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Sektion D: Textilien; Papier

Metallisches Filtervlies

D04H 1/42

Die Figur zeigt den dreidimensionalen Aufbau eines Filterflieses mit gewellten Komponenten zur Vergößerung der aktiven Oberfläche.Bild vergrößert anzeigenFigur 1: Gewelltes Faservlies aus DE 10 2005 023 385 A1.

Da der Betrieb eines Kraftfahrzeugs mit Verbrennungsmotor immer mit Verunreinigungen der Umwelt durch betriebsbedingte Prozesse verbunden ist, sind z.B. an mehreren Stellen im Fahrzeug Filter vorgesehen. Öl- und Luftfilter sind jedem ein Begriff, ebenso der Filter für die Klimaanlage oder in neuerer Zeit auch der Abgasfilter, seit in Kraft treten der Feinstaubverordnung der EU.

Für viele Filter ist es wesentlich, eine möglichst große innere Oberfläche zu besitzen, damit ein Optimum an "Reinigungsleistung" auf dem begrenzten Raum, der für dieses Bauteil zur Verfügung steht, erzielt werden kann. Weitere Verbesserungen kann man z.B. auch durch die Wahl geeigneter Materialien und deren wechselseitige Verarbeitung erzielen. Im Zusammenhang seien hier nur beispielhaft katalytische oder selbst reinigende Eigenschaften von Werkstoffen erwähnt, die natürlich vom Einsatzgebiet abhängen und meist temperaturabhängig sind. Dies gilt insbesondere für Abgasfilter.

Die Offenlegungsschrift DE 10 2005 023 385 A1 (Figur 1) beschreibt ein metallisches Faservlies, das als Bestandteil eines Abgasfilters (7) für Verbrennungskraftmaschinen Verwendung findet. Als Besonderheit fällt die Wabenstruktur auf, die aus dem aus Metallfasern (2) bestehenden Faservlies (1) und Metallfolien (9) besteht, die wellenförmig (25, 26) angeordnet sind und dadurch Kanäle (11) ausbilden.

Durch diese Kanäle kann das Abgas mit den darin enthaltenen Partikeln (22) strömen, wobei sich diese an den Fasern des Vlieses anlagern und so dem Abgas entzogen werden.

Querschnitt durch den Filtertyp der durch seinen röhren-/schichtförmigen Aufbau durchströmendes Gas durch die Filterkomponenten zwingt.Bild vergrößert anzeigenFigur 2: Prinzipskizze eines "Wall flow filter" aus DE 10 2005 023 385 A1.


Figur 2 (ebenfalls aus DE 10 2005 023 385 A1) zeigt einen weiteren Wabenkörper (7), der aus dem Faservlies (1) hergestellt und als Filter eingesetzt werden kann. Dieser Filtertyp wird auch als "wall-flow-filter" bezeichnet und besteht aus vielen Kanälen, die wechselseitig durch die Verbindungselemente (10) zwischen den Kanälen abgeschlossen sind. D.h. die Einlasskanäle sind an ihrem Ausgangsende so abgedichtet, dass das Abgas (23) durch den eigenen Rückstau gezwungen wird, durch das Vlies in einen Ausgangskanal zu strömen und dabei die Abgaspartikel abzugeben.

Für eine Recherche relevante IPC-Gruppen
IPCTechnischer Aspekt
D04H 1/42   Vlies bestehend aus bestimmten Faserarten (hier: Metallfasern) 
D04H 1/54   Teilverschweißen von Fasern zur Bildung eines Vlieses 
F01N 3/021   Auspuffvorrichtungen mit Partikelfiltern 
B01D 39/00   Filtermaterialien für Flüssigkeiten und Gase 
F01N 3/28   Auspuffvorrichtungen mit Katalysatoren 

Zitierte Patentdokumente
PatentnummerJahrTitel
DE 10 2005 023 385 A1   2005   Fügen metallischer Fasern zu Vliesen zur Herstellung von Wabenkörpern 

© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.06.2010