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Die Entstehung des Nobelpreises

Nobel-Medaille

Bild: Medaille der Nobelpreisstiftung,
©® The Nobel Foundation

Nach dem Tode von Alfred Nobel 1896 in San Remo und der Vollstreckung aller in seinem Testament aufgeführten Bestimmungen ergab sich für die beauftragten Personen eine Fülle von Aufgaben. Diese erschöpften sich bei weitem nicht in der Sichtung und im Verkauf von Vermögenswerten, die in die nun zu gründende Stiftung fließen sollten, sondern umfasste insbesondere auch die Organisation der zukünftigen Verleihung des "Nobelpreises". Im Jahre 1900 genehmigte die schwedische Regierung die Gründungsstatuten der Stiftung, nachdem das norwegische Parlament 1897 bereits eine Sondersatzung abgesegnet hatte, und ebnete so den Weg zur Erfüllung des letzten Wunsches von Alfred Nobel, dass die Zinsen aus dem in der Alfred-Nobel-Stiftung angelegten Vermögen "als Preis denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen geleistet haben".[1]

Seit 1901 wird in diesem Sinne durch das Nobelkomitee für Physik und das für Chemie in Stockholm der Preisträger für diese beiden technischen Gebiete ausgewählt. Grundlage hierfür sind die bei den Komitees eingegangenen Vorschläge. Gleiches gilt für das Karolinska-Insitut in Sachen Physiologie und Medizin sowie das Nobelkomitee der schwedischen Akademie der Wissenschaften für Literatur, die ebenfalls beide in Stockholm ansässig sind. Das norwegische Nobelkomitee in Oslo, das aus fünf Mitgliedern des norwegischen Parlamentes besteht, zeichnet für den Friedensnobelpreis verantwortlich. Damit sind alle fünf ursprünglich von Alfred Nobel gestifteten Kategorien des Preises genannt.

Der so genannte "Wirtschaftsnobelpreis" wurde erst 1968 von der schwedischen Reichsbank im Gedenken an Alfred Nobel gestiftet und war von ihm nicht vorgesehen.

Quellen:

[1] MARTIN, W.: Verzeichnis der Nobelpreisträger 1901 - 1987. 1988, K.G. Saur, München, S.1-31. ISBN 3-598-10721-8

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