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Sektion C: Chemie

Plastisches Klebemittel zum Verbinden von Karosserieblechen

C09J 121/00

Im Karosserierohbau von Kraftfahrzeugen werden doppellagige Blechteile eingesetzt, um die Steifigkeit der damit gefertigten Bauteile bei gleichzeitig geringem Gewicht zu erhöhen. Solche Doppellagenbleche bestehen meistens aus zwei Blechbahnen, die mittels einer klebenden plastischen Zwischenschicht verbunden werden. An derartige Sandwichkonstruktionen werden auch während eines Umformprozesses in einer Blechpresse hohe Anforderungen bezüglich der gegenseitigen Haftung gestellt, wobei die Blechbahnen einen vorgegebenen Mindestabstand nicht unterschreiten sollen. Hierzu werden in die klebende Zwischenschicht runde Distanzkörper eingebettet, die aus Glas, Metall oder Kunststoff bestehen können. Außerdem müssen die klebende Zwischenschicht und die Distanzkörper hohe Temperaturen einer Einbrennlackierung aushalten können.
Als Beispiel zeigt Figur 1 aus DE 10 2005 008 132 A1 einen Querschnitt durch ein Doppellagenblech. Zwei Blechteile 4 und 5 sind durch eine klebende Zwischenschicht 1 miteinander verbunden und werden durch Distanzkörper 2 auf einem vorbestimmten Abstand gehalten.

Querschnitt eines geklebten doppellagigen Bleches Bild vergrößert anzeigenFigur 1: Schematischer Aufbau eines doppellagigen Bleches (aus DE 10 2005 008 132 A1)

Dabei soll das Klebemittel eine Mischung aus flüssigen und festen Kautschuken mit unterschiedlichen Molekulargewichten sein, die in unterschiedlichen Gewichtsanteilen gemischt werden können, um das Fließverhalten des Klebemittels an die praktischen Erfordernisse anzupassen. Die Klebekraft der plastischen Masse kann durch klebrig machende Harze und Haftvermittler, wie Terpenphenolharz oder Harzsäurederivate, an die zu klebenden Oberflächen angepasst werden.
Füllstoffe wie Calciumcarbonate, Silicate, Graphit u.a. und Stabilisatoren gegen Ozon und UV-Licht werden den Kautschuken beigemischt.
Als Distanzkörper werden in der DE 10 2005 008 132 A1 elastomere Distanzkörper aus vulkanisierten Kautschuken vorgeschlagen, die runde Formen haben und als Kugeln oder Rundschnüre geformt sein können. Der Vorteil eines Elastomers als Distanzkörper ist, dass sich bei Druck auf die Bleche diese Distanzkörper nicht in das Blech drücken, was auf der Oberfläche als Delle sichtbar wäre. Dies ist bei den hochwertigen Blechoberflächen der Außenhaut eines Automobils nicht akzeptabel.
Durch gleichzeitiges Extrudieren können diese elastomeren Distanzkörper zusammen mit dem plastischen Klebemittel zu gebrauchsfertig vorgeformten Strängen oder Bändern hergestellt werden, was den Klebeprozess sehr einfach gestaltet.

Für eine Recherche relevante IPC-Gruppen
IPCTechnischer Aspekt
B32B 25/00   Schichtkörper, die als wichtigen Bestandteil Natur- oder synthetischen Kautschuk enthalten 
C09J 5/00   Klebeverfahren allgemein  
C09J 121/00   Klebstoffe auf der Basis von nicht näher gekennzeichneten Kautschuken 

Zitierte Patentdokumente
PatentnummerJahrTitel
DE 10 2005 008 132 A1   2005   Plastisches Klebemittel und verfahren zum Verbinden von Karosserieblechen 

© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013