Innerhalb weniger Wochen wurde 1998 zuerst das russische Sarja-Modul mittels einer Proton-Rakete von Baikonur aus ins All geschossen. Anschließend lieferten die Amerikaner mit ihrem Space Shuttle den Verbindungsknoten Unity.
Nachdem im Juli 2000 das russische Wohn- und Servicemodul Swesda hinzukam, war die Raumstation theoretisch betriebsbereit. Die erste Besatzung reiste im Oktober 2000 mit einem Sojus-Raumschiff an. Seit dieser Zeit ist die ISS durchgehend besetzt.
Im weiteren Verlauf wurde ein Solarmodul und das amerikanische Labormodul Destiny zur ISS geflogen.
Im Jahr 2001 wurde der Roboterarm Canadarm2 geliefert. Er ist wichtig für den weiteren Zusammenbau der Station, da er an verschiedenen Modulen befestigt werden kann und nach seiner vollständigen Installation über die Außenseite der amerikanischen Module verschoben werden kann.
Am Ende des Arms kann die Roboterhand Dextre installiert werden. Diese ist etwa 4 Meter groß, hat zwei eigene Greifarme und ist mit vielen Gelenken und Sensoren ausgestattet. So ist etwa an jedem seiner Handgelenke ein Sensor eingebaut, der die auf ihn wirkende Kraft misst. Damit wird ein hartes Anschlagen an der ISS vermieden und es können präzise Bewegungen ausgeführt werden, ohne Folgeschäden für die Raumstation. Durch die Kombination beider Elemente sind große Teile der Station ohne menschlichen Außeneinsatz erreichbar. Die US 7 293 743 B2 beschreibt die Möglichkeiten eines Robotereinsatzes im Weltraum.
Ebenfalls im Jahr 2001 wurde die Schleuse Quest montiert. Seitdem ist es möglich, die ISS zu verlassen. Vorher war dies nur während der zwei Wochen möglich, in denen ein Space Shuttle angedockt war.
Das einzige Modul der ISS, das mit einer Sojus-Rakete gestartet wurde, war das russische Kopplungsmodul PIRS. Es wird zum Andocken der russischen Raumschiffe und zum Ausstieg verwendet. Als im Februar 2003 das Space Shuttle Columbia im Landeanflug beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglühte und in Folge davon die komplette Shuttle-Flotte stillgelegt wurde, führte dies zu einer langen Unterbrechung im Aufbau der ISS. Die Flüge wurden ausgesetzt und der Regelbetrieb zur ISS konnte erst wieder im Juli 2006 aufgenommen werden. In dieser Zeit hatten sich mehrere Module in Houston angesammelt, die dann zur ISS transportiert wurden. Mit Hilfe der russischen Raumschiffe konnte aber wenigstens die notwendige Grundversorgung aufrechterhalten werden.
Mit dem Verbindungsknoten Harmony konnte erstmals nach vielen Jahren wieder ein bewohnbares Modul geliefert werden, das den Lebensraum der Astronauten erweiterte. Das japanische Modul KIBO und das europäische Columbus Modul sind inzwischen ebenfalls an der ISS angekommen.
Bis zum September 2008 wurden dreißig Flüge zum Transport von Komponenten durchgeführt, zehn weitere Flüge sind noch geplant. Mit einem von ihnen wird das europäische Modul Cupola angeliefert. Es ist eine Aussichtskuppel, die den Blick auf andockende Raumschiffe verbessert. Somit ist auch die Steuerung eines in Figur WAR dargestellten Roboters einfacher zu bewerkstelligen. Der Ausblick auf die Erde verbessert sich natürlich auch. Von der ISS aus ist beispielsweise eine Fläche von Barcelona bis Stockholm zu sehen.
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| US 7 293 743 B2 | 2007 | Method and associated apparatus for capturing, servicing, and de-orbiting earth satellites using robotics |
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| US 5 893 533 A | 1996 | Combination space station handrail clamp and pointing device |
| US 7 438 264 B2 | 2007 | Method and associated apparatus for capturing, servicing and de-orbiting earth satellites using robotics |
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