In der kühleren Jahreszeit findet man am Kraftfahrzeug nicht selten beschlagene oder vereiste Scheiben vor.
Da für den Fahrzeuglenker zu jedem Zeitpunkt eine klare Sicht gewährleistet sein muss, gilt es vor und während der Fahrt geeignete Gegenmaßnahmen zu treffen.
Von den Herstellern werden die Fahrzeuge hierzu mit je nach Modell und Ausstattung mehr oder weniger umfassenden, elektrischen Scheibenbeheizungssystemen ausgestattet (z.B. für Windschutzscheibe, Heckscheibe, Seitenscheiben, Scheinwerfer-Abdeckscheiben).
Prinzipiell lassen sich Systeme mit stromführenden Heizdrähten innerhalb einer Verbundglasscheibe von solchen mit auf die Scheibe aufgebrachten, transparenten und elektrisch leitenden Heizschichten unterscheiden.
Die Figur 1 aus DE 195 41 609 C2 zeigt den Aufbau einer heizbaren Verbundglasscheibe im Randausschnitt: Zwei Glasscheiben (1, 12) sind durch eine thermoplastische - also auch bei höheren Temperaturen ihre Flexibilität bewahrende - Zwischenfolie (13), z.B. aus Polyvinylbutyral, miteinander verbunden. In dieser Folie sind auf einer Seite elektrische Heizwiderstände in Form von dünnen Metalldrähten (4) eingebettet, welche über Anschlüsse (14) mit Strom versorgt werden.
Die Herstellung einer solchen thermoplastischen Folie zur Verwendung in einer elektrisch beheizbaren Autoglasscheibe zeigt die Figur 2 aus DE 195 41 427 A1.
Hier wird die Folie (1, 2) auf einer Trommel (11) festgehalten. Bei sich drehender Trommel wird der Draht (8) mit Hilfe einer Drahtablegevorrichtung (26) auf der Folie abgelegt und fixiert.
Die Drahtablegevorrichtung ist mit Hilfe eines Schlittens (20) verfahrbar, der über einen Motor (22) angetrieben wird. Die Steuerung des Motors erfolgt mittels eines Prozessors (35), über welchen ein gewünschter Kurvenverlauf des Drahts im Vorfeld festgelegt werden kann.
Als Beispiel für ein Heizsystem mit einer transparenten, elektrisch leitenden Schicht zeigt die Figur 3 aus DE 43 33 655 C2 eine Heizvorrichtung für Abdeckscheiben von Scheinwerfern.
Ein Paar von Kraftfahrzeug-Scheinwerfern ist von einer Scheibe (2) abgedeckt, auf welche eine elektrisch leitfähige, lichtdurchlässige Beschichtung (1) aufgebracht ist. Über Kontaktbahnen (3), Anschlussleitungen (4) und eine Energiequelle (5) wird der Heizstrom bereitgestellt, wobei je nach Anordnung der Kontaktbahnen Bereiche unterschiedlich starker Erwärmung (Schraffierung) geschaffen werden können.
| IPC | Technischer Aspekt |
|---|---|
| H05B 3/84 | Heizelemente für lichtdurchlässige Flächen |
| B60J 1/02 | Fenster von Fahrzeugen |
| B60S 1/02 | Reinigen von Fahrzeugfenstern |
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| DE 195 41 609 C2 | 1995 | Elektrisch beheizbare Verbundglasscheibe für Kraftfahrzeuge |
| DE 195 41 427 A1 | 1995 | Vorrichtung zum Ablegen eines Metalldrahtes auf einer thermoplastischen Folie einer Verbundglasscheibe |
| DE 43 33 655 C2 | 1993 | Heizvorrichtung für Abdeckscheiben von Kraftfahrzeug-Scheinwerfern |
© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013