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T.4. Röntgenastronomie

"Röntgen im Weltraum"? Kosmische Röntgenstrahlung unterscheidet sich physikalisch nicht von der Röntgenstrahlung aus der Medizin. Hier kommt jedoch keine Röntgenröhre als Strahlungsquelle zum Einsatz, um einen Gegenstand zu "durchleuchten", sondern die natürliche Röntgenstrahlung ist selbst ein Zeichen für den energetischen Zustand von Objekten im Universum (wie im übrigen alle anderen Spektralbereiche auch).

a) Die Erdatmosphäre ist "röntgendicht"

Obwohl unsere Alltagserfahrung etwas anderes erwarten mag, können die Röntgenstrahlen den Schutzschild der Erdatmosphäre nicht durchdringen.

Röntgenastronomie konnte somit erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts sinnvoll betrieben werden. Denn erst zu dieser Zeit standen zum einen geeignete Forschungsballons und zum anderen die deutsche V2-Raketentechnologie zur Verfügung, um in Höhenbereiche vorzudringen, in denen die kosmische Röntgenstrahlung in ausreichendem Masse detektiert werden kann. Mit einer adaptierten V2 gelang 1949 auch die Entdeckung der ersten erdexternen Röntgenquelle, der Sonnenkorona.

b) Röntgenteleskope und Detektoren

Die folgenden Abschnitte beschäftigen sich mit den wohl bekanntesten Beobachtungsgeräten für das astronomische Röntgenspektrum, den Wolter-Teleskopen, erläutern das "Hummerauge" und gehen auf die Empfangstechnik für Röntgenstrahlen ein.

© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013