Mit der Erfindung der Fotozelle 1893 durch die deutschen Physiker Julius Elster (1854-1920) und Hans Geitel (1855-1923) konnte Licht auch mittels des äußeren fotoelektrischen Effektes elektronisch registriert werden.
In den folgenden Jahren wurde deren Empfindlichkeit entscheidend verbessert und die Fotozelle auch für astronomische Messungen eingesetzt. Pioniere auf diesem Gebiet sind u.a. der deutsche Astronom Paul Guthnick (1879-1947), der 1913 mit der Fotozelle die ersten reproduzierbaren Sternhelligkeitsbestimmungen durchführte, sowie der gebürtige Schweizer Jakob Kunz (1874-1938), der Photozellen auf Selenbasis für die astronomische Fotometrie herstellte.
Die nach ihm benannte "Kunzsche Zelle" wurde 1918 in US 1 381 474 A patentiert (Figur KUZ). Es handelt sich dabei um eine kugelförmige Kammer (1), die mit inertem Gas gefüllt ist, eine Alkalimetall-Kathode (5), die auf der inneren Wandung der Kugel aufgebracht ist, und eine ringförmige Gitter-Anode (3). Die bei Lichteinfall aus der Kathode geschlagenen Elektronen werden zur Anode hin beschleunigt und der so fließende Strom über ein Kabel (13) zu einem Strommessgerät geführt.
Kunz arbeitete lange Jahre mit dem US-amerikanischen Astronomen Joel Stebbins (1878-1966) zusammen, der den Einsatz elektronischer Messmethoden für die Zwecke der Astronomie in den USA entscheidend förderte (DEV85).
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| US 1 381 474 A | 1918 | Photo-electric cell, method of and means for making the same |
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| US 1 939 531 A | 1927 | Photo-electric tube |
| US 1 883 926 A | 1930 | Combination of alpha phototube and an amplifier |
© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013