Nachdem die Sowjetunion den Wettlauf um den ersten Menschen auf dem Mond verloren hatte, war es ihr nächstes Ziel, einen längeren Aufenthalt des Menschen im Weltall zu ermöglichen. Ausgehend von dem militärischen ALMAZ-Projekt und dem zivilen DOS-Projekt wurden die unter dem Namen Saljut bekannten Stationen errichtet, die dann beiden Zwecken dienten.
Es folgten in nahezu jährlichen Abständen weitere Raumstationen von Saljut 2 bis 5. Nicht alle konnten in Betrieb genommen werden, da es Probleme gab, eine stabile Umlaufbahn sicher zu stellen. Ebenso waren nicht alle Andockversuche erfolgreich. Nach einer Nutzungszeit von mehreren Monaten wurden die Saljut Stationen wieder aufgegeben und gezielt zum Absturz gebracht.
Erst die beiden letzten Versionen Saljut 6 und 7, die 1977 und 1982 gestartet wurden, waren deutlich erfolgreicher. In dieser Zeit konnten viele Erfahrungen zum Langzeitaufenthalt im Weltraum gesammelt werden.
Alle Saljut-Stationen wurden mit Proton-Raketen ins All geschossen und von Besatzungen in Sojus-Raumschiffen (Figur WSO aus WO 2007 / 021 781 A2) angeflogen. Die Versorgung mit Gütern wurde auf die gleiche Weise oder mit Hilfe von Progress-Kapseln realisiert.
Die amerikanischen Bemühungen während dieser Zeit zielten auf eine größere Raumstation, die sie im Mai 1973 mit Skylab errichteten, wobei eine Saturn-V als Trägerrakete diente.
Nach Ende des Kalten Krieges kamen sich die beiden führenden Raumfahrtnationen näher und vereinbarten Kooperationen. So dockten 1975 Apollo und Sojus 19 über einen Kupplungsadapter aneinander an. Seit dieser erfolgreichen Mission waren weitere gemeinsame Aktivitäten vorstellbar. Allerdings konzentrierten sich die Raumfahrtprogramme in den folgenden Jahren eher auf die Erkundung der erdnahen Nachbarplaneten und wurden separat weiterentwickelt.
Die Amerikaner beschritten den Weg der Entwicklung einer wieder verwendbaren Raumfähre, des so genannten Space Shuttles. 1981 startete das erste Space Shuttle Columbia von Kap Canaveral. Die Geschichte dieser Raumfähren stand stets im Fokus der Öffentlichkeit und soll deshalb hier nicht eigens nachgezeichnet werden.
Die Konzeption dieses Shuttle-Programms beruhte darauf, dass auf Langzeitaufenthalte im Weltraum verzichtet und stattdessen Raumlabore (Spacelab, Spacehab) im Laderaum mitgeführt wurden. Während des etwa zweiwöchigen Aufenthalts eines Shuttles im Orbit wurden dann Experimente durchgeführt. Bekannt sind hierzulande die Deutschen Weltraummissionen mit dem Raumlabor Spacelab, das zwischen 1983 und 1998 über zwanzigmal ins All flog. Zwei dieser Flüge waren die so genannte D1- und D2-Mission. Die wissenschaftlichen Experimente wurden dabei von der DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) im Kontrollzentrum Oberpfaffenhofen koordiniert.
Die Space Shuttles wurden für unterschiedliche Aufgaben sehr speziell angepasst. Als Transport-Fähre konnten sie mit einer Palettentechnik versehen werden, um verschiedenste Nutzlasten zu fixieren und transportieren (Figur WPL aus EP 1 582 460 B1).
Im Gegensatz dazu richteten sich die russischen Aktivitäten zu dieser Zeit auf den Bau einer dauerhaften Raumstation, die unter dem Namen Mir bekannt war.
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| EP 1 582 460 B1 | 2005 | Vorrichtung zur Übertragung von Lasten |
| WO 2007 021 781 A2 | 2006 | Method, apparatus, and system for private lunar exploration |
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| WO 97 / 48 604 A1 | 1997 | Pressurized modular system for space applications |
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