Die Wirkungsgrade der oben genannten Triebwerke unterscheiden sich erheblich. Kann im Falle des elektrothermischen Triebwerks mit einer Ausbeute von 15-20 % gerechnet werden, gelangt man bei elektromagnetischen Triebwerken auf 40-50 % und im Fall von Ionentriebwerken sogar im Idealfall auf 70-80 %. Somit scheint das Ionentriebwerk als dasjenige, dem in Zukunft das größte Potential zugetraut werden kann, da es sehr effektiv zu arbeiten vorgibt.
Pauschale Aussagen dieser Art sind jedoch nur unter Vorbehalt angebracht, denn neben dem Wirkungsgrad spielen eine Menge weiterer Faktoren eine entscheidende Rolle, ob ein Triebwerk häufig oder eher selten eingesetzt wird. Beschaffung, Lagerung und Preis eines Treibstoffs, Bau, Konstruktion und Handhabung der Technik sowie die zur Verfügung stehende Zeit, mit der eine Nutzlast an einen bestimmten Ort transportiert werden soll, sind wesentliche Punkte die bei der Entscheidung für oder gegen die Nutzung eines Ionentriebwerks einfließen.
Da Ionentriebwerke trotz aller Vorteile nicht die erforderlichen Momentleistungen, etwa für das Verlassen der Erdoberfläche, aufbringen können, kommen sie heute hauptsächlich in Raumstationen und Raumkapseln zum Einsatz, die sich bereits in einem Orbit befinden oder die unmittelbare Erdnähe verlassen haben.
© 2013 Deutsches Patent- und Markenamt | 22.02.2013