Logo des Deutsches Patent- und Markenamt

 

Sie sind hier:  > Homepage  > Service  > Galerie  > Mit Patenten zu den Sternen  > R. Reisen in den Weltraum  > R.2. Raketentechnik  > R.2.5. Raumfähre  > R.2.5.1. Aufbau der Raumfähre

R.2. Raketentechnik

R.2.5.1. Aufbau der Raumfähre

In den 1970er Jahren wurden daher alte Überlegungen (OBE23, OBE29, VBR79) einer mehrfach verwendbaren Raumfähre, die wie ein Flugzeug im Gleitflug landen kann erneut aufgegriffen.

Raumfähre und Hilfsantrieb als zweiteiliges System, wobei der Hilfsantrieb im Gleitflug zur Wiederverwendung zur Erde zurückkehrtBild vergrößert anzeigenFigur RF1: Raumfähre mit Hilfsantrieb als zweiteiliges System (aus US 3 702 688 A).

Entwickelt wurde ein System (Figur RF1 aus US 3 702 688 A) aus Raumfähre (2) und Hilfstriebwerk (1), welches vertikal startet und horizontal landet. Durch Ausgliedern der für die Startphase notwendigen Antriebsstufe (1), insbesondere mit dem zugehörigen Treibstofftank, an die Außenseite der Raumfähre, ist mehr Innenraum für Nutzlast inklusive Besatzung vorhanden. Das Hilfstriebwerk wird nach Gebrauch (5) abgetrennt und kehrt zur Wiederverwendung auf die Erde zurück (6). Dies verringert das im Orbit zu manövrierende Gesamtgewicht der Raumfähre. Die innerhalb der Raumfähre angeordneten Triebwerke dienen der Navigation im Weltraum und während der Landephase nach Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.


3-teiliger modularer Aufbau heutiger RaumtransporterBild vergrößert anzeigenFigur RF2: 3-teiliger modularer Aufbau heutiger Raumfahrzeuge (aus US 3 866 863 A).

Das Triebwerk der heute bekannten Raumfähren ist stark modifiziert (Figur RF2 aus US 3 866 863 A). Es besteht mit der Raumfähre (12), dem flüssigen Wasserstoff und dem flüssigen Sauerstoff aufnehmenden Außentank (14) und zwei Feststoffraketen (Booster (16)) aus einem dreiteiligen, modularen System. Booster und Außentank werden separat und zu unterschiedlichen Zeitpunkten während des Aufstiegs abgetrennt. Die ausgebrannten Feststoffraketen kehren zur Erde zurück und landen mittels Fallschirmen, um wiederbefüllt zu werden. Die Raumfähre fliegt mit Hilfe ihrer Haupttriebwerke (US 3 929 306 A) weiter und wirft nach Erreichen der Orbitalgeschwindigkeit den leeren Außentank ab. Dieser verglüht nach seinem Abwurf größtenteils in der Atmosphäre.


Zitiertes Patentdokument
PatentnummerJahrTitel
US 3 702 688 A  1971  Space Shuttle Vehicle and System 
US 3 866 863 A  1974  Space Vehicle 
US 3 929 306 A  1974  Space Vehicle System 

Ergänzungsdokumente
PatentnummerJahrTitel
GB 1 114 414 A  1965  Improvements in Space Vehicles 

© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013