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Sektion D: Textilien; Papier

Funktionale Bezugsstoffe

D06N 7/00; D04B 21/14

Schichtartiger Aufbau einer Sitzverkleidung für Fahrzeugsitze aus DE 198 42 175 B4.Bild vergrößert anzeigenFigur 1: Schichtaufbau einer Sitzverkleidung für Fahrzeugsitze aus DE 198 42 175 B4.

Bezugsstoffe im Innenraum von Kraftfahrzeugen, beispielsweise Sitzverkleidungen, müssen heutzutage hinsichtlich Komfort und Robustheit hohen Anforderungen genügen. So soll ein Bezugsstoff für einen Autositz einerseits gute klimatische Eigenschaften in Form einer hohen Feuchtigkeitsableitung sowie Luftdurchlässigkeit gewährleisten. Andererseits muss der betreffende Stoff auch einer großen Scheuerbeanspruchung standhalten und gleichzeitig ein angenehmes Sitzempfinden bieten.
Neben einer hohen Widerstandsfähigkeit gegenüber einer gebrauchsbedingten Abnutzung sollen moderne Stoffe, wie z.B. jene für Cabrio-Verdecke, auch einer mutwilligen Beschädigung durch Einbruch oder Vandalismus entgegenwirken.

Maschenartiger Grundaufbau eines Schutzbezugs mit Aramidfasern nach EP 0 675 220 B1.Bild vergrößert anzeigenFigur 2: Schutzbezug in Form einer schnittfesten Maschenware nach EP 0 675 220 B1.

Die Figur 1 aus DE 198 42 175 B4 zeigt schematisch den Schichtaufbau (1 bis 5) einer Sitzverkleidung für Kraftfahrzeugsitze, die zur verbesserten Feuchtigkeitsregulierung und Luftzirkulation vorgesehen ist. Das benutzerseitig angeordnete, feuchtigkeitsdurchlässige Obermaterial O kann entweder aus einem textilen Mikrofasermaterial aus Chemiefasern oder Naturwolle bestehen, oder aus perforiertem Leder. Hierunter befindet sich die Unterschicht U, zusammengesetzt aus einer Lederschicht L über einer Schicht mit feuchtigkeitsabsorbierenden und -speichernden Absorberpartikeln a, die zwischen zwei Vliesschichten V liegen. Das Ledermaterial ist hierbei für eine Feuchtigkeitsabsorption optimiert, indem es eine aus der Transpiration resultierende Feuchtigkeit aufnimmt und an das Absorbermaterial zur Speicherung weitergibt.
Zu diesem Zwecke ist es alternativ zur Anordnung in Figur 1 auch möglich, ein faserartiges oder granulatartiges Ledermaterial l zusammen mit den Absorberpartikeln a in eine gemeinsame Schicht zu packen.

Ein textiler Bezugsstoff, welcher eine hohe Schneidfestigkeit aufweist und sich somit unter anderem zum Einsatz in einem Cabrio-Verdeck als Schutz vor Einbruch oder Vandalismus eignet, ist beispielsweise aus EP 0 675 220 B1 (Figur 2) bekannt. Bei diesem Schutzbezug handelt es sich um eine Maschenware, die aus schnittfesten Fasern wie Aramidfasern 1, 2 besteht, wobei in zumindest einem Fadensystem dieser Maschenware ein Draht 3 enthalten ist, welcher wiederum mit einer Aramidfaser ummantelt ist.
Auf diese Weise wird z.B. das Einstechen eines Messers und der Versuch, dieses durch die Textilie zu ziehen, erheblich erschwert.

Für eine Recherche relevante IPC-Gruppen
IPCTechnischer Aspekt
D06N 7/00   Biegsames, tafelförmiges Material aus Textilfäden, Filamenten oder Garnen als Belagstoff 
D04B 21/14   Einarbeitung von Verstärkungsfäden in eine oder mehrere Fadenlagen bei gewirkten Textilien (Maschenwaren) 
B60N 2/44   Einzelheiten von Fahrzeugsitzen 
A47C 7/26   Polstersitze mit Verstärkungseinlagen 

Zitierte Patentdokumente
PatentnummerJahrTitel
EP 0 675 220 B1   2005   Vandalismus-Schutzschicht 
DE 198 42 175 B4   1998   Sitzverkleidung 

© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013