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Sektion E: Bauwesen; Erdbohren; Bergbau

Mechanischer Fensterheber

E05F 15/10

Handbetriebener Fensterheber mit Hebelmechanismus und daran fixiertem Zahnradsegment, das bei Betätigung einer Handkurbel bewegt wird.Bild vergrößert anzeigenFigur 1: Handbetriebener Fensterheber aus DE 951 912 B.

In Zeiten von serienmäßigen Klimaanlagen ist es sicher nicht mehr nötig, im Sommer durch heruntergelassene Seitenfenster die Temperatur im Fahrgastraum zu regulieren. Doch zum Entnehmen von Parkscheinen an Schranken, zum Öffnen von Tiefgaragen mit einer Chipkarte oder um schnell am Straßenrand nach dem Weg zu fragen, muss nach wie vor ein Seitenfenster heruntergefahren werden. Daher ist die Technik der Fensterheber nach wie vor aktuell und zeigt auch heute noch eine große Innovationskraft.

Doch wie funktioniert so ein Hebe- und Schließmechanismus? Früher wurden die Fenster einfach seitlich aufgeschoben oder weggeklappt, wenn man Kontakt nach draußen wünschte. Später wurde z.B. mit von Hand betriebenen Kurbel- und Seilzügen oder Federkonstruktionen die Scheibe geöffnet oder geschlossen, bis schließlich auch hier die Automatisierung Einzug hielt und nach Knopfdruck ein Elektromotor diese Aufgabe übernahm. Beim Fensterheber ist prinzipiell nicht so wichtig wie die Energie für ihn aufgebracht wird, sondern welcher Mechanismus die Scheibe antreibt. Ein frühes Beispiel aus dem Jahre 1953 (DE 951 912 B, Figur 1) zeigt einen handbetriebenen Hebelmechanismus.

Elektrisch angetriebener Fensterheber mit Details des Transportmechanismus über Ritzel.Bild vergrößert anzeigenFigur 2: Elektrisch angetriebener Fensterheber aus DE 34 28 809 A1.

Über ein mit einer Handkurbel verbundenes Zahnrad (1) und ein Zahnkranzstück (2) mit einem Anschlag (3) wird dieser in Betrieb gesetzt. Ein Fensterhebearm (4) ist mit dem Zahnkranzstück fest verbunden und im Drehpunkt (5) gelagert. Die zu bewegende Fensterscheibe (7) sitzt in einer Schiene (6) und wird über die Position des Hebelarmes gehoben oder gesenkt.

Wie die Offenlegungsschrift DE 34 28 809 A1 zeigt (Figur 2) kann eine Höhenverstellbarkeit der Fensterscheibe aber auch über eine Zahnstange (9) mit Schlitzen (10) erfolgen, die am Gerüst des Türrahmens befestigt ist (11,12). Als "Antrieb" dient ein Schlitten (6), der zwei Walzen (14) und ein Ritzel (13) aufweist, zwischen denen diese Zahnstange verläuft. Das Ritzel ist mit einem Elektromotor (5) verbunden, und gemeinsam mit diesem an einem Träger (3) fixiert, in den auch die Scheibe (2) eingelassen ist. In dieser Ansicht gilt, dass die Scheibe nach unten gefahren wird, sobald sich das Ritzel im Uhrzeigersinn dreht und mit den Zähnen dabei quasi die "Leiter" der Zahnstange herunterklettert. Die Stromversorgung für den Elektromotor erfolgt mittels der Autobatterie über ein Stromkabel (8).

Für eine Recherche relevante IPC-Gruppen
IPCTechnischer Aspekt
E05F 15/10   Fensterheberantrieb mit Elektromotor 
E05F 11/48   Fensterheberantrieb mit Seilen und Ketten 
B60J 1/12   Verstellbare Fahrzeugfenster 
B60J 5/04   Seitentüren für Kraftfahrzeuge 
G05B 9/00   Sicherheitseinrichtungen (z.B. Einklemmschutz) 
H02H 7/08   Schutzschaltung für Elektromotoren (z.B. wegen Einklemmalarms) 

Zitierte Patentdokumente
PatentnummerJahrTitel
DE 34 28 809 A1   1984   Bedienungsvorrichtung, insbesondere für Scheiben und Schiebedächer von Kraftfahrzeugen 
DE 951 912 B   1953   Fensterheber, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge 

© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013