In unserer Internet-Präsentation "Das Auto und die IPC" zeigen wir bahnbrechende und auch vergessene Erfindungen aus den Gebieten Kraftfahrzeugbau und Verkehrswesen. Außerdem stellen wir mit der "Erfindung des Monats" aktuelle oder auch historische Innovationen vor, die bei heutigen Autos und im Straßenverkehr nicht mehr wegzudenken sind.
Zusätzlich zu den zwei nach hinten strahlenden roten Bremsleuchten, die seit jeher nötig sind, ist bereits seit 1986 in den USA und seit 1998 nach EU-Recht eine dritte Bremsleuchte bei Neuwagen vorgeschrieben. Diese muss mittig und höher als die beiden seitlichen Bremsleuchten angebracht sein. Damit sollen insbesondere im Kolonnenverkehr Fahrer frühzeitig auf vorausfahrende bremsende Fahrzeuge aufmerksam gemacht werden. Ein frühes Beispiel einer Ausführung mit Glühlampe (20) zeigt die Schnittdarstellung in Figur 1 (aus DE 35 38 361 C1). Diese Zusatzbremsleuchte kann im Fahrzeuginnenraum auf der Hutablage (16) über einen Sockel (8) montiert werden und liegt über eine Dichtung (7) an der Heckscheibe (6) an.
Zwischenzeitlich haben sich Bremsleuchten mit Leuchtdioden (LED) etabliert, die meistens in die Heckklappe oder in einen Heckspoiler (siehe Figur 2 aus DE 40 038 07 C2) integriert werden. Die Vorteile von LEDs liegen vor allem in der längeren Lebensdauer und der kompakteren Bauweise gegenüber Glühlampen. So können die Zusatzbremsleuchten als flaches Lichtband ausgebildet werden, das mehrere LEDs beinhaltet. So ist auch beim Ausfall einzelner Leuchtquellen die Funktion insgesamt noch sicher gestellt.
Aus DE 10 2004 006 157 B4 ist eine derartige dritte Bremsleuchte als Lichtband mit LEDs bekannt. Figur 3 zeigt die drei Hauptbauteile der Bremsleuchte, die aus einer Abdeckung (Lichtscheibe 3), einem Grundkörper (Leuchtengehäuse 2) und einer Leiterplatte (4) mit mehreren Lichtquellen (5) besteht.
Der Grundkörper (2) ist ein Kunststoffspritzgussteil, in den die Leiterplatte (4) mit den LEDs (5) in einen so genannten Querkanal (8) auf der Rückseite des Grundkörpers (2) eingeschoben werden kann. Jeder LED auf der Leiterplatte (4) ist ein Reflektor, der mit einer Reflexionsschicht bedampft wird, im Grundkörper (2) zugeordnet. Die Abdeckung (3) wird auf die Vorderseite des Grundkörpers (2) geklebt und schützt die Reflektoren und LEDs (5) vor äußeren Einflüssen. Durch das Einschieben der Leiterplatte (4) auf der Rückseite des Grundkörpers (2) kann bei defekten LEDs (5) die gesamte Leiterplatte (4) ausgewechselt werden.
| IPC | Technischer Aspekt |
|---|---|
| F21S 8/10 | Leuchten, die zum Befestigen bestimmt sind; besonders ausgebildet für Fahrzeuge |
| B60Q 1/44 | Vorrichtungen zum Anzeigen der Bremsbetätigung |
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| DE 10 2004 006 157 B4 | 2004 | Bremsleuchte |
| DE 40 03 807 C2 | 1990 | Kraftfahrzeug-Warnleuchte |
| DE 35 38 361 C1 | 1985 | Zusatzbremsleuchte fuer Kraftfahrzeuge |
© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013