Hier soll nicht auf die wechselvolle Geschichte der Fotografie und deren vielfältige Verfahren im Detail eingegangen werden. Es sei nur schlaglichtartig auf einige Entwicklungen hingewiesen.
Den ersten astrofotografischen Versuch mittels Daguerrotypie stellten 1839 die Franzosen Louis Daguerre (1789-1851) und Dominique Francois Arago (1786-1853) an. Sie schwärzten mit Mondlicht eine fotografische Platte, ohne jedoch hiermit Details der Mondoberfläche zeigen zu können. Die ersten als erfolgreich zu bewertenden Aufnahmen des Mondes stammen aus dem Jahre 1840 vom US-Amerikanischen Chemiker John Draper (1811-1882).
Weiterentwicklungen der Fotoemulsionen und Aufnahmetechniken ermöglichten erste Fotografien der Sonne, der Planeten und weiterer astronomischer Objekte. Ein entscheidender Schritt war u.a. die Steigerung der Empfindlichkeit und leichtere Handhabbarkeit von Fotoplatten wie sie 1850 der Engländer Frederick Archer (1813-1857) vorschlug. Dieser meldete unter GB 1855-1914 auch ein fotografisches Verfahren an (LEA85).
Fixierte Fotoplatten oder Abzüge hiervon können jederzeit und wiederholt fotometrisch ausgewertet werden, d.h. aus ihnen kann geometrische sowie Helligkeits- bzw. Farbinformation der abgebildeten Lichtquellen extrahiert werden.
Hierzu muss die Aufnahmetechnik eindeutig nachvollziehbar und die Empfindlichkeit der Fotoemulsion in Abhängigkeit von der Wellenlänge des Lichts bekannt sein. Fotografien stellen somit einen entscheidenden Fortschritt gegenüber den meist nur qualitativen Aussagen von Himmelsbeobachtungen dar, die mit dem Auge vollzogen und per Hand als Zeichnung zu Papier gebracht wurden (DAV31).
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| GB 1855-1914 | 1855 | Photography |
© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013