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