Mit einer rasant zunehmenden Anzahl an Kraftfahrzeugen im letzten Jahrhundert wurde der Individualverkehr immer dichter. Durch mehr und breitere Straßen wird versucht, den fließenden Verkehr auch am Fließen zu halten. Niemand kann jedoch 24 Stunden am Tag Auto fahren, so dass das Individuum Automobil für längere oder kürzere Zeit abgestellt, also geparkt, werden muss. Dies mag in ländlichen Gegenden mit geringerer Verkehrsdichte und größeren Freiflächen für Parkplätze ein geringeres Problem darstellen, aber in Ballungsgebieten und städtischen Kerngebieten ist Baugrund rar und teuer, so dass man versucht, auf möglichst wenig Grundfläche möglichst viele Autos abstellen zu können. Bekannt sind vor allem Parkgaragen mit mehr oder weniger großzügigen Auffahrrampen, die sich zumeist spiralförmig durch das Parkhaus winden, in welchen entlang ebener Fluchten geparkt werden kann. Diese Variante verbraucht bezogen auf den einzelnen Stellplatz viel Fläche, da die Rampen und Fahrstraßen den Lenkradien und den Außenabmessungen der Fahrzeuge entsprechend ausgelegt werden müssen, wobei für immer voluminöser werdende Autotypen diese Rampengaragen zum Teil gar nicht mehr befahrbar sind.
Als platzsparendere Variante dienen Parksysteme mit umlaufenden Kettensystemen nach Art eines Paternosteraufzugs. Als Beispiel zeigt die Figur 1 aus DE 42 16 479 A1 ein derartiges kettengeführtes Parksystem, bei dem die Aufnahmen (14) für die Fahrzeuge an zwei Endlosketten (3) über ein oberes (1) und ein unteres Kettenradpaar umlaufen. An den Ketten sind sogenannte Ausleger (4, 7) befestigt, in denen sich Schlitze zur Führung einer oder mehrerer Tragrollen (6, 9) befinden, die die Aufnahme halten. Zusätzlich weisen die Aufnahmen noch Führungsrollen (13) auf, die bei der Umlenkung am oberen und unteren Umkehrpunkt auf entsprechenden Führungsschienen (10, 11, 12) gleiten. Diese Führungsschienen verschieben bei der Umlenkung die Aufnahmen in Bezug zu den Auslegern und die Tragrollen gleiten bei der Umlenkung der Aufnahme in den Schlitzen der Ausleger (siehe Figur 2). Durch diese konstruktive Lösung soll das Bauvolumen dieses Parksystems möglichst gering gehalten werden, und ein Schaukeln der Aufnahmen mit den Fahrzeugen, besonders bei der oberen und unteren Umlenkung, vermieden werden.
| IPC | Technischer Aspekt |
|---|---|
| E04H 6/14 | Bauwerke zum Abstellen von Wagen, mit endlos umlaufenden Förderketten, z.B. Paternosteraufzüge |
| B65G 17/00 | Förderer mit einem endlosen Zugmittel |
| B66B 9/10 | Paternosteraufzugsarten |
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| DE 42 16 479 A1 | 1992 | Kettengeführtes Parksystem |
© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013