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T.3. Infrarot- & Ultraviolett-Astronomie

In diesem Abschnitt werden technische Besonderheiten der astronomischen Forschung im Infrarot- und Ultraviolettspektralbereich behandelt. Beide schließen unmittelbar an das sichtbare Spektrum (380 nm - 780 nm) an: Auf der langwelligen Seite das Wärmestrahlung repräsentierende Infrarot (IR, 780 nm -300 000 nm) und auf der kurzwelligen Seite das - etwa für sehr heiße Sterne charakteristische - Ultraviolett (UV, 10 nm - 380 nm).

a) Unterteilung des UV- und IR-Bereichs

Von der astronomischen Praxis her werden diese Bereiche weiter in das nahe, mittlere und ferne IR sowie das nahe, ferne und extreme UV unterteilt. IR wird sogar noch in Bänder untergliedert, die beschreiben, bei welchen Wellenlängen die Erdatmosphäre für die Wärmestrahlung durchlässig ist, denn viele Frequenzen werden vor allem durch den atmosphärischen Wasserdampf abgeschirmt.

Das UV wird durch die Atmosphäre fast komplett abgeblockt. Daher setzt man bei astronomischen Beobachtungen in beiden Frequenzbereichen oft auf satellitengestützte Observatorien.

b) Warum werden hier UV- und IR-Astronomie zusammen behandelt?

IR und UV werden in diesem Abschnitt gemeinsam behandelt, da viele optische Teleskope auch erfolgreich in den ans sichtbare Spektrum angrenzenden Bereichen des nahen Infrarot und nahen Ultraviolett arbeiten. Daher kann man auch für viele technische Details auf Technik verweisen, wie man sie auch bei sichtbarem Licht verwendet. Ein Beispiel hierfür sind Fotodioden und CCDs.

c) Sensortechnologie an den äußeren Rändern von UV und IR

An den entfernten Enden der genannten Spektralbereiche genügt die optische Sensorechnik nicht mehr den Erfordernissen. Daher kommt eine andere Technologie zum Einsatz, um auch diese kosmischen Informationsquellen in gewünschter Weise anzuzapfen.

Die folgenden beiden Abschnitte behandeln diese Aspekte und werfen einen Blick auf Weltraumobservatorien speziell für den IR- und UV-Wellenlängenbereich.

© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013