Es gibt jedoch auch andere Ansätze, kosmische Röntgenstrahlen in Richtung eines Detektors zu lenken. Eine spezielle Anordnung von Reflektorelementen ist unter dem Namen "lobster eye" bekannt und der Funktionsweise eines Hummerauges nachempfunden.
Seit langem wird über einen Einsatz dieser Technik in einem Weltraum-Röntgenteleskop diskutiert (z.B. GOR96,FRA02). Im Jahre 2010 soll sie nach bisherigen Planungen im Röntgenobservatorium "Lobster ISS" auf der internationalen Raumstation ISS zum Einsatz kommen.
Das Bauprinzip eines "Hummerauges" für einen Röntgendetektor kann der Figur LOB (aus WO 2007 / 015 784 A2) und der entsprechende Strahlengang der Figur LOS (aus US 2004 / 0 089 818 A1) entnommen werden.
Auch in den kommenden Jahren sollen weltweit weitere Röntgensatelliten oder -observatorien gebaut werden. Projekte sind z.B. eROSITA, für welches das MPI für extraterrestrische Physik in Garching maßgeblich für die CCD-Detektortechnik und die sieben Wolter-I-Teleskope verantwortlich zeichnet oder das russische ART-XC Projekt (z.B. PAV07). Beide sollen gleichzeitig im Jahre 2011 mit einer Soyus-2-Rakete vom Weltraumbahnhof Baikonur aus in die Erdumlaufbahn gebracht werden.
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| US 2004 / 0 089 818 A1 | 2004 | Multi-foil optic |
| WO 2007 / 015 784 A2 | 2007 | Lobster eye x-ray imaging system and method of fabrication thereof |
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| WO 2001 039 210 A1 | 2001 | X-ray zoom lens |
© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013