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Sektion B: Arbeitsverfahren; Transportieren

Erfindung des Monats April

In unserer Internet-Präsentation "Das Auto und die IPC" zeigen wir bahnbrechende und auch vergessene Erfindungen aus den Gebieten Kraftfahrzeugbau und Verkehrswesen. Außerdem stellen wir mit der "Erfindung des Monats" aktuelle oder auch historische Innovationen vor, die bei heutigen Autos und im Straßenverkehr nicht mehr wegzudenken sind.

Zigarettenanzünder

B60N 3/14

Heutzutage ist das Rauchen in öffentlichen Bereichen weitgehend gesetzlich unterbunden, weshalb dem geneigten Raucher oftmals nur der Rückzug in das private Umfeld bleibt, um seinem Laster zu frönen. Ein solches Refugium stellt beispielsweise der eigene PKW dar, in welchem der Zigarettenanzünder nach wie vor zur Standardausstattung gehört. Dies mag jedoch auch darin begründet liegen, dass überzeugte Nichtraucher hiervon gleichermaßen profitieren können, indem sie die Aufnahmebuchse des Zigarettenanzünders zum Anschluss vielfältiger Verbrauchsgeräte nutzen.

Die Figur 1 aus DE 10 2005 004 724 B4 zeigt eine Schnittansicht eines zu einem Zigarettenanzünder gehörenden Heizeinsatzes, welcher in eine sich beispielsweise im Armaturenbrett befindlichen Buchse eingeschoben wird. Er umfasst einerseits einen im eingesetzten Zustand ortsfest angeordneten Grundkörper, bestehend aus einem Befestigungsstück 1 und einem Gehäuse G. Der Betätigungsknopf 3, die Achse 11, die Rückstellfeder 13 und das innerhalb eines Napfs 9 angeordnete Heizelement 8 bilden dagegen einen axial zur Buchse beweglichen Teil des Heizeinsatzes.

Schnittansicht eines Heizeinsatz eines Zigarettenanzünders nach DE 10 2005 004 724 B4.Bild vergrößert anzeigenFigur 1: Heizeinsatz eines Zigarettenanzünders nach DE 10 2005 004 724 B4.

Wie aus der Figur 2 aus DE 199 03 431 A1 ersichtlich ist, befindet sich am Boden der Buchse 50 eine u-förmige Bimetallfeder 59, welche mit dem Pluspol der Fahrzeugbatterie in Verbindung steht. Während der bewegliche Teil des Heizeinsatzes in Normalposition nicht in Kontakt mit der Bimetallfeder steht, rastet beim Drücken des Betätigungsknopfs der Napf des Heizelements in die Nasen der Bimetallfeder ein. Auf diese Weise kommt ein Stromfluss zwischen Feder, Napf und der mit Masse in Verbindung stehenden Buchse zustande, wodurch sich das Heizelement im Napf erhitzt. Durch die Erhitzung verformt sich die Bimetallfeder und gibt den Napf somit ab einer bestimmten Temperatur wieder frei, woraufhin die Rückstellfeder ihre Wirkung ausübt und der Heizeinsatz für den Bediener zur Verfügung steht.

Schnittansicht einer Aufnahmebuchse eines Zigarettenanzünders nach DE 199 03 431 A1.Bild vergrößert anzeigenFigur 2: Aufnahmebuchse eines Zigarettenanzünders nach DE 199 03 431 A1.

Oftmals finden sich im Fondsbereich eines Kraftfahrzeugs zusätzliche Zigarettenanzünder. Da hierbei sichergestellt sein sollte, dass diese von eventuell mitfahrenden Kindern nicht betätigt werden, gibt DE 101 38 469 A1 (Figur 3) ein diesbezügliches Sicherungssystem an. Hierbei kann einerseits der Fahrer des Kraftfahrzeugs durch manuelle Betätigung eines Bedienelements 6 die Aktivierung oder Deaktivierung der einzelnen Zigarettenanzünder 11 vornehmen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit einer Koppelung mit anderen sicherheitskritischen Funktionseinheiten des Fahrzeugs, so dass kein zusätzliches Bedienelement benötigt wird. Hierbei kommen beispielsweise Zentralverriegelungs-, Fensterheber- oder Sitzbelegungssysteme in Frage.

Draufsicht auf ein PKW mit mehreren Zigarettenanzündern nach DE 101 38 469 A1.Bild vergrößert anzeigenFigur 3: Sicherungssystem für Zigarettenanzünder nach DE 101 38 469 A1.

Vielfach werden Zigarettenanzünder jedoch lediglich als Stromanschlüsse für vorübergehend im Kraftfahrzeuginnenraum eingesetzte elektrische Verbraucher (Navigationssystem, Flaschenwärmer, Kühlbox, Leseleuchte, Ventilator, Unterhaltungselektronik, etc.) verwendet. Seitens der Hersteller werden sie daher sogar als - nur Anschlussbuchsen bietende - "Nichtraucher-Pakete" angeboten.


Für eine Recherche relevante IPC-Gruppen
IPCTechnischer Aspekt
B60N 3/14   Anordnung und Ausbildung von elektrischen Feuerzeugen in Fahrzeugen 
F23Q 7/00   Zündvorrichtungen mit elektrisch erzeugter Hitze 
H01R 24/02   Zweiteilige Kupplungsvorrichtungen mit konzentrisch oder koaxial angeordneten Kontakten 

Zitierte Patentdokumente
PatentnummerJahrTitel
DE 10 2005 004 724 B4   2006   Betätigungseinheit für einen Heizeinsatz eines Zigarettenanzünders 
DE 101 38 469 A1   2003   Sicherungssystem für die Funktionseinheiten eines Kraftfahrzeugs 
DE 199 03 431 A1   2000   Stecker für einen Zigarettenanzünder eines Kraftfahrzeugs 

© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013