Gammastrahlung ist die energiereichste Strahlungskomponente im elektromagnetischen Spektrum.
Die Erdatmosphäre blockt Gammaquanten trotzdem fast vollständig ab, so dass eine umfassende Beobachtung nur durch hochfliegende Forschungsballons und durch weltraumgestützte Observatorien möglich ist.
Nur bei Photonen, die mehr als 30 GeV besitzen, ist prinzipiell auch eine Untersuchung dieser Strahlungskomponente vom Erdboden aus über einen Sekundäreffekt möglich, allerdings bei sehr geringer Flussdichte.
Gerade in den letzten Jahren konnte die Gammstrahlungsastronomie (oft auch kurz Gammaastronomie genannt) wichtige Beiträge zum Verständnis der Galaxienbildung und Sternenentwicklung sowie der hierbei herrschenden gewaltigen Energieumsetzungsmechanismen liefern. Dies ist insofern bemerkenswert, da sie wie die Radioastronomie - allerdings erst in den 1960er Jahren - quasi als Abfallprodukt der irdischen Kernwaffentestüberwachung begann. Die Untersuchung dieses Spektralbereiches ist, wie die folgenden beiden Abschnitte zum Teil erläutern, aufgrund seiner Natur hierfür geradezu prädestiniert.
Als Exkurs sei angemerkt, dass der atmosphärische "Gamma-Schutzschirm" für das existerende Leben auf der Erde eine große Bedeutung besitzt, denn in der Regel sind mit Gammastrahlen, die auf einen Organismus einwirken, auch unweigerlich Schadprozesse verbunden. Diese bestehen beispielsweise im Aufbrechen chemischer Verbindungen in einer lebenden Zelle, was zur Folge haben kann, dass auch das Erbgut dauerhaft geschädigt wird.
© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013