Bereits die Veröffentlichungen der 1920er Jahre propagierten aus Kostengründen das Recycling einzelner Raketenbaugruppen. Beispielsweise wurde vorgeschlagen die Rakete nach Wiedereintritt in die Erdatmosphäre im Gleitflug auf der Erde landen zu lassen oder abgebrannte Raketenstufen mit Fallschirmen abzuwerfen (NOO29, OBE23, OBE29).
In den 1950er Jahren wurde der Gedanke wieder aufgegriffen, um ausgebrannte und abgestoßene Antriebsstufen sicher und unversehrt auf die Erde zurückzubringen.
Eine Möglichkeit wurde in den sogenannten "Rogallo-Flügeln" (US 2 546 078 A) gesehen und gezielt weiterentwickelt (US 3 197 158 A, US 3 310 261 A). Figur RU1 aus US 3 310 261 A zeigt solch ein mit Stoff (24) bespanntes Gestänge (19, 20, 21), welches in Form einer flexiblen Tragfläche genutzt wird, um Lasten (12), wie verbrauchte Antriebsstufen im Gleitflug auf die Erde bringen.
Es wird behauptet, dass Gleitflüge mit Lasten von mehr als 3 Tonnen damit möglich gewesen seien (VBR79) und somit theoretisch auch die Raumkapsel des Apollo-Mondlandeprogramms. Die Entscheidung fiel dennoch gegen dieses Rückholsystem und für den bereits bewährten Fallschirm. Mit der Entwicklung des Space-Shuttle war bislang kein Bedarf mehr an alternativen Raketenrückführungssystemen vorhanden.
Als Nebenprodukt entwickelte sich aus den "Rogallo-Flügeln" ein uns heute bekanntes Sportgerät für den Drachenflug.
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| US 2 546 078 A | 1948 | Flexible kite |
| US 3 197 158 A | 1964 | Flexible wing vehicle configurations |
| US 3 310 261 A | 1966 | Control for flexible parawing |
| Patentnummer | Jahr | Titel |
|---|---|---|
| US 3 285 546 A | 1964 | Multi-cell wing type aerial device |
| US 3 423 049 A | 1967 | Control devices for flexible wing aircraft |
| US 3 423 050 A | 1967 | Control devices for flexible wing aircraft |
| US 3 443 779 A | 1967 | Aeroflexible structures |
| US 3 464 652 A | 1967 | Control devices for flexible wing aircraft |
| US 3 534 931 A | 1968 | Variable area flexible wings |
© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013