
für die Neutrinostrahl-Methode und die Demonstration der Dublettstruktur der Leptonen durch die Entdeckung des Myon-Neutrinos (gemeinsam mit Leon M. Lederman und Melvin Schwartz)
Jack Steinberger, geboren 1921 in Bad Kissingen (Bayern) unter dem Namen Hans Jakob Steinberger, ist einer der Experimentalphysiker, dessen Beiträge in der Elementarteilchenphysik unser heutiges Verständnis über die innere Struktur der Materie im Standardmodell stark geprägt haben. Im Alter von 13 Jahren von seinen Eltern aus Angst vor der Judenverfolgung durch die Nationalsozialisten nach Amerika geschickt, studierte er zuerst Chemie. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor 1941 kam er zu den United States Army Signal Corps, wo er an der Antennenentwicklung arbeitete und darüber hinaus die Gelegenheit hatte, einige grundlegende Kurse in Physik zu besuchen.[2,3]
Aus dieser Zeit stammen zwei Patentanmeldungen, die sich mit Antennentechnik beschäftigen. In
US 2 501 105 A (Figur 1) wird eine Wellenleiterantenne mit einem Hauptwellenleiter 6 und einem Wellenleiter 8 zur Abstrahlung der Wellen beschrieben.

Figur 1: Wellenleiterantenne (aus US 2 501 105 A )
Dabei sind zur Verhinderung von Störungen bei der Auskopplung einer Welle vom Hauptwellenleiter 6 zum Wellenleiter 8 trapezförmige Verbindungsleiter 10, 10' in der Wand 7 vorgesehen, wodurch im Gegensatz zum Stand der Technik keine substantiellen Reflexionen entstehen.
Eine zweite Erfindung (
US 2 548 821 A ) zusammen mit dem Geschäftsmann Henry J. Riblet befasst sich mit der effizienten Ausgestaltung von durch Koaxialkabel gespeisten Hornantennen.
Im Anschluss an die Zeit bei der US Army setzte Jack Steinberger sein Studium fort, jetzt im Fach Physik, und legte so den Grundstein für seine späteren Erfolge in der Elementarteilchenphysik.
| Publikationsnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| 1945 | Microwave antenna | |
| 1946 | Horn radiator adapted to be fed by a coaxial line |
[1] http://en.wikipedia.org/wiki/File:Jack-Steinberger-2008.JPG [recherchiert am 29.11.2011]
[2] EKSPONG, G. Nobel Lectures, Physics 1981-1990. World Scientific Publishing Co., Singapore, 1993. ISBN 978-981-02-0728-1.
[3] STEINBERGER, J.: Learning About Particles. 50 Privileged Years. Springer, Berlin, 2005. ISBN 3-540-21329-5.
© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013