Der Amateurastronom Grote Reber (1911-2002) aus Illinois griff Janskys Ideen und Ergebnisse auf und entwickelte eigene Parabol-Empfangsantennen. Im Jahre 1941 vervollständigte er aus eigenem Antrieb und ohne Unterstützung die erste Radio-Himmelsdurchmusterung bei einer Frequenz von 160 MHz.
Denn in der Zeit des Zweiten Weltkriegs war Radiostrahlung für alle kriegführenden Parteien nur als "Radar" interessant, um aktiv z.B. feindliche Flugzeuge oder die ersten weitreichenden Raketenwaffen zu orten. An deren passive Nutzung zur Erkundung des Weltalls konnte damals niemand ernsthaft denken. Jedoch führten die kriegsbedingten Radar-Forschungen zum tieferen Verständnis der elektromagnetischen Wellenausbreitung und zur Entwicklung immer leistungsfähigerer radioastronomischer Technik.
So führte im Januar 1946 J.H. de Witt vom US Signal Corps mit einem modifizierten Militär-Radar-Gerät die erste direkte Entfernungsmessung zwischen zwei Körpern im Sonnensystem durch. Dafür sandte er einen Radarpuls von der Erde zum Mond, der von dort reflektiert wurde, und bestimmte über die Signallaufzeit deren gegenseitigen Abstand (MEY66).
Zwar ist diese Technik prinzipiell spätestens seit dem Jahre 1904 bekannt, als der Deutsche Erfinder Christan Hülsmeyer (1881-1957) das erste Radarpatent erhielt (DE 165 546 A), doch noch nie wurde Energie im Radiobereich erfolgreich so weit abgestrahlt und wieder aufgefangen.
Einige Forscher setzen ihre Radarempfangsantennen gezielt zur Identifizierung und genauen Lokalisierung extraterrestrischer Radioquellen ein.
Zunächst wurde die Sonne eingehend im Radiobereich beobachtet, insbesondere die Sonnenflecken erschienen als potentielle Radioquelle interessant. Als Folge einer dieser Messkampagnen fanden 1946 James Stanley Hey (1909-1990) und G.C. Southwood von den Bell Telephone Laboratories zufällig auch die erste extragalaktische Radioquelle Cygnus A.
Mit diesen weitere Fragen provozierenden Ergebnissen, war in vielen Ländern das Interesse an der Radioastronomie geweckt, nun mussten "nur" noch spezielle Apparaturen und Datenverarbeitungsmethoden entwickelt werden, um das Universum in diesem Spektralbereich effektiv zu untersuchen.
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| DE 165 546 A | 1904 | Verfahren, um metallische Gegenstände mittels elektrischer Wellen einem Beobachter zu melden |
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| US 2 423 797 A | 1944 | High-frequency circuit |
| US 2 502 343 A | 1945 | Pulse generator |
| US 2 519 603 A | 1945 | Navigational instrument |
| GB 641 810 A | 1947 | System for long distance radio transmission |
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